John Doe (9X07) Übersetzung Original Transcript by: Intrepid intrepidly002@yahoo.com Translation by: Dileika001 Dileika001@aol.com for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Disclaimer: The X-Files and all its characters and episodes are owned by FOX, Chris Carter, and 10-13 productions. This transcript was made without their permission and it is absolutely forbidden to use it for commercial gain. Please let me know if you catch any inaccuracies. If you would like to use this transcript on your site, please let me know so I can visit the! I do ask that the transcript and all names and disclaimers be left intact. Believe it or not, this is hard work both for the transcriptor and his/her VCR. Feel free to add on your own disclaimer for your particular site. Special thanks to Tiny Dancer (now at fandom.com) who started the first transcript page and is the reason I do this. ORIGINAL AIR DATE: 01/13/2002 WRITTEN BY: VINCIE GILLIGAN DIRECTED BY: MICHELLE MacLAREN (Dileika001: Das ist meine erste Übersetzungsarbeit, also seid nicht so hart zu mir. ;-) ) < Teaser > SZENE 1: (DRAUßEN IN EINER UNBEKANNTEN MEXIKANISCHEN STADT) TAG 1 (DOGGETT liegt bewusstlos auf dem Flur eines Warenhauses. Er kommt langsam wieder zu sich und bemerkt, dass jemand seinen Schuh geklaut hat.) DOGGETT: Hey! Hey, verdammt noch mal! (Der KNALLKOPF zieht erfolgreich DOGGETT den Schuh vom Fuß und geht vorsichtig zurück.) Mein Schuh... (Der KNALLKOPF hält DOGGETTS Schuh besitzergreifend fest und rennt aus dem leeren Warenhaus. DOGGETT steht auf und wankt unsicher auf seinen Füßen. Er ist verwirrt und sein Blick ist verschwommen. Er nimmt die Verfolgung nach dem KNALLKOPF auf, der ihm den Schuh stahl. DOGGETT kommt um eine Ecke, um im selben Moment zu sehen, wie der KNALLKOPF das Warenhaus durch eine Tür verlässt. DOGGETT verfolgt ihn. Er geht durch die Tür, die ihn nach draußen führt. Das Sonnenlicht blendet ihn. Als sich seine Augen an das grelle Licht gewöhnt haben, sieht DOGGETT den KNALLKOPF, der ihm den Schuh stahl, um der Ecke des Gebäudes verschwinden und verfolgt ihn. Als er um die Ecke kommt, findet sich DOGGETT auf der Hauptstraße einer staubigen kleinen Stadt wieder. Die Straße ist nicht gepflastert; sie ist trocken und staubig. Er war noch nie zuvor hier.) (Er sieht sich langsam um und entdeckt den KNALLKOPF, der seinen Schuh stahl, auf einer Bank sitzen, auf der er seinen neu erworbenen Schuh gegen seinen eigenen Fuß hielt. DOGGETT nimmt seine Verfolgung auf. Der KNALLKOPF entdeckt DOGGETT und rennt in die andere Richtung. DOGGETT ist davon besessen, seinen Schuh zurückzubekommen und versucht schneller zu sein als der KNALLKOPF, der seinen Schuh stahl. In wenigen Sekunden holt DOGGETT den KNALLKOPF ein und stößt ihn gegen einen Laternenpfahl.) KNALLKOPF (in Spanisch): ***, ***! DOGGETT: Gib mir meinen Schuh! (Hinter ihm stoppt ein Polizeiauto. Der KNALLKOPF bemerkt das Polizeiauto und lenkt DOGGETTs Aufmerksamkeit darauf. Zwei Polizisten steigen aus dem Wagen.) KNALLKOPF (in Spanisch): Policia! Policia! (Die beiden Polizisten erreichen die zwei Männer.) DOGGETT: Das ist ein Missverständnis, Officers. Ich bin hier das Opfer! Der Kerl bestahl mich. (DOGGETT hält den Schuh hoch, der ihm vom KNALLKOPF gestohlen worden war.) Hier, sehen Sie. (Der Polizist ist nicht an DOGGETTs Schuh interessiert. Er ergreift den Schuh und wirft ihn auf die leere Straße. Er holt seinen Schlagstock heraus und beginnt DOGGETT, der über diese Behandlung überrascht ist, zu stoßen. Der andere Polizist geht zu dem KNALLKOPF.) DOGGETT: Hey! POLICIA (in Spanisch): Los Americano. Que es papeles? (Der KNALLKOPF wird von dem anderen Polizisten mit dem Schlagstock geschlagen. DOGGETT ist außer sich über die Behandlung des anderen Mannes. Der Polizist, der ihn befragt hat, schnippt mit den Fingern, um DOGGETTs Aufmerksamkeit zu gewinnen.) POLICIA: Papiere... Papiere. Visa... Reisepass. (DOGGETT durchsucht seine Taschen und findet nichts. Er schüttelt den Kopf, nein.) POLICIA (in Spanisch): Que es tu nombre? Nombre? Wie ist Ihr... Name? (DOGGETT denkt über die Frage nach und versucht sich zu erinnern und erkennt, dass er es nicht kann.) DOGGETT: Ich - ich... Ich weiß es nicht. < Teaser > SZENE 2: (IN DER MEXIKANISCHEN POLIZEISTATION) 2. Tag (DOGGETT ist in einer unbekannten mexikanischen Polizeistation mit einem Dutzend anderer Männer. Sie sind untätig; er ist aufgeregt und offensichtlich nicht glücklich über seine Situation. Er versucht, die Aufmerksamkeit der Wache auf sich zu lenken. Er zieht seinen übriggebliebenen Schuh aus und beginnt, ihn gegen die Gefängnisstäbe zu schlagen und macht eine Menge Lärm in den Vorgang.) DOGGETT: Hey, Wärter! Kommen Sie her! Andale! Hey, Wärter! Irgendjemand soll kommen! (In seinem Versuch, die Aufmerksamkeit des Wärters anzuziehen, nicht erfolgreich, gibt DOGGETT auf und beginnt, seinen übriggebliebenen Schuh wieder anzuziehen. Einer der Mexikaner, der ebenfalls eingesperrt ist, beobachtet ihn und lacht nun still vor sich hin, während er ihn beobachtet. DOGGETT sieht ihn und ist offensichtlich verärgert.) DOGGETT: Finden Sie irgendwas lustig? DOMINGO: Gute Idee - ihn wieder anzuziehen... deinen einen Schuh. DOGGETT: Yeah, gut, vielleicht hüpfe ich gern. Sie sprechen Englisch. Warum sagten Sie zuvor nichts? DOMINGO: Du warst vorher nicht lustig. DOGGETT: Aha. Wo sind wir? Wie heißt der Ort? DOMINGO: Was, das Gefängnis? DOGGETT: Die Stadt? Sag mir den Namen der Stadt. Sag mir, wo ich bin. DOMINGO: San Gradura. DOGGETT: Mexiko? DOMINGO: Mann, wenn du dich nicht erinnern kannst, musst du hier echt eine gute Zeit gehabt haben. Wie heißt du? (DOGGETT versucht sich leise zu erinnern.) Verdammt, du weißt es immer noch nicht, hm? (Der Mann steht kichernd auf und kommt zu DOGGETT.) DOMINGO (zu DOGGETT): Nenn dich "Ein Schuh". (zu seinen anderen Zellnachbarn) Senor un zapato, hm? (Die Männer lachen.) DOMINGO: Hey, Ein Schuh, was weißt du? DOGGETT: Ich weiß, dass ich hier rauskomme, zur Hölle. DOMINGO: Hast du Geld um die Polizei zu bestechen? Das könnte helfen. DOGGETT: Ich muss nur zu einem Telefon kommen, um die Amerikanische Botschaft anzurufen. DOMINGO: Yeah, ich denke, die könnten dich nach Hause bringen. Wo ist zu Hause? (Er kommt einen Schritt näher an DOGGETT heran und sagt leise,) Weißt du, was ich denke, Ein Schuh? Vielleicht ist es nicht in deinem besten Interesse, nach Hause zu kommen. DOGGETT: Wie das? DOMINGO: Das hier ist nicht Tijuana oder Cabo. Wir treffen hier keine Amerikaner, es sei denn sie sind auf der Flucht vor etwas, vor jemandem. Diese Stadt... Leute wie du kommen hierher, um zu verschwinden. DOGGETT: Leute wie ich? Du kennst mich nicht. DOMINGO: Hey, du kennst dich auch nicht. (Domingo geht weg. DOGGETT wird mit dem Echo der Wahrheit dieser Wörter zurückgelassen. Er dreht sich von den Gesichtern hinter den Gefängnisgittern weg. Er ist sichtbar beunruhigt.) SZENE 3: (VERGANGENHEIT IN DOGGETTS SCHLAFZIMMER) (Ein sanfter Lichtschimmer. DOGGETT schläft in einem Bett neben einer blonden Frau. Das Bett beginnt zu erzittern. Wir sehen, wie ein Kind sich mit gespreizten Beinen auf jeder Seite von DOGGETT anschleicht. Eine Kinderstimme weckt ihn.) LUKE: Daddy, Daddy! (DOGGETT wacht in einer mexikanischen Gefängniszelle auf. Er erinnert sich nicht an das Gesehene.) SZENE 4: (MEXIKANISCHE POLIZEISTATION) TAG 8 (Acht Tage später sind mehr als dreimal so viele Männer in dem Gefängnis mit DOGGETT. Schlüssel klirren, die Tür öffnet sich und zwei Männer betreten den Raum. Einer ist der Polizist, der die Gefängniszelle öffnete; der andere ist unbekannt.) POLICIA: Domingo Salmeron. (DOGGETT sieht zu, wie DOMINGO, der Mann, mit dem er sprach, durch die offene Zellentür in die Freiheit geht.) DOMINGO (in Spanisch): ***. A tiemo. (Der Wärter gibt DOMINGO seine Armbanduhr zurück.) DOMINGO: A vieros. (Als er geht, sieht DOMINGO zu DOGGETT zurück. Er zeigt zu NESTOR.) DOMINGO (zu NESTOR in Spanisch): *** WÄRTER: no mucho. Por que. *** DOMINGO: Hey, Ein Schuh, niemand kommt für dich. Willst du mit mir hier heraushüpfen? Ich habe einen Job für dich. NESTOR: Domingo... DOMINGO: Nestor... (DOMINGO hält seine Hand hoch, um ihn zum Schweigen zu bringen.) DOGGETT: Welche Art Job? DOMINGO: Was kümmert dich das, zur Hölle? (DOGGETT nimmt den Vorschlag an.) SZENE 5: (AUßERHALB DER MEXIKANISCHEN POLIZEISTATION) (Die drei Männer kommen aus der COMISARIA DE POLICIA.) DOMINGO (zu DOGGETT): Wenn du hart arbeitest, kaufe ich dir vielleicht sogar einen neuen Schuh. Rechts oder links... es ist deine Entscheidung. (Die zwei Männer halten bei einem Auto. DOGGETT entfernt sich weiter von dem Wagen.) Hey! Gleich hier! DOGGETT: Danke, vielleicht ein andermal. DOGGETT geht weiter. Er scheint zu wissen, wohin er geht. Er scheint entschlossen zu sein, dorthin zu kommen. DOMINGO und NESTOR verfolgen DOGGETT.) DOMINGO: Hey! He-e-e-ey! (NESTOR streckt eine Hand aus und ergreift DOGGETT bei der Schulter und dreht ihn herum. DOGGETT schüttelt schnell NESTORs Hand von sich herunter. DOGGETT: Pass auf deine Hände auf. DOMINGO: Du bist gekauft und bezahlt, verstanden? Ich besitze dich, wie ich dieses Auto besitze. DOGGETT: Ich werde dir das Geld zurückgeben. DOMINGO: Du sagst mir nicht, was du tun wirst. Ich werde dir sagen, was du tun wirst. (DOGGETT beobachtet DOMINGO, dreht sich um und fährt fort, von ihm wegzugehen. Er kommt nicht mehr als ein paar Schritte weit, als NESTOR eine Waffe zieht und sie zwischen DOGGETTs Schulterblättern platziert. DOGGETT hört auf zu gehen. Er ist mehr über die Waffe verärgert, als verängstigt. DOGGETT dreht sich um, um NESTOR ins Gesicht zu sehen. NESTOR hält selbstsicher die Waffe auf DOGGETT gerichtet. Im nächsten Moment entwaffnete DOGGETT NESTOR. Er hat nun die Waffe und zielt damit auf DOMINGO.) DOMINGO: Damit wissen wir eine Sache über dich. Du bist kein Mann, der sich an sein Wort hält. (DOGGETT denkt über DOMINGOs Worte nach. Er geht vorsichtig hinüber, um seinen Schuh aufzunehmen, den er fallen ließ. Er entfernt die Patronen aus der Waffe, geht weg und wirft die Waffe in den nächsten Mülleimer, an dem er vorbei kommt.) SZENE 6: (IN DEM UNBEKANNTEN WARENHAUS) (DOGGETT findet den KNALLKOPF, der ihm den anderen Schuh stahl, wieder im Warenhaus, wo er aufwachte. Der KNALLKOPF raucht und murmelt vor sich hin.) KNALLKOPF (in Spanisch): *** (was immer das auch in Spanisch sein mag) (Der KNALLKOPF sieht auf und sieht, wie DOGGETT vor ihm auftaucht. DOGGETT zieht den KNALLKOPF hoch. Er ist nicht glücklich.) DOGGETT: Passt er gut? Mi zapato. Was hast du noch von mir? Meine Brieftasche, meine Dokumente? Mi documentos? KNALLKOPF: No. No documentos... DOGGETT: Was hast du noch von mir genommen? Zeig mir, was du noch hast! Zeig es mir! Zeig es mir! **** (Der KNALLKOPF zieht ein kleines silbernes Amulett aus seiner Tasche und hält es vor DOGGETT, um es anzusehen. DOGGETT nimmt das Amulett. Es ist ein silberner Menschenkopf.) KNALLKOPF: Desaparecio. DOGGETT: Desaparecio? Ich bin desaparecido? (Der KNALLKOPF nickt.) Was heißt das? No comprendo. (Der Knallkopf hebt seine Finger und macht eine Handbewegung, ähnlich eines "Puff". DOGGETT denkt über seine Worte nach.) SZENE 7: (IN EINER UNBEKANNTEN MEXIKANISCHEN BAR) (Mexikanische Musik spielt. DOMINGO sitzt neben NESTOR an der Bar. Er trinkt eine Kanne Tecata Bier mit Salz und einer Zitronenscheibe. Er genießt offensichtlich die Zeit mit seinem Freund NESTOR. NESTOR dreht sich zu DOMINGO und zeigt zu DOGGETT, als er die Bar betritt. DOGGETT erreicht die beiden Männer. Er steht still neben DOMINGO.) DOGGETT: Was ist das für ein Job? DOMINGO: Wir sind Schieber. DOGGETT: Was schiebt ihr? DOMINGO: Mexikaner, Guatemalateer, manchmal sogar Chinesen. Fahr sie nach Norden, über die Grenze nach Mcallen. DOGGETT: Ihr seid Kojoten. DOMINGO: Steck deine Nase nicht in meine Sachen. Alles was du wissen musst, ist, dass du dein Leben für liebe kleine Jungs opferst. NESTOR: No digas que quieres trabajar con este hijo de perra. DOMINGO: Du fängst morgen an. Ich würde dich einladen, mit uns zu trinken, aber Nestor hasst dich. Sie haben dir die Treppe hoch ein Zimmer gemietet. (Er entlässt DOGGETT.) DOGGETT: Ich habe kein Geld. (DOMINGO holt einige Scheine heraus und gibt DOGGETT ein paar.) DOMINGO: Der erste Monatslohn. Versuch nicht, die Stadt zu verlassen. (DOGGETT nimmt das Geld und geht. Er dreht sich um und hält das kleine silberne Kopfamulett, das er von dem Mann hat, der ihm den Schuh stahl.) DOGGETT: Sagt dir das irgendwas? (NESTOR erkennt das Amulett.) DOMINGO: Nicht mehr, als dass du Silber in den Taschen hast und mich um Geld fragst. (DOGGETT nimmt das Amulett und geht weg.) NESTOR (in Spanisch): Warum machst du das? Das ist eine schlechte Idee, Domingo. Du weißt nicht, was er will. (DOMINGO zuckt mit den Achseln.) DOMINGO: Er will sich nur erinnern, genau wie der Rest. (NESTOR mag das nicht ein bisschen.) SZENE 8: (OBEN IN DOGGETTS RAUM) (DOGGETT macht das Licht oben in seinem Zimmer an. Er sieht sich selbst im Spiegel an. Er untersucht sich und versucht, einen Weg in seine Vergangenheit zu finden. Er bemerkt zwei Zeichen auf seinem Kopf am Haaransatz. Einer auf jeder Seite seines Kopfes. Immer noch in den Spiegel schauend, zieht er sein Hemd aus und guckt nach mehr Spuren. Er bemerkt ein Tattoo an seinem linken Unterarm.) DOGGETT: Ich bin ein Marine. Semper fi. SZENE 9: (DRAUßEN AUF DER STRAßE UNTER DOGGETTS ZIMMER) (Inzwischen steht ein rauchender Mann auf der Straße, der silberne Kopfamulette an einem silbernen Armband trägt, und DOGGETTs Silhouette durch das zugezogene Fenster beobachtet. Es sind die selben silbernen Kopfamulette, wie DOGGETT hat. Eines der Amulette an seinem Armband scheint zu fehlen.) SZENE 10: (KERSHS BÜRO) TAG 12 KERSH: A.D. Skinner, Agent Scully. Was höre ich da über Mexiko? SCULLY (überreicht KERSH eine Fotografie): Nun, das kam letzte Nacht vom Amerikanischen Zoll. Es ist eine Aufnahme von einer Sicherheitskamera an der Grenze bei Laredo/Texas. Sie wurde um 12:50 vormittags gemacht. Am Morgen des vierten. KERSH: Und wir sind sicher, dass es Agent Doggett ist? SKINNER: Es wurde an Agent Reyes geschickt. Sie denkt auch, dass er es ist. KERSH: Ich würde sagen, das gestaltet die Untersuchung um. SKINNER: Es ist unsere erste echte Spur. Nun wurde ich, mit Ihrer Erlaubnis, das Legat's Office benachrichtigen und die Suche unserer Sondereinheit in den Süden hin ausweiten. KERSH: Ich werde nicht die Sondereinheit ausdehnen. Ich verbiete es. SCULLY: Entschuldigung? KERSH: Ich sehe keine andere Lösung. In den letzten 12 Tagen haben 40 Agenten das gesamte Gebiet von Texas durchkämmt, was eine reine Verschwendung von Mühe war. Ich kann sie nicht zusammensperren und nach Mexiko transportieren - nicht in einem solchen Ausmaß. Überlassen Sie es der Mexikanischen Staatspolizei. Doggett ist in ihrem Amtsbereich, nicht in unserem. SCULLY: Sir, er könnte verletzt sein. KERSH: Ob Sie es glauben, oder nicht, ich will ihn genauso gern finden, wie Sie. Aber die Mittel des FBIs sind durch die Ausgaben der Nationalen Sicherheit schon genug eingeschränkt. Da gibt es politische Richtlinien, an die ich mich halten muss. SKINNER: Sir... Agent Reyes ist immer noch in San Antonio. Sie ist in Mexiko aufgewachsen. Sie könnte der Staatspolizei noch etwas Hilfe zukommen lassen. KERSH: Sie kann ihnen soviel helfen, wie sie will. Aber von dieser Seite der Grenze. (KERSH gibt die Fotografie zurück an SCULLY.) SZENE 11: FBI FIELD OFFICE SAN ANTONIO, TEXAS (REYES verhört MR. MOLINA, sein Anwalt sitzt neben ihm.) REYES: Mr. Molina, Sie sind ein Mann, mit dem es schwer ist, eine Verabredung zu bekommen. Ich habe es bestimmt schon seit zwei Wochen versucht. Womit sind Sie so beschäftigt? MR. MOLINA: Ich verkaufe Traktoren. Mir gehört die größte Farmausstattungsfirma in Süd-Texas: AGCO, John Deere, New Holland, CAT... REYES: Beeindruckend. (in Spanisch) Was ist mit Drogen? Sind die auch auf ihrer Liste? Sie wissen schon... Kokain, AGCO, John Deere? MR. MOLINAS ANWALT: Tut mir leid, aber ich spreche kein Spanisch. MR. MOLINA: Sie sagt, ich verkaufe Drogen. MR. MOLINAS ANWALT: Sprechen Sie bitte nicht mehr Spanisch. (REYES öffnet einen Hefter vor ihr und holt ein Foto heraus. Sie legt das Foto vor MR. MOLINA.) REYES: Sie kennen Hollis Rice, nicht wahr? Vizepräsident von Pan American Mercantile? (MR. MOLINA nimmt das Foto und betrachtet es.) MR. MOLINA: Sicher, ich mache Geschäfte mit dem Mann. Ich weiß, dass er verschwunden ist. REYES: Mein Partner John Doggett untersuchte sein Verschwinden. Ich wette, mein Partner kam mit einigen Fragen zu Ihnen. MR. MOLINA: Wann soll das gewesen sein? REYES: Vor zwei Wochen. MR. MOLINA: Nein, tut mir leid. Ich erinnere mich an niemanden namens Doggett. MR. MOLINAS ANWALT: Agent, ich weiß immer noch nicht, was Sie damit sagen wollen. Mr. Molina ist ein aufrichtiger Geschäftsmann und eine Stütze der Gesell... REYES: "Eine Stütze der Gesellschaft?" Benutzt noch irgendeiner so einen Ausdruck außer pöbelhaften Anwälten? Ich werde Ihnen sagen, was mir klar ist. Sie sind so eine Art Mittelmann in einem Schmugglerring. Hollis Rice wusch Geld für das Kartell bis etwas schief ging. Vielleicht wurde er gierig, vielleicht redete er zuviel. Ihr Kartell ließ ihn verschwinden. MR. MOLINAS ANWALT: Agent... REYES: Mein Partner ist ebenfalls verschwunden. Er ist in Mexiko, das weiß ich genau und ich werde ihn finden, was immer es auch kostet. Ihre einzige persönliche Sorge sollte sein, dass ich ihn lebend finde. Nun, wo ist er? MR. MOLINAS ANWALT: Solange mein Klient nicht unter Arrest ist, ist dieses Treffen vorüber. Nicht? Komm, Mariano. (MR. MOLINAS ANWALT steht auf und geht. MR. MOLINA steht. REYES steht auf und hält MR. MOLINA auf, bevor er geht.) REYES (flüsternd): Denken Sie scharf über Ihre Zukunft nach, Mr. Stütze der Gesellschaft. (MR. MOLINA geht.) SZENE 12: (VERGANGENHEIT IN DOGGETTS SCHLAFZIMMER) (Ein kleiner blonder Junge springt auf DOGGETTS Bett. DOGGETT liegt im Bett. Der kleine Junge ist eifrig.) LUKE: Daddy. DOGGETT: Hmm? LUKE: Steh auf, ich will dir was zeigen. Komm schon. (Der kleine Junge springt vom Bett hinunter und geht zu DOGGETT. DOGGETT sieht auf die Uhr am Bettrand. Sie zeigt 5:28 am Vormittag.) LUKE: Lass uns gehen, Daddy! Komm schon! Bitte! ( Als Untertitel steht, dass Luke immerzu sagt: ) Daddy, Daddy, Daddy! DOGGETT: Kann das nicht noch eine Stunde warten? LUKE: Nein. DOGGETT: Warum, was ist es denn? LUKE: Eine Überraschung. Komm schon! DOGGETT: Schh, weck deine Mum nicht auf. (DOGGETT steigt aus dem Bett.) SZENE 13: (IN EINEM UNBEKANNTEN GEBÄUDE) (DOGGETT hat Schmerzen. Die Teile seiner Zurückerinnerung verursacht ihm Schmerzen. Ein Telefon klingelt. Er bemerkt, dass es klingelt. Die Leute um ihn herum starren ihn an. Das Telefon klingelt weiter.) FRAU AM LADENTISCH: Senor? Senor? Cabina tres. (Die Frau zeigt auf das klingelnde Telefon. DOGGETT steht auf, um ans Telefon zu kommen.) STAFF SERGEANT McCORMICK ( in der USA): Marine Corps Public Affairs Office. Staff Sergeant McCormick am Telefon. DOGGETT: Yeah, hm... hier ist Detective, hm... (DOGGETT sieht in seiner Umgebung herum und versucht sich einen Namen auszudenken, den er dem Staff Sergeant am Telefon geben kann.) ...Ladatel in Mexiko. Ich hoffe, Sie können mir helfen. STAFF SERGEANT McCORMICK: Ja, Sir, wenn ich kann. DOGGETT: Wir haben hier unten einen Marine, der von einem Taxi angefahren wurde. Er ist sehr durcheinander. Er kann sich an seinen eigenen Namen nicht erinnern. Er hat keinerlei Ausweise. Wir müssen seine Familie kontaktieren. Ich denke, da ist irgendjemand irgendwo, der sich um ihn Sorgen macht. STAFF SERGEANT McCORMICK: Haben Sie seine Arbeitslosenversicherungsnummer oder das Geburtsdatum? DOGGETT: Nein, leider nicht, hm, die einzige Sache, der ich nachgehen könnte ist ein Tattoo auf seiner linken Schulter, worauf steht "24th M.A.U. We shall not forget." Haben Sie irgendeine Ahnung, was das sein könnte? STAFF SERGEANT McCORMICK: Ja Sir, die habe ich. Die 24th Marine Amphibious Einheit.. Es bezieht sich auf die Bombardierung von Libanon in 1983. Da kommen wir der Sache doch schon näher. DOGGETT: Yeah, gut, gut. Der Kerl ist, ich weiß nicht, er ist sechs Fuß groß und wiegt 190 Pfund. Braune Haare, blaue Augen, ungefähr 40 Jahre alt. Wenn sie ihm nur einen Namen zuordnen könnten. Wenn Sie mir nur irgendetwas über ihn sagen können. Irgendwas. STAFF SERGEANT McCORMICK: Wir werden uns darum kümmern. (Die Tür zu der Einrichtung öffnet sich. DOGGETT sieht eine Gruppe der korrupten Polizisten eintreten und mit der Frau hinter dem Ladentisch reden.) STAFF SERGEANT McCORMICK: Detective, haben Sie eine Nummer, unter der ich Sie erreichen könnte? Detective?...? (Die Kamera bewegt sich von der Polizei und der Frau zum Telefon, das wieder eingehängt ist. DOGGETT ist nicht da.) SZENE 14: (IN DOMINGOS GARAGE) (Im Radio spricht ein Mann Spanisch. Die Geräusche eines Motors sind zu hören. DOGGETT arbeitet hart am Busmotor. NESTOR sitzt in einem Stuhl in der Nähe und liest Zeitung. Er arbeitet nicht. DOMINGO kommt in die Garage.) DOMINGO: Hey, das klingt gut. DOGGETT: Klingt zumindest besser als vorher. Es wird nicht eher gut klingen, als dass es neue Dichtungen bekommt. (DOMINGO dreht sich zu NESTOR um. Er sagt etwas auf Spanisch und gibt NESTORs Stuhl einen Tritt. NESTOR mag es nicht, mit DOGGETT verglichen zu werden.) DOMINGO (in Spanisch): ??? (DOMINGO dreht sich um, um freigebig DOGGETT zu loben, der DOMINGO tatsächlich nicht viel Aufmerksamkeit schenkt. NESTOR merkt es trotzdem und ist nicht glücklich darüber.) DOMINGO: Ein Glück habe ich jemanden bekommen, der etwas wert ist. Wenn du nur für mich fahren würdest. DOGGETT: Du hast ein paar rechte Jobs für mich, gut. Ich will für dich nicht das Gesetz brechen. DOMINGO: Ein Mann mit Prinzipien... soweit du weißt. (DOMINGO holt ein zusammengefaltetes Blatt aus seiner Tasche. Er faltet es auseinander.) DOMINGO: Ich fand heute etwas über dich heraus. (DOGGETT dreht sich um, um DOMINGO seine Aufmerksamkeit zu schenken. DOMINGO gibt das entfaltete Blatt DOGGETT. Es war ein mexikanischer Steckbrief. "Se Busca".) DOMINGO: Du wirst nicht begeistert sein. Es sagt, dass dein Name Henry Bruck ist. Die Staatspolizei sucht nach dir in Verbindung mit einem Doppelmord. Es gibt nicht viele Details her, aber es beschreibt dich, soweit ich sehe. Nimm es nicht so schwer. Ein Mann tut was er kann. Ich verurteile dich nicht. Halte dich nur von der Staatspolizei fern, okay? Wir werden dich beschützen. (DOMINGO geht weg und verlässt DOGGETT mit dem Steckbrief. NESTOR sitzt kochend vor Wut auf DOGGETT in seinem Stuhl.) SZENE 15: (MEXIKANISCHE BAR) (NESTOR geht auf der leeren Straße außerhalb der mexikanischen Bar. In der Bar geht NESTOR zum DROGENKARTELL-MANN mit dem silbernen Kopfamulettarmband. Es ist der selbe Mann, der draußen unter DOGGETTs Hotelzimmer stand.) NESTOR (in Spanisch): Kann ich mit Ihnen sprechen? (Der DROGENKARTELL-MANN nickt. NESTOR setzt sich ihm gegenüber hin.) NESTOR (in Spanisch): Kennen Sie Domingo, meinen Boss? Er ist ein Freund des Kartells, wie ich auch. Domingo nahm einen der verschwundenen auf. Einen Amerikaner. Aber dieser Amerikaner, wer immer er auch ist, ist anders. (Der DROGENKARTELL-MANN sieht jetzt doch NESTOR an.) Ich denke, ich erzähle Ihnen etwas, was Sie schon längst wissen. DROGENKARTELL-MANN: Er ist ein FBI-Agent. NESTOR: Warum lebt er immer noch? DROGENKARTELL-MANN: Das selbe wie immer, ich bekomme meine Anweisungen vom Kartell. Meine Befehle beinhalteten nicht das Töten des Mannes. Selbstverständlich, wenn er diese Nacht sterben wird, wäre es nicht meine Schuld. (NESTOR hört dem Mann genau zu und hört, was er sagt.) SZENE 16: FBI FIELD OFFICE SAN ANTONIO, TEXAS (SCULLY kommt in das leere Büro. Man sieht sie mit einem Agenten neben ihr reden. Er zeigt durch den Raum und gibt ihr ein Blatt. Sie nimmt es und geht zu REYES.) SCULLY: Monica. REYES: Dana. SCULLY: Überraschung, Überraschung. REYES: Wie entkamst du Kershs kostensparendem Regime? Hast du gesehen? Er hat uns abgeschossen. SCULLY: Nun, im Moment weiß er nicht, dass ich hier bin. Genauso wenig wie er weiß, dass Skinner nach Mexiko reist um sich mit der Bundespolizei zu verbünden. SCULLY: Perfektes Timing, hoffe ich. Sieh mal, was mir eben gegeben wurde. ( SCULLY zeigt das Blatt REYES.) Das zeigt, dass jemand in Mexiko versucht, etwas über einen Mann herauszufinden, der auf Doggetts Beschreibung passt. Es sagt, dass er einen Unfall hatte und vielleicht an Amnesie leidet. (REYES sieht auf das Papier. Sie bemerkt etwas.) REYES: Warte... Detective Ladatel? SCULLY: Yeah, das ist der, der das Telefonat herbeigeführt hat. Klingt er dir bekannt? REYES: Ladatel ist eine mexikanische Telefonkarte. SCULLY: Wir werden den Anruf zurückverfolgen. (SCULLY geht aus dem Büro, um der Spur nachzugehen.) SZENE 17: (DOMINGOS GARAGE) (Es ist Nacht.. DOGGETT arbeitet immer noch unter dem Bus. Er hört kurz auf, um auf den silbernen Kopfanhänger zu sehen. Schritte unterbrechen seine Gedanken.) DOGGETT: Domingo, bist du das? (Die Schritte kommen heran. Es ist NESTOR.) Siempre trabajo. NESTOR: Ich spreche übrigens Englisch. DOGGETT: Yeah? NESTOR: Yeah. Wir sehen uns in der Hölle, FBI. (NESTOR zieht seine Waffe und zielt damit auf DOGGETT. DOGGETT langt herüber und stößt den Wagenheber um und bringt so den Bus runter, um auf NESTORS Fuß zu krachen. NESTOR schreit vor Schmerz. Er zieht seinen Fuß unter dem Gewicht des Busses hervor und hinkt, um DOGGETT zu finden und den Job zu beenden. Er sieht unter den Bus, aber DOGGETT ist nicht da. Er sieht sich nervös in der dunklen Garage um. DOGGETT springt auf ihn hinunter. Die Waffe feuert.) SZENE 18: (DOMINGOS GARAGE) (DOMINGOs Wagen fährt die Straße herunter und hält genau vor seiner Garage. Er betritt die Garage und bemerkt die Stille und den Körper auf dem Boden.) DOMINGO: Nestor? (Er läuft zu dem Körper. NESTOR wurde in die Stirn geschossen.) [Nur Bildunterschrift: Oh, Gott, nein!] Nestor! (DOMINGO hört hinter sich ein Gesräusch. Er dreht sich um.) Du? (DOGGETT steht dort im Dunklen.) DOGGETT: Hast du ihn zu mir geschickt? DOMINGO: Was? Was meinst du? DOGGETT (zeigt mit der Waffe auf DOMINGO): Hast du ihn geschickt, um mich zu töten? Sag mir, wer ich bin. (DOMINGO dreht sich von DOGGETT weg, zu seinem toten Freund NESTOR.) DOMINGO: Ich weiß nicht, wer du bist. DOGGETT: Sag mir, wer ich bin! (DOMINGO steht auf, um DOGGETT ins Gesicht zu sehen.) DOMINGO: Ich weiß es nicht, du Hurensohn! Aber du tötetest meinen Freund. Du bist ein Killer. Das ist es, was du bist. ( Waffe aufrichten.) DOMINGO: Desaparecido. Du bist einer der Verschwundenen. DOGGETT: Was heißt das, verschwunden? Durch wen verschwunden? DOMINGO: Das Kartell. Ihnen gehört die Stadt - alles und jeder. Leute, die ihnen Ärger machen, werden getötet. Andere Leute, die tot mehr Ärger machen können, wird die Erinnerung genommen. DOGGETT: Sie nahmen mir meine Erinnerung? Wie?! Wie kann ich sie wiederbekommen? DOMINGO: Gar nicht. Das ist es ja. (DOGGETT starrt DOMINGO an. Er hat einen Rückblick.) SZENE 19: (VERGANGENHEIT IN DOGGETTS SCHLAFZIMMER) (Ein Schnelldurchgang durch die Rückblickerinnerungen, die er bisher hatte. DOGGETT liegt im Bett. Der kleine blonde Junge springt auf das Bett und versucht, ihn zu wecken. Der Junge springt herunter. Er sieht auf die Uhr. Der Junge zieht ihn eifrig hoch, um ihm seine Überraschung zu zeigen. DOGGETT steht aus dem Bett auf, um dem kleinen Jungen zu folgen.) LUKE: Daddy, Daddy? ... Wach auf, ich möchte dir etwas zeigen. Komm schon! Komm schon! Komm schon! (Der Schmerz überwältigt DOGGETT. Er fällt auf die Knie, die Waffe immer noch in der Hand. DOMINGO steht über ihm als Zeuge seiner Schmerzen. Er erreicht DOGGETT und nimmt ihm vorsichtig die Waffe aus der Hand, um sie beiseite zu legen. DOGGETT hält seinen Kopf in seinen Händen; er hat noch immer Schmerzen. DOMINGO schlägt DOGGETT und scheint ihn besinnungslos schlagen zu wollen.) SZENE 20: (AUßERHALB EINER POLIZEISTATION) (Eine Fotografie von DOGGETT liegt auf einem Tisch.) POLIZIST (in Spanisch): Wer fragt? (Eine Geldnote ist am oberen Bildrand herausgerutscht.) REYES (in Spanisch): Nur eine beunruhigte Frau. (Der Polizist sieht auf das Geld herab.) POLIZIST: Könnte ich einen Ausweis sehen? (REYES gibt ihm ihren mexikanischen Ausweis. Der Polizist sitzt in einem Stuhl und hat seine Schuhe poliert. Nun nimmt er den Ausweis und studiert ihn.) POLIZIST: Sie sind Mexikanerin? REYES: Geboren und aufgewachsen. (Sie legt eine weitere Geldnote auf die erste.) REYES: Helfen Sie mir, Bruder. Er hat mich und meine Kinder im Stich gelassen. (Der Polizist steht auf. Seine Schuhpflege ist fertig. Er gibt REYES ihren Ausweis zurück und steckt das Geld ein.) POLIZIST: Wenn ich so darüber nachdenke, kam bei unserer letzten Schicht ein Amerikaner herein. Sie sagten, er wurde ziemlich schwer geschlagen, leider. REYES: Wo ist er jetzt? SZENE 21: (Der Polizist zieht einen Vorhang zurück. REYES betritt den Raum. Dort ist ein, mit einem Laken bedeckter, Körper auf dem Tisch. REYES betritt langsam den Raum. Sie sieht auf den Körper hinunter. Das Laken bedeckt das Gesicht der Person, nur die Stirn und Haare waren unbedeckt. Hinunterschauend zieht sie das Laken von dem Gesicht der Person. Es ist nicht DOGGETT.) POLIZIST: Verzeihen Sie. Es ist nicht der auf Ihrem Foto. Nur ein heimatloser Gringo. Denke ich. (Sie lehnt sich über ihn und bemerkt zwei Zeichen in der Nähe des Haaransatzes. Einer auf jeder Seite.) REYES: Was sind das? (Der Polizist schüttelt den Kopf. Er weiß es nicht.) SZENE 22: (AM NÄCHSTEN TAG IN DER MEXIKANISCHEN BAR) TAG 13 (Der DROGENKARTELL-MANN sitzt allein an einem Tisch und liest Zeitung, während er etwas trinkt. DOMINGO betritt nervös die Bar und geht auf den Mann zu. Er setzt sich nicht.) DOMINGO (auf Spanisch): Sir, mein Freund Nestor ist tot. (Der DROGENKARTELL-MANN bedeutet DOMINGO, sich zu setzen.) DOMINGO (auf Spanisch): Ich komme zu Ihnen, weil ich erkannt habe, dass Nestor nicht versucht hätte, den Amerikaner zu töten, ohne Ihre Erlaubnis zu haben. DROGENKARTELL-MANN: Wo ist der Amerikaner im Moment? DOMINGO: Ich ließ ihn liegend in meiner Garage zurück. Er richtete eine Waffe auf mich, aber ich nahm sie ihm weg. DROGENKARTELL-MANN: Hast du ihn getötet? DOMINGO: Ich ließ ihn dort für Sie zurück. DROGENKARTELL-MANN: Du hast dich mit dem Amerikaner unterhalten, während er eine Waffe auf dich richtete? (DOMINGO nickt.) Was hast du ihm erzählt? (DOMINGO sieht nervös umher.) DOMINGO: Nichts. (Der DROGENKARTELL-MANN lehnt sich vor, dichter zu DOMINGO.) DROGENKARTELL-MANN: Ich kann das nur schwer glauben. Ich fürchte, ich werde das mit meinen eigenen Augen sehen müssen. (DOMINGO sieht entsetzt aus. Die Augen des DROGENKARTELL-MANNs beginnen zu glühen und er hebt seine Hände zu DOMINGOS Schläfen. Er presst seine Daumen in DOMINGOs Stirn. Die Augen des DROGENKARTELL-MANNs glühen in einem gelben Ton.) SZENE 23: (AM NÄCHSTEN TAG IN DOMINGOS GARAGE) (DOGGETT liegt auf dem Garagenboden. Er hat Schmerzen von DOMINGOs Schlägen. Er stöhnt. Er sieht auf. Er dreht sich um, um NESTOR zu sehen, der in der Nähe tot auf dem Boden liegt. Er hört einen Wagen ankommen und steht auf, um nachzusehen. Durch das Fenster sieht er ein Auto gleich neben dem Gebäude halten. Aus Angst vor einem weiteren Angriff nimmt er sich das nächstliegende Stemmeisen und wartet neben der geschlossenen Tür. Die Tür öffnet sich und REYES kommt mit gezogener Waffe herein. DOGGETT schlägt zu. REYES duckt sich. Sie fährt herum und richtet ihre Waffe auf DOGGETT, der ergeben seine Hände gehoben hat.) REYES: John, ich habe überall nach dir gesucht. (DOGGETT entwaffnet REYES und stößt sie gegen den Bus. REYES lässt es nicht auf einen Kampf ankommen. DOGGETT richtet die Waffe auf REYES.) DOGGETT: Wer sind Sie, zur Hölle? REYES: Ich bin deine Partnerin Monica. Du heißt John Doggett. Du bist ein FBI Agent. Erinnerst du dich? John, glaub mir. Wir müssen verschwinden. Ich werde es dir im Wagen erklären aber hier sind wir nicht sicher. (DOGGETT zögert, lässt dann die Waffe sinken und lässt REYES gehen. Draußen kommen weitere Autos an. Die beiden Agenten sehen aus dem Fenster und sehen drei korrupte Polizeiwagen das Gebäude umrunden und die einzige Straße blockieren. Die Polizisten steigen aus und richten ihre Waffen auf die beiden Agenten in dem Gebäude.) SZENE 24: (DOMINGOS GARAGE) POLIZIST (auf Spanisch): (Spricht Spanisch durch ein Megafon.) (REYES steht bei dem Fenster und hört, was der Polizist draußen sagt. DOGGETT verriegelt die Tür.) REYES (übersetzt): Sie sagen uns, dass wir rauskommen sollen. DOGGETT: Sicher, sie wollen, dass wir es ihnen leicht machen. Das Kartell hat die Cops in dieser Stadt gekauft. REYES: Sie werden uns töten. DOGGETT: Sie werden es versuchen. (Während sie einander ansehen, beschließen die zwei zu kämpfen und nicht aufzugeben.) DOGGETT: Gehen Sie in Deckung. Es wird nicht lange dauern, bis sie das Warten müde werden. (REYES und DOGGETT ziehen sich weiter nach hinten in die Garage zurück, um hinter dem Bus in Deckung zu gehen. DOGGETT bleibt stehen; ihre Waffe ist in seiner Hand.) DOGGETT: Also sind wir Partner, was? Wie lange arbeiten wir schon zusammen? REYES: Nicht lange. Aber wir kennen uns schon seit Jahren. POLIZIST (draußen): (Polizist spricht Spanisch) REYES (übersetzt): Sie geben uns eine Minute. (DOGGETT bückt sich neben REYES hinunter. Er will mehr Informationen über sich und die Erinnerungen, die er hatte. DOGGETT: Wie heißt mein Sohn? Ich denke es ist merkwürdig. Das einzige, an das ich mich erinnern kann ist, dass ich einen Sohn habe. Ich kann sein Gesicht sehen, aber ich erinnere mich nicht an seinen Namen. REYES: Luke. DOGGETT: Luke. Wie alt ist Luke? Nicht einmal daran kann ich mich erinnern. (REYES will ihm nicht die Wahrheit über seinen Sohn sagen, doch nun kann sie ihn nicht anlügen. Sie dreht sich um, um DOGGETT ins Gesicht zu sehen, aber sie ist unfähig, die Worte zu sagen. DOGGETT beobachtet REYES und kann verstehen, was sie nicht sagen kann.) DOGGETT: Oh Gott. Oh Gott, nein. (DOGGETT erinnert sich, was mit LUKE geschah.) Er ist tot. Er wurde ermordet. Stimmt das? Stimmt das? (REYES antwortet immer noch nicht. Sie nickt langsam mit dem Kopf.) Er wurde entführt. Er war nur ein kleiner Junge... er war... oh! (DOGGETT kann nicht weitermachen. Sein Kummer ist überwältigend.) REYES: Das FBI wurde miteinbezogen. Ich wurde dem Fall zugewiesen. Da war es, als du und ich uns trafen. DOGGETT: Oh Gott! (Das Glasfenster zerbricht und eine Gasflasche rollt über den schmutzigen Garagenboden. REYES sieht es. Die POLIZEI draußen war das Warten müde. Rauch füllte die Garage.) REYES: Oh Gott, John, sie wollen uns ausräuchern. John, ich brauche dich hier. Ich brauche dich hier zum aufpassen, John. (REYES ergreift ihre Waffe von DOGGETT. Sie wirft ein abgetragenes Kleidungsstück über die Gasflasche und wirft sie zurück aus dem Fenster. Sie hustet. Die POLIZEI sieht sie beim Fenster und fängt an, auf die Garage zu feuern. Eine weitere Gasflasche wird in die Garage geworfen. REYES liegt für ein paar Schüsse am Boden, dann steht sie auf und geht zurück zum trauernden DOGGETT.) REYES (fest): John! John! (Sie zieht an seinem Hemd.) Wenn wir hier sterben sollten, wirst du auf deinen Füßen sterben! Hörst du mich? (Sie schüttelt ihn.) Hörst du mich? (DOGGETT hebt den Kopf und hat sich wieder unter Kontrolle. Die Schüsse haben nicht aufgehört.) DOGGETT: Steig in den Bus. (Draußen feuert die Polizei noch immer auf die Garage. Plötzlich kracht der Bus durch die geschlossene Tür. Die Polizei versucht eilig, aus dem Weg zu kommen. DOGGETT fährt den Bus rückwärts von der Polizei weg. Die Polizei beginnt wieder auf DOGGETT zu schießen, der den Bus beschleunigt.) DOGGETT: Festhalten! (Der Bus kippt auf die Seite. Die Polizei kommt langsam auf den umgekippten Bus zu. Sie haben aufgehört zu schießen, hatten den Bus jetzt jedoch erreicht. DOGGETT und REYES beobachten sie. >Von irgendwoher erscheinen drei mexikanische Bundeswagen zwischen dem umgekippten Bus und der Polizei. Die Polizisten sind wie betäubt, wenn die mexikanische Bundespolizei beginnt, sie festzunehmen. Skinner, in seinem FBI Anzug, steigt aus einem Wagen und sieht nasch seinen Agenten. Er erreicht den Bus und sieht DOGGETT.) SZENE 25: (BAR) (Das silberne Kopfamulett trifft den Tisch. Der DROGENKARTELL-MANN nimmt es auf und sieht es an. DOGGETT steht vor ihm. Hinter ihm, neben der Tür, warten Skinner, Reyes und einige mexikanische Bundesagenten.) DOGGETT: Du arbeitest für das Kartell. Du lässt ihre Gegner verschwinden. Desaparecido. Verstehst du mich? DROGENKARTELL-MANN: Ich spreche Englisch, aber ich verstehe Sie nicht. DOGGETT: Hölle, natürlich weißt du es nicht. (DOGGETT zeigt ihm die Zeichen an seinem Kopf.) Du hast mir die gegeben... als du mir meine Erinnerung nahmst. Ich weiß nicht, wie du es getan hast, aber alles was ich bin, alles was mich ausmacht, hast du von mir gestohlen. DROGENKARTELL-MANN: Ich weiß nicht, wer Ihnen diese Sachen gesagt hat. Wie können Sie das überprüfen? DOGGETT: Ich war auf der Suche nach einem Mann, einem Bankier aus Texas... Hollis Rice war der Bankier. Er war ohne Verstand. Er wusste nicht einmal seinen Namen. Du hast es ihm gestohlen. Und dann hast du versucht, das selbe bei mir zu tun. Du hast versagt, du Hurensohn. Ich kann mich an alles erinnern. SKINNER: Agent Doggett, überlassen Sie ihn uns. (DOGGETT mustert den Mann vor sich und dreht sich dann um, um zu gehen. Er stoppt von den Worten des DROGENKARTELL-MANNES.) DROGENKARTELL-MANN: Warum wolltest du dich erinnern? Du kannst mir nicht erzählen, dass du jetzt, wo du dich an dein Leben erinnern kannst, glücklicher bist. Ich habe alles gesehen. So viel Schmerz. Warum hast du so lange gekämpft um diesen Schmerz zurückzubekommen? DOGGETT: Weil er mir gehört. SZENE 26: (DOGGETTS HAUS) (LUKE führt seinen Vater nach draußen. Er geht zu seinem roten Fahrrad, steigt auf und beginnt, umherzufahren.) LUKE: Siehst du, Daddy! Ich kann es. (DOGGETT beobachtet ihn. Er teilt sichtbar die Freude seines Sohnes.) SZENE 27: (DRAUßEN IN EINER UNBEKANNTEN MEXIKANISCHEN STADT) (DOGGETT lehnt gegen ein Polizeiauto an der staubigen Straße. REYES kommt zu ihm und hält vor ihm.) REYES: John... Es tut mir so leid... dass mit Luke und dass du das durchstehen musstest. DOGGETT: Ich nehme das Schlechte hin, solange ich mich noch an das Gute erinnern kann. ENDE Cast: David Duchovny als Agent Fox Mulder Gillian Anderson als Agent Dana Scully Robert Patrick als Agent John Doggett Mitch Pileggi als Assistant Director Walter Skinner Guest Cast: Annabeth Gish als Agent Monica Reyes Nicholas Lea als Alex Krycek Kirk B. Woller als Agent Gene Crane James Pickens, Jr. als Dep. Director Alvin Kersh Tom Braidwood als Melvin Frohike Dean Haglund als Richard Langly Bruce Harwood als John Byers Adam Baldwin als Knowle Rohrer Austin Tichenor als Dr. James Langenhahn Tom Martin als Assistent des Pathologen Zachary Ansley als Billy Miles Dale Dickey als Wildhüterin And Featuring: Jerry Shiban als Scullys und Mulders Baby. [[[Ja, genau, das Baby IST von Mulder...]]]