Empedocles (8X17) Übersetzung Original Transcript by: Carri Kendl CarriKendl@aol.com Translation by: 161183 KarmaMonster2305@aol.com for The X Net http://www.txf.net/ All rights reserved. Disclaimer: Akte X und all seine Charaktere und Episoden sind geistiges Eigentum von FOX, Chris Carter und Ten Thirteen Productions. Diese Abschrift wurde ohne ihre Zustimmung gemacht und es ist strengstens verboten, sie für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Bitte lasst mich wissen, wenn Ihr irgendwelche Unstimmigkeiten entdecken könnt. Solltet Ihr diese Abschrift auf eurer Seite verwenden wollen, dann lasst es mich wissen, damit ich sie besuchen kann. Ich bitte darum, dass das Transkript, alle Namen und der Disclaimer nicht geändert werden. Es steht Euch frei für Eure Seiten eigene Disclaimer hinzuzufügen. Besonderer Dank an Tiny Dancer (jetzt auf fandom.com), die die erste Seite für Transkripte ins Leben rief und der Grund dafür ist, dass ich das mache. Thanks, CarriKendl@aol.com CarriK www.inimation.com/xfilesgame 8x17 Empedocles (8xAB17) US-Erstausstrahlung: 22.April, 2001 Drehbuch: Greg Walker Regie: Barry Thomas MULDER: Entspricht es Ihren Vorstellungen? SCULLY: Nicht auch nur annähernd. ANMERKUNG!: Dieses Skript wurde von 161183 bearbeitet. Ich habe mich, wie ich hoffe, an "gutes Deutsch" gehalten und sinngemäß übersetzt. NEW ORLEANS, LOUSIANA 17:45 Uhr (Ein typisches Chefbüro eines mittelständischen Unternehmens. GARY GARBER ein vornehm aussehender silberhaariger Man sitzt an seinem Schreibtisch. Sein Akzent legt nahe, dass er nicht aus New Orleans stammt. Eine dunkelhaarige Frau Mitte vierzig, ROBERTA TOEWS sitzt direkt neben ihm. Ihr Gesicht ist ausdruckslos. Ein Mann, der ein ruhiges Wesen zu haben scheint, JEB DUKES, Anfang dreißig, und einen dunkelblauen Anzug trägt, den er wahrscheinlich von S&K Men's Wear hat, sitzt vor dem Schriebtisch. Er starrt GARY GARBER völlig überrascht an.) GARY GARBER: Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr ich meinen Job an Tagen wie diesen hasse, Jeb. Wenn es nach mir ginge... (er wirft ROBERTA TOEWS einen flüchtigen Blick zu)... würde ich Sie befördern, aber so wie es mit der Wirtschaft momentan steht... (JEB DUKES schaut auch flüchtig zu ROBERTA TOEWS, dann wieder zurück zu GARY GARBER. Er ist so geschockt, dass er nicht fassen kann, was mit ihm geschieht.) JEB DUKES: Sie wollen mich feuern? [CarriK: Wie grausam, den Kerl am Ende des Tages zu feuern.] GARY GARBER: Sie brauchen den Kopf nicht hängen zu lassen. Sie haben Ihren Job hier ordentlich erledigt. JEB DUKES: Ich kann das nicht glauben. Ich...ich dachte dies hier wäre nur eine Beurteilung meiner Arbeit. (GARY GARBER steht auf und schüttelt seinen Kopf. Es ist ein freundlicher aber bestimmter Rauswurf.) GARY GARBER: Es tut mir leid. Aufrichtig leid. (JEB DUKES schaut wieder zur Frau, ROBERTA TOEWS. Sie schaut ihn nur an.) (JEB DUKES verlässt gefolgt von ROBERTA TOEWS das Büro. Wie in einem Traum geht JEB DUKES langsam durch das Büro, wobei er sieht, wie die anderen Angestellten Telefonanrufe beantworten, Blätter zusammensuchen, ihre Schreibtische verschließen und sich für den nächsten Arbeitstag vorbereiten. Er spricht mit niemanden und verlässt das Gebäude. Die Straßen in der Stadt sind dunkel und nass. Ein Auto älteren Baujahrs biegt um die Ecke dicht gefolgt von einem Polizeiauto mit Blaulicht und Martinshorn. Das Auto fährt an JEB DUKES vorbei und kracht mitten auf der nächsten Kreuzung in einen Wagen. Die Autos gehen in Flammen auf. JEB DUKES läuft zusammen mit anderen erschrockenen Passanten auf den Unfall zu. Einer der OFFICERS hält sie davon ab, sich dem brennenden Wrack zu nähern.) OFFICER: Bleiben Sie zurück. Jeder bleibt zurück. Gehen Sie einfach wieder zurück. Jeder bleibt zurück. (Im Auto, das inzwischen völlig von den Flammen verschlungen wird, bewegt sich irgendwas.) VERWIRRTE FRAU: Oh mein Gott, da ist jemand drinnen. [ Endfassung: Wir müssen ihm helfen. Irgend jemand muss diesem Mann helfen.] (JEB DUKES steht wie angewurzelt da, als die Gestalt eines Mannes, der völlig von Flammen bedeckt ist, aus dem Auto auftaucht und anfängt, sich ihm zu nähern. Niemand sonst scheint ihn sehen zu können. Der MANN IN FLAMMEN kommt JEB DUKES immer näher bis er schließlich in ihn hinein tritt. Die Flammen verschwinden und JEB DUKES steht alleine mit rot glühenden Augen da.) OFFICER: Bleiben Sie zurück! Halten Sie Abstand. (JEB DUKES stolpert nach hinten, und läuft verwirrt und verängstigt von der Menge weg.) (Ein bißchen später. JEB DUKES ist zum Bürogebäude zurückgekehrt. Er ist lässig gekleidet, ganz in schwarz. Sein Gesichtsausdruck ist nicht wiederzuerkennen. Es ist nichts mehr übrig von dem traurigen Mann, den wir vorhin gesehen habe, außer dass er vielleicht ein bißchen verwirrt ist, als er schwankend durch den Korridor geht. Die Frau, ROBERTA TOEWS sieht ihn.) ROBERTA TOEWS: Jeb. Kann ich Ihnen helfen? Jeb... (JEB DUKES beachtet sie nicht weiter und eilt weiter den Korridor entlang. GARY GARBER kommt aus seinem Büro und sieht ihn.) GARY GARBER: Hey...Jeb...Was ist los? (JEB DUKES hebt gelassen seine Pistole und feuert auf GARY GARBER.) Vorspann Mulder...whoo. Scully...rocks. Doggett und Reyes spielen artig miteinander. <1.SZENE> 20:39 Uhr (Im selbe Bürogebäude. Das New Orleans Police Department ermittelt in dem Mordfall. Einer von der SPURENSICHERUNG sammelt Fasern mit einer Art rollenden Sauggeräts auf. ROBERTA TOEWS liegt tot mit dem Gesicht nach unten auf dem Teppichboden. Ein TATORTPHOTOGRAPH ist gerade fertig damit, Fotos zu schießen. DETECTIVE FRANKLIN POTTER, Mitte 50, ein Afro-Amerikaner, deckt ihr Gesicht mit einem Tuch zu. Der Fahrstuhl klingelt, er steht auf und sieht MONICA REYES auf sich zugehen. Sie hat Probleme damit, einen Nikotinkaugummi auszupacken.) DETECTIVE POTTER: Agent Reyes? REYES: Ja, hi. Ah, Monica Reyes. DETECTIVE POTTER: Frank Potter, New Orleans PD. REYES: Ich versuche mir dieses Laster abzugewöhnen. (REYES lächelt selbstbewusst und steckt den Kaugummi in ihren Mund.) DETECTIVE POTTER: Ich habe selbst einmal versucht mir das Rauchen abzugewöhnen. Ich habe die verdammten Kaugummis gehassr. (REYES nickt und kaut und hat keine passende Antwort auf Lager.) DETECTIVE POTTER: Nun, wie auch immer, ah, wollen Sie die Opfer sehen? REYES: Am Telefon erwähnten Sie, dass Sie Grund dazu haben, anzunehmen, dass die Morde vielleicht satanische Ritualmorde sind. DETECTIVE POTTER: Richtig. Ich zeig's Ihnen. (Unauffällig nimmt sie ihren Kaugummi aus dem Mund und wirft ihn in einen Mülleimer.) DETECTIVE POTTER: Das ist Jeb Dukes's Arbeitsbereich. Ich fand dies unter seinen persönlichen Sachen. (Er händigt ihr etwas aus, das wie ein ungefaltetes Heftchen aus einer CD Hülle aussieht.) REYES: Was können Sie mir über den Mörder erzählen, Detective? Irgendwas? DETECTIVE POTTER: Einundreißig Jahre alt. College Absolvent, alleinstehend. Es gibt ein paar, die geahnt haben, dass er eine dunkle Seite hatte, was das hier erklären könnte. (REYES schaut auf den Schreibtisch.) REYES: Kann ich da mal reinschauen. DETECTIVE POTTER: Sicher. Sie sind der Experte. (REYES setzt sich an den Schreibtisch.) DETECTIVE POTTER: Sagt es Ihnen vielleicht irgendwas darüber, warum er diese Leute getötet hat? REYES: Tatsache ist, dass ein Mörder wie hier für gewöhnlich in einen Abrgrund gestoßen wird - durch etwas, das wir ein Stressmoment nennen. Das ist ein Schlüsselereignis wie - ein emotionaler Zusammenbruch wegen dem Scheitern einer Beziehung oder manchmal wenn jemand gefeuert wird. DETECTIVE POTTER: Dieser Kerl wurde gefeuert...von den beiden Opfern. REYES: Das war wahrscheinlich der Auslöser für seine Tat. DETECTIVE POTTER: Ja, aber was ist mit all diesen Bildern...diesen Teufelsbildern. REYES: Das ist Marilyn Manson. DETECTIVE POTTER (verwirrt): Marilyn Manson? REYES: Ihre Kinder hören sich ihn an. Sie kaufen diese CD wahrscheinlich bei K-Mart. Ich glaube nicht, dass hier irgend etwas Satanisches vorgeht, Detective. (REYES steht auf und will den Tatort verlassen. DETECTIVE POTTER ruft ihr nach.) DETECTIVE POTTER: Agent Reyes? Okay, okay... Es ist irgendeine Rockgruppe, aber Sie glauben, dass das nichts zu tun hat mit Satan, dem Bösen oder...? REYES: Persönlich? Keine Spur. (REYES wirft ein weiteres Stück Kaugummi in ihren Mund und will zum Fahrstuhl. Sie hält neben dem Körper von ROBERTA TOEWS, der noch immer von einem Tuch zugedeckt wird. REYES starrt auf die Hände der Frau, die darunter hervorschauen. Während sie die Hände betrachtet, frisst eine glühend rote Flamme, die aus dem Innern des Körpers zu kommen scheint, das Fleisch auf, so dass nur noch Asche zurückbleibt. REYES kniet sich nach unten, hebt das Tuch und wirft einen Blick auf den übrigen Körper. Er ist genauso verbrannt, als ob er von einem sehr heißen Feuer verzehrt worden wäre. DETECTIVE POTTER bemerkt REYES.) DETECTIVE POTTER: Agent Reyes? Haben Sie was gefunden? (REYES schaut auf, sieht DETECTIVE POTTER und wendet sich dann wieder dem Körper zu. Er erscheint jetzt normal, keine Verbrennungen, nur ein Schußopfer, das auf dem Bauch liegt.) <2.SZENE> (SCULLY'S Apartement. Es klopft. SCULLY in einem blauen Umstands-Pyjama und einem Bademantel kommt zur Tür. Es klopft erneut. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen, um durch den Spion zu schauen und öffnet dann die Tür für Mulder. Sie hatte nicht erwartet ihn zu sehen.) SCULLY: Mulder? MULDER: Was? SCULLY: Ich wollte gerade unter die Dusche, war aber noch dabei auf den Pizzaboten zu warten. MULDER: Haben Sie irgendwas mit dem Pizzaboten laufen, von dem ich wissen sollte? SCULLY: Dem Pizzaboten? MULDER: Verbessern Sie mich, wenn ich falsch liege, aber Sie haben doch gerade gesagt, dass Sie auf den Pizzaboten warten, damit Sie unter die Dusche können. SCULLY: Nein, was ich meinte, ist, dass der Pizzabote normalerweise spät dran ist, und ich so... (SCULLY gibt den Versuch einer Erklärung auf, lächelt und seufzt.) SCULLY: Wollen Sie hereinkommen? (MULDER spielt weiterhin den Beleidigten.) SCULLY: Ich komme mir vor wie in einer Folge von "Verrückt nach Dir". (Als SCULLY zurück in das Badezimmer eilt, schließt MULDER die Tür, lässt ein Päckchen, das er hinter seinem Rücken versteckt hatte, unter einem Sofakissen verschwinden und stellt sich dann neben die Armlehne des Sofas.) MULDER: Nunja, da wäre eine Kleinigkeit. In "Verrückt nach Dir" ging es um verheiratete Paare und wir arbeiten nur zusammen. SCULLY: Sie wissen schon, was ich meine. MULDER: Ich glaube schon. Was -was ich versuche zu sagen ist, dass ah... wir haben keine wirklich verlässlichen Informationen über diesen Mann. Ich meine - was ich sagen will, der Pizzabote... (Als SCULLY aus dem Badezimmer zurückkommt, zeigt MULDER auf ihren schwangeren Bauch.) MULDER: ...ist nicht außer Verdacht. SCULLY: Ach ja? (SCULLY schaut zu ihm auf. Er lächelt und wirft einen flüchtigen aber auffälligen Blick zur Couch neben ihm. Sie folgt seinem Blick und bemerkt das fast völlig verdeckte Geschenk auf der Couch.Ihre Augen leuchten auf.) SCULLY: Ist das für mich? MULDER: Ja. (Sie beugt sich vor Mulder nach unten um das Geschenk aufzuheben.) SCULLY: Nette Verpackung. MULDER (ein wenig verlegen): Danke. SCULLY: Was ist der Anlass? (Nachdem er zuerst falsch verstanden hat, was SCULLY meinte, erkennt MULDER, dass sie vom Geschenk spricht.[CarriK: Wenn ihr diesen Witz nicht versteht und unter 18 seid, fragt mich bitte nicht danach, was er bedeutet.]) MULDER: Oh, ah, ich ging nach dem Tod meiner Mutter ein paar Sachen durch und, ähm, es ist ein altes Familienerbstück und ich wollte, dass Sie es bekommen. SCULLY: Ich bin gerührt. (Es klopft an der Tür.) MULDER: 'Little Caesar', nehme ich an? (MULDER geht an die Tür. Der PICKELGESICHTIGE-PIZZABOTE steht davor und hält eine Pizza. Er ist ein Geck - Mitte zwanzig, groß, dunkelhaarig und irgendwie doch süß. MULDER schaut ihn eingehend an und schaut dann anklagend zu SCULLY. SCULLY seufzt.) SCULLY: Hi...geben Sie's einfach dem Mann mit dem komischen Ausdruck auf seinem Gesicht.) PICKELGESICHTIGER-PIZZABOTE: Das macht dann $29.08. (MULDERs Gesicht zeigt gespielten Schock als er seinen Geldbeutel herauszieht.) MULDER: $29.08? Was hat sie drauf machen lassen, einen Gastank? (Plötzlich greift SCULLY auf dem Sofa nach ihrem Bauch und beugt sich vor Schmerzen vornüber.) MULDER: Scully? (SCULLY antwortet nicht.) MULDER: Scully! (MULDER läuft zu ihr. Sie hat zu große Schmerzen, um zu sprechen. MULDER schaut zurück zu dem PICKELGESICHTIGEN-PIZZABOTEN.) MULDER: Rufen Sie 911. (Der PICKELGESICHTIGE-PIZZABOTE rennt zum Telefon als MULDER neben SCULLY kniet.) <3.SZENE> WASHINGTON MEDICAL CENTER 13:42 Uhr (SCULLY, die ihre Augen geschlossen hat, wird auf einer Trage von Sanitätern durch den Korridor der Notaufnahme gerollt. MULDER versucht Schritt zu halten. Die SCHWESTER DER NOTAUFNAHME, eine pflichtbewusste Afro-Amerikanerin mittleren Alters kommt hinzu, ein Klappbrett in der Hand.) SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Ist das Scully? Dana? Was fehlt ihr? Unterleibsschmerzen? MULDER: Ihr Doktor heißt Dr. Speake. SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Er ist schon verständigt worden. MULDER: Sie. SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Wer sind Sie? Der Ehemann? MULDER: Nein. SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Dann warten Sie draußen. (Die Trage und eine Mannschaft des medizinischen Personals verschwinden durch eine Doppeltüre und lassen MULDER alleine im Gang stehen. DOGGETT kommt an. MULDER, der wegen SCULLY noch immer sehr besorgt ist, ist überrascht ihn zu sehen.) DOGGETT: Agent Mulder, was ist passiert? MULDER: Wie haben sie das rausgefunden? DOGGETT: Ich habe was abgeliefert. Der Vermieter hat es mir erzählt. (Die SCHWESTER DER NOTAUFNAHME sieht DOGGETT und kommt zu den beiden Männern herüber.) SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Sind Sie der Ehemann? DOGGETT: Ich? (DOGGETT schaut sie verwirrt an. MULDER sagt nichts.) DOGGETT: Nein. (DOGGETT schaut zu Mulder. MULDERs Handy läutet.) MULDER: Entschuldigen Sie mich. (Während DOGGETT mit der SCHWESTER DER NOTAUFNAHME spricht, entfernt sich MULDER ein paar Schritte und geht an sein Handy.) MULDER (am Handy): Mulder. REYES (am Handy): Special Agent Fox Mulder? MULDER (am Handy): Jepp. REYES (am Handy): Agent Mulder ich heiße Monica Reyes. Wir haben uns noch nie getroffen. Nicht seit Sie wieder am Leben sind, sollte ich sagen. MULDER (am Handy unfreundlich): Wer? REYES (am Handy): Special Agent Reyes. Ich weiß, das kommt ziemlich überraschend, aber ich habe hier einen Fall, bei dem ich Ihre Hilfe brauche. Es geht dabei um ein bestimmtes Phänomen. MULDER (am Handy): Ich kann Ihnen zahlreiche Gründe dafür nennen, dass ich Ihnen nicht helfen kann. Ich denke, Sie sollten sich mit Agent Doggett bei den X-Akten in Verbindung setzen. REYES (am Handy): Ich kann Agent Doggett nicht verständigen, weil es dabei auch um ihn geht. (MULDER schaut hinüber zu DOGGETT, der noch immer mit dem Personal der Notaufnahme spricht.) REYES (am Handy): Ich bin in New Orleans, aber ich kann in ein paar Stunden in DC sein. Es ist wichtig, Agent Mulder. Sehr wichtig. (Pause.) MULDER (am Handy): Rufen Sie mich an, wenn Sie angekommen sind. (MULDER legt auf. DOGGETT beendet sein Gespräch mit der SCHWESTER DER NOTAUFNAHME.) DOGGETT: Sie sagen uns, dass wir uns keine Sorgen machen sollen. Sie führen gerade ein paar Tests durch.) (MULDER nickt, schaut aber immer noch besorgt aus.) <4.SZENE> LAVONIA, GEORGIA NEBEN DER INTERSTATE 85 (Ein schäbiges Motel. JEB DUKES sitzt alleine in seinem Zimmer. Er schaut verzweifelt auf die Waffe, die auf dem Tisch neben ihm liegt. Langsam steht er auf, nimmt die Pistole und hält sie mit zitternder Hand an seine Schläfe, wobei er in einen Spiegel schaut. Er hält inne und ringt -wie man an seinem Gesichtsausdruck erkennt- mit sich selbst. In dem Moment, als er bereit scheint, abzudrücken, lässt er sie fallen und keucht vor Schmerzen. Die Waffe ist so heiß, dass sie schon rot glüht. Er starrt nun auf seine Hand, die mit Blasen dritten Verbrennungsgrades bedeckt ist. Langsam fasst er mit seiner Hand nach seinem Gesicht. Nadelstiche glühend roten Lichts kommt durch seine Wangen. Mit Hilfe seiner Fingernägel zieht er sich methodisch das Fleisch in Streifen vom Gesicht, worunter es rot glüht. Es scheint so, als ob seine Haut nur die Hülle für ein darin wütendes Feuer sei. JEB DUKES hat einen vor Schmerzen starren Blick und ist sich nicht sicher ob er heulen oder vor Horror schreien soll.) <5.SZENE> FBI HAUPTQUARTIER WASHINGTON, DC (REYES befindet sich in einem Büro, wo alte Berichte abgelegt werden und geht eine Schublade voller Akten durch. Schließlich zieht sie LUKE DOGGETTs Akte heraus, blättert sie durch und schließt dann die Schublade. Sie hört wie die Tür geöffnet wird. MULDER kommt herein.) REYES: Agent Mulder. MULDER: Agent Reyes? (Mit der Akte in der Hand steigt sie die Stufen der Leiter, auf der sie noch eben gestanden ist, zu ihm herunter. Sie schütteln sich die Hände.) REYES: Sie sind größer, als ich dachte. MULDER: Sie spielen schon wieder darauf an, dass wir uns bereits getroffen haben, aber ich kann mich nicht erinnern. REYES: Ich war dabei, als man Sie im Wald fand. Sie waren... (Sie hält inne. MULDER nickt. Beide lächeln unangenehm berührt.) REYES: Ah...Ja. Es überrascht mich nicht, dass Sie sich nicht erinnern. MULDER: Ja. Ähm, Ich - ich müsste eigentlich woanders sein...wenn wir also auf den Fall zu sprechen kommen könnten. REYES: Wie ich vorhin schon erwähnte, es geht dabei um Agent Doggett...um den Tod seines Sohnes. Ich weiß nicht inwieweit sie mit diesem Fall vertraut sind. MULDER: Nein, ich bin überhaupt nicht mit Agent Doggett vertraut. (Sie händigt ihm eine Akte aus und verschränkt ihre Arme. Er öffnet sie. Ein fröhliches Bild -wahrscheinlich in der Schule aufgenommen- von einem kleinen Jungen mit blondem Stiftelhaarschnitt in einem braunen Sweatshirt. Das beiliegende Blatt enthält folgende Angaben: LUKE JOHN DOGGETT Alter zur Zeit des Verschwindens: 7 Geburtsdatum: 7/9/90 Letzter Kontakt: 8/12/97 Rasse: Weiß Geschlecht: Männlich Größe: 1,22m Augenfarbe: Blau Haarfarbe: Blond AKA: unbekannt Vermisst von: Long...[Island,NY, vielleicht?] Es wird vermutet, dass das Kind... MULDER überfliegt die Informationen. Er schaut auf ein anderes Bild, ein Tatortphoto von LUKE DOGGETT, wie er tot mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden liegt. In Mulders Stimme schwingt Mitgefühl.) MULDER: Ich - ich habe davon nichts gewusst. Sie haben die Ermittlungen geführt? REYES: Es fiel damals in den Ermittlungsbereich des FBIs. Agent Doggett war zu dieser Zeit beim NYPD. Wir haben gemeinsam daran gearbeitet. Wir haben den Mörder nie erwischt. Es war der härteste Fall den ich jemals hatte. So wie "ich-stehle-mich-in-das-Badezimmer-um-mir-dort-die-Augen-auszuweinen" hart. Ich kann mir nicht vorstellen, wie hart es für John gewesen sein muss. MULDER: Sie haben gesagt in diesen Fall sind irgendwelche Phänomene verwickelt? REYES: Ich weiß nicht, ob es einfach nur eine psychische Erfahrung war oder was in der Richtung, aber als wir seinen Sohn fanden, hatte ich eine Vision. Sie dauerte nur einen Moment...aber der Körper veränderte sich. MULDER: Veränderte sich? In was? REYES: Asche. Er sah wie Asche aus. Die Sache dabei ist, dass Agent Doggett mir erzählt hat, dass er es auch gesehen hat...obwohl er die letzten paar Jahre damit verbracht hat, sich selbst davon zu überzeugen, dass er es nicht gesehen hat und wenn doch, dass es überhaupt nichts zu bedeuten hat. MULDER: Was glauben Sie, was es bedeutet? REYES: Ich werde das Gefühl nicht los, dass es ein Hinweis ist, dass es, wenn ich es zulasse, irgendwie mit dem Finger auf den zeigt, der dafür verantwortlich. Und jetzt habe ich es wieder gesehen. Tausend Meilen weiter weg, ein Fall der augenscheinlich keine Verbindung damit hat und ich hatte die selbe Vision. Es muss einen Grund dafür geben, einen Grund warum es jetzt wieder passiert. <6.SZENE> (Ein Krankenhauskorridor. DOGGETT geht den Gang entlang und betritt leise SCULLYs Zimmer. Sie schläft, der Monitor, der die Vitalzeichen anzeigt, piepst sanft vor sich hin. Die Uhr zeigt 8:40. Während DOGGETT sie ansieht, verändert sich das Zimmer um ihn herum in ein Waldgebiet im Freien. Die Kamera fährt um ihn herum, als er regungslos die Polizisten und FBI Agenten sieht, die hinter ihm auf ein in Nebel gehülltes Waldstück zulaufen. Ein paar Agenten rennen auf ihn zu. Die Vision wird unterbrochen als die SCHWESTER DER NOTAUFNAHME den Raum betritt. Sie ist nicht sehr glücklich darüber, ihn hier drinnen zu sehen..) SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Sir, nur der engste Familienkreis. Ihr Jungs wollt einfach nicht hören. [CarriK: Hört sich an als hätte sie Mulder schon mindestens einmal aus dem Zimmer schmeißen müssen.] Sie müssen jetzt gehen. [DOGGETT starrt zu SCULLY, die noch immer friedlich schläft. Das Zimmer um ihn herum ist auf einmal wieder ein ganz typisches Krankenhauszimmer.) (1. Werbeblock) <7.SZENE> (Im FBI-Gebäude. MULDER kommt aus dem Büro, in dem er sich gerade mit Reyes unterhalten hat, heraus. Er schreitet den Gang entlang. DOGGETT versperrt ihm den Weg, packt Mulder am Kragen und schmeißt ihn gewaltsam gegen die Wand. DOGGETT ist außer sich. MULDER verhält sich ein wenig abwehrend.) MULDER: Hey! Hey! DOGGETT (schreit MULDER direkt ins Gesicht): Sie halten sich aus meinem Leben heraus! MULDER: Regen Sie sich doch nicht auf! DOGGETT (schreiend): Sie halten sich aus meinen Sachen heraus! MULDER: Regen Sie sich nicht auf, Agent Doggett. DOGGETT (schreiend): Wenn sie irgend etwas von mir wollen, dann fragen Sie danach! Ich will nicht noch einmal erfahren, dass sie hinter meinem Rücken arbeiten! Haben Sie verstanden? MULDER: Ich will nichts von ihnen. Ich wurde darum gebeten, mir diese Akte anzuschauen. DOGGETT: (schreiend) Wer hat sie gebeten? REYES: (besänftigend) Agent Doggett. Was machen Sie da? (DOGGETT lässt Mulder los und starrt zu REYES, die auch auf den Gang kommt. Er reißt Mulder die Akte aus der Hand.) DOGGETT: Sind Sie das? Sind Sie es, die darin herumgeschnüffelt hat? REYES: Ja. Ich habe Agent Mulder um einen Gefallen gebeten. DOGGETT: Worum? In dieser Akte befindet sich nichts, das ihn etwas angehen würde. MULDER: Warum beruhigen Sie sich nicht einfach, Agent Doggett und lassen sie die Verbindung zu Ihnen erklären. DOGGETT: Die Verbindung? Zu was? REYES: Ich wollte es Ihnen erzählen John. Ich war in New Orleans an einem Fall dran - es wurden Leute erschossen. Etwas, das ich sah, hatte eine Verbindung zu Luke. Eine Vision. DOGGETT: Nicht schon wieder das. Sie werden nicht schon wieder irgend etwas aus dem Nichts produzieren. MULDER: Bob Harvey. Bedeutet der Namen Ihnen irgend etwas oder nichts? DOGGETT: Bob Harvey war ein Verdächtiger im Mordfall meines Sohnes. Wir haben ihn befragt, aber haben dann erkannt, dass er nicht unser Mann war. REYES: Agent Mulder hat bereits darauf hingewiesen. Bob Harvey wurde letzte Nacht in New Orleans bei einem Autounfall mit Fahrerflucht getötet, wo auch die Polizei gerade bei einer Schießerei ermittelte. Er starb vor dem Gebäude, wo danach zwei Menschen erschoßen wurden. DOGGETT: Was ist die Verbindung? MULDER: Das ist sie. DOGGETT: Das ist sie? REYES: Und dann war da diese Vision. DOGGETT: Nein, da gibt es keine Verbindung. Es kümmert mich nicht, was Sie sagen, Sie lassen das gefälligst in Ruhe...(zeigt mit Finger auf MULDERs Gesicht)... und Sie erst recht. (DOGGETT schaut aus, als wollte er REYES gerade noch etwas anderes sagen, aber verschwindet dann doch mit der Akte seines Sohnes in der Hand, noch immer wütend. REYES sieht ihm nach und tritt dann näher an MULDER heran.) REYES: Ich weiß, dass da irgendwas dran ist. (MULDER lacht kurz erschöpft auf.) MULDER: Gut. (MULDER veschwindet auch und lässt REYES alleine im Gang stehen.) <8.SZENE> KATHA DUKES ANWESEN SILVER SPRING, MARYLAND (Ein gemütliches zweistöckiges Haus. Die Türklingel läutet und ein KLEINES MÄDCHEN in einem Nachthemd, MIA, rennt die Stufen nach unten um REYES zu öffnen.) REYES: Hi. MIA: Hi. REYES: Ist Deine Mami zu Hause? MIA (bleibt im Flur stehen und schreit): Mom! (KATHA DUKES, Mitte dreißig, kommt zur Tür, umarmt ihre Tochter und hebt sie hoch..) KATHA DUKES: Mia? REYES: Katha Dukes? KATHA DUKES: Ja. REYES: (zieht ihre Dienstmarke hervor) Tut mir leid, dass ich so spät noch störe. Ich heiße Monica Reyes. Ich bin vom FBI. (KATHA DUKES sagt nichts.) (Später. REYES und KATHA DUKES sitzen im Wohnzimmer. KATHA DUKES hält ein Foto von ihr selber, MIA und JEB DUKES in der Hand. Sie machen den Eindruck einer gkücklichen Familie.) KATHA DUKES: Ich glaube, dass wir alle gut und unverdorben geboren werden und es das Leben selber ist, das uns verdirbt. Aber wissen Sie, jemand wie Jeb... Er ist zu so etwas nicht fähig. REYES: Stehen Sie Ihrem Bruder nahe? KATHA DUKES: Sehr. Jeb lebte mit uns in diesem Haus bis er in den Süden zog. Er liebt seine Nichte. REYES: Ist der Name Bob Harvey für Sie von Bedeutung? Hatte Jeb je mit ihm zu tun? KATHA DUKES: Nein. Ich denke, ich wüsste davon. Warum? REYES: Nichts. Tatsächlich ist es genau die Antwort, die ich erwartet hatte. (Das Telefon läutet. Mit einem entschuldigendem Blick zu REYES geht KATHA DUKES zur anderen Seite des Zimmers und hebt den Hörer ab.) KATHA DUKES: (am Telefon) Hallo? SPARTANBURG, SOUTH CAROLINA NEBEN DER INTERSTATE 85 (JEB DUKES ruft aus einer Telefonzelle in einer dunklen, ländlichen Gegend an.) JEB DUKES: (am Telefon) Katha? KATHA DUKES: (am Telefon) Ja? JEB DUKES: (am Telefon) Katha, hier ist Jeb. (KATHA DUKES ist sich bewusst, dass REYES nur ein paar Fuß weiter auf der Couch sitzt. Sie versucht, gelassen zu klingen.) KATHA DUKES: (am Telefon) Ich kann jetzt wirklich nicht reden. Es war hier ein ziemlich schlechter Tag. JEB DUKES: (am Telefon, den Tränen nahe) Hör mir gut zu, ich war es nicht, der diese Leute getötet hat, klar? Es war jemand anders. Ich sage dir, es war jemand anders. KATHA DUKES: (am Telefon, späht zu REYES hinüber) Du musst mich später zurückrufen. (Sie legt auf und kehrt zu REYES zurück.) ( In der Telefonzelle in South Carolina hängt JEB DUKES traurig auf. Eine FRAU klopft gegen die Glastür und versucht JEB DUKES Aufmerksamkeit zu erregen. Sie lächelt entschuldigend.) FRAU: Hi. Tut mir leid, sie zu belästigen, aber ich habe nicht weit von hier einen Platten. (Sie hat einen nördlichen Akzent. JEB DUKES starrt sie an, als er zögernd die Tür der Telefonzelle öffnet.) <9.SZENE> (SCULLY liegt auf dem Bett in ihrem Krankenzimmer. Die Uhr zeigt 8:30 an. Wahrscheinlich am Morgen. DOGGETT steht neben ihrem Bett und sieht sie an. SCULLY wacht auf. Sie ist überrascht DOGGETT zu sehen.) SCULLY: Was machen Sie hier, Agent Dogget? DOGGETT: Ich war, ähm... Ich kam nur vorbei, um zu sehen, wie es Ihnen geht. SCULLY: Ich bin,... ich fühle mich total benebelt. Würden Sie mir bitte... (Sie zeigt auf das Tischchen neben ihrem Bett. DOGGETT schenkt ein Glas Wasser ein und gibt es ihr.) SCULLY: Danke. DOGGETT: Sie sagen, dass Ihre Lage stabil ist, aber wir habe uns um Sie gesorgt. SCULLY: Wer ist wir? DOGGETT: Sie wissen schon...ich und Agent Mulder... SCULLY: Was ist los, Agent Doggett? Sie selber machen keinen allzu guten Eindruck. DOGGETT: Wie lange haben Sie mit Agent Mulder gearbeitet? Eine lange Zeit. SCULLY: Mm-hmm. (Sie schließt kurz ihre Augen. Ihre Lider zittern ein wenig, als ob sie die Erschöpfung der vergangenen acht Jahre im Bruchteil einer Sekunde noch einmal durchmachen würde.) DOGGETT: Sie haben nie an dieses Zeug geglaubt. Dieses paranormale Zeugs oder wie immer sie es auch bezeichnen. Was also hat ihre Einstellung geändert? (SCULLY ist sehr schläfrig.) SCULLY: Ich erkannte, dass ich es war, die Angst hatte. Angst zu glauben. (DOGGETT will den Raum verlassen, doch dreht sich noch einmal um. Wieder befindet er sich in dem Waldgebiet. Er steht ein paar Meter entfernt von der Polizei und den FBI Agenten, die in einem kleinen Kreis um etwas auf dem Boden herum stehen. Er sieht REYES, wie sie sich in einem braunen Mantel langsam zu ihm umdreht und ihn ansieht. SCULLYs Stimme bringt DOGGETT zurück in das Krankenzimmer.) SCULLY: Warum fragen Sie? (DOGGETT schweigt.) SCULLY: Agent Doggett, warum fragen Sie? DOGGETT: Ein ander mal. (DOGGETT verlässt das Zimmer. SCULLY schließt ihre Augen.) <10.SZENE> (Das X-Akten Büro. MULDER hat es sich an seinem alten Schreibtisch bequem gemacht und die Füße hochgelegt. Er blättert eine X-Akte durch und kaut auf einem Bleistift. REYES tritt ein.) REYES: Agent Mulder? Ich habe Agent Doggett gesucht. MULDER: Nun, das würde Sinn machen. Es ist nicht länger mein Büro, aber alte Angewohnheiten kann man nur schwer loslassen. (REYES bemerkt die geöffneten Akten auf dem Tisch.) REYES: Was sind das für welche? MULDER: Fälle in denen Bilder auftauchen, wie Sie sie beschrieben haben. Leute bei Tatorten, die Visionen vom Tod hatten, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. REYES: Und was haben Sie gefunden? MULDER: Gar nichts. Diese Visionen sind so verstreut und zufällig, dass sie absolut keine Bedeutung für die Fälle haben, zu denen sie gehören sollten. REYES: Da haben Sie Unrecht. (MULDER lacht verächtlich.) MULDER: Ich glaube, ich kenne diese Akten. REYES: Und ich weiß, was ich gesehen habe. Es gibt einen Grund dafür, warum diese Dinge passieren. Hier ist irgend etwas am Werk, und es begann alles mit dem Mann, der bei dem Autounfall getötet wurde - Bob Harvey. MULDER: Ich denke, das ist ein Zufall. Ich glaube, dass das Leben voll davon ist. REYES: Und voll von Mustern - Dinge, die wir sehen, aber nicht verstehen können. Sie glauben daran. Warum können Sie nicht auch dies glauben? MULDER: Ich glaube in diesem Büro wird bald eine Stelle frei. Vielleicht wollen Sie sich ja darum bewerben. REYES: Wollen Sie ihm deswegen nicht helfen? (MULDER schließt die Akten und hält einen Moment inne, schüttelt seinen Kopf, sein Mund ist geschlossen.) MULDER: Ich habe, äh, eine kranke Fraundin im Krankenhaus und ich, äh, denke, ich sollte sie besuchen. (MULDER lächelt kurz, steht auf und drückt REYES die Akten in die Hand. Er zieht seinen Jackett an.) REYES: Ich hoffe sie wird wieder gesund. Dieses Büro Büro hier unten braucht zumindest eine Person, die für alles offen ist. (MULDER hat den Raum schon verlassen, doch kommt herausfordernd zurück.) MULDER Sie würden alles behaupten, oder? REYES: Nur wenn ich denke, dass ich Recht habe. (MULDER kichert und verlässt das Büro.) <11.SZENE> (Eine ländliche Straße. Ein Minivan mit einem halbwegs gewechselten Reifen und einem Ersatzreifen liegen auf der staubigen Straßenseite. JEB DUKES stolpert auf sie zu. Er geht, als ob er unter dem Einfluss von Drogen steht, die Pistole baumelt von seiner Hand. Er erreicht den verlassenen Minivan und betrachtet sich selbst im getönten Glas des Rückfensters. Er sieht Flammen hinter ihm zünglen, als ob er im Feuer eines Hochofens gefangen wäre.) SCHNITT ZU: (JEB DUKES lässt den Ersatzreifen auf den Boden fallen, als er in den Minivan steigt. Er hat den Reifen gewechselt, aber hat den Wagenheber nicht entfernt. Der Wagenheber fällt um, als er den Motor startet und lenkt dann den Minivan mit quietschenden Reifen auf die Straße.) (2. Werbeblock) <12.SZENE> SPARTANBURG, SOUTH CAROLINA 11:02 Uhr (Die Gegend bei der Telefonzelle, die wir die Nacht zuvor gesehen haben. Sheriff Deputies gehen herum. DOGGETT kommt mit einem Mietwagen angefahren. Er sieht MULDER in aufgerollten Hemdsärmeln lässig am Wagen des Sheriffs lehnen.) DOGGETT: Was mache ich hier? MULDER: Ich habe mir die selbe Frage gestellt, Agent Doggett. Aber es scheint, dass die beharrliche Agent Reyes von diesem Fall nicht ablassen will. DOGGETT: Von was? (MULDER führt DOGGETT zum Tatort.) MULDER: Es geht ihr um dieses Mordopfer hier draußen, eine Frau, die erschossen aufgefunden wurde. Sie glaubt, dass es wahrscheinlich der selbe Mann war, der die zwei Leute unten in New Orleans getötet hat - dieser Jeb Dukes. DOGGETT: Was will sie von mir? MULDR: Sie will wissen, ob Sie es auch sehen. Das was sie gesehen hat. DOGGETT: Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, es gibt da keine Verbindung. (DOGGETT schaut sich um und sieht REYES mit den Deputies in einem losen Kreis um irgend etwas auf dem Boden stehen. Die Kleidung ist anders, aber die Aufstellung der Leute ist genau so, wie in seiner Vision im Krankenhaus. Ebenso wie in der Vision, blickt sich REYES zu ihm um.) REYES: Agent Doggett. (Die Männer treten zur Seite. DOGGETT tritt auf REYES zu und bleibt neben ihr stehen. Er schaut auf den Körper der FRAU hinab, die mit ihrem Gesicht auf dem Boden liegt. Der Körper liegt in der gleiche Position und im gleichen Winkel da, wie sein Sohn auf dem Foto aus der Akte und die Frau in New Orleans. DOGGETT holt tief Luft und spricht ruhig. MULDER steht ein paar Fuß entfernt und sieht zu.) DOGGETT: Es tut mir leid, Agent Reyes. Ich sehe es nicht. REYES: Ich glaube, das tun Sie. (DOGGETT will verschwinden. Er hält inne.) REYES: Sie haben nur Angst so weit zu gehen. MULDER: Sie lassen nicht locker, oder? (REYES Blick bleibt auf DOGGETT gerichtet.) REYES: Sie wollen diese Verbindung einfach nicht sehen, aber ich kann das nicht. DOGGETT: Sie reden schon wieder von diesen Verbindungen. Verbindungen zu was? Zu wem? REYES: Was ist, wenn das eine Bedrohung durch das Böse ist...deren Verbindung über Männer, über Gelegenheit bis zu Ihnen zurückreicht. In Indien, in Afrika, im Iran, im Nahen Osten, im Fernen Osten. Die meisten Leute auf der Welt sehen es als gegeben an. Sie sehen das Böse im Tod, so wie andere Leute Gott in einer Rose sehen. MULDER: (trocken) Ich sah Elvis einmal in einem Kartoffelchip. (REYES blickt kurz zu MULDER.) REYES: Sie wissen, von was ich rede. MULDER: Ja, das tue ich. Ich schon. Aber wenn dieser Mann es nicht sieht, dann sieht er es nicht, richtig? (DOGGETT starrt REYES an. MULDER verschwindet. REYES und DOGGETT schauen sich weiter nur an.) <13.SZENE> (es ist Nacht. Die Uhr zeigt 3:20 an. MULDER betritt SCULLYs Krankenzimmer. Sie schläft. Er ruft leise in der Türöffnung.) MULDER: Sind Sie wach? (SCULLY wacht auf und schaut zu MULDER.) SCULLY: Ja. (MULDER schließt die Tür, als er zum Bett geht. SCULLYS Hände liegen auf ihrem Bauch.) MULDER: Was sagt der Arzt? SCULLY: Dass ich teilweise einen Abgang hatte, was bedeutet, dass meine Plazenta angefangen hat, sich von der Gebärmutterwand zu lösen. Sie werden mich hier noch für einige Zeit überwachen. (MULDER lächelt ein bißchen.) MULDER: Aber es wird wieder alles in Ordnung kommen mit Ihnen? SCULLY: Ja. MULDER streckt seinen Arm aus und legt seine Hand für einen Moment auf ihren schwangeren Bauch. Sein Gesichtsausdruck spiegelt Staunen, Ehrfurcht und Freude wieder. Er und Scully lächeln sich an.) SCULLY: Wo waren Sie? (Zögernd nimmt Mulder seine Hand von ihrem Bauch.) MULDER: Tatsächlich war ich mit Agent Doggett und dieser, ähm, Agentin aus New Orleans im Einsatz. SCULLY: Agent Reyes. MULDER: Ja. SCULLY: Ich mag sie. (MULDER lacht leicht.) MULDER: Sie gleicht Ihnen nicht gerade. SCULLY: Nun, das tun wir auch nicht. Das ist also ein Fall, an dem Sie arbeiten? MULDER: Ja. In Wirklichkeit ist Agent Doggetts Sohn darin verwickelt, der Sohn der starb. SCULLY: Er hat mit mir nie darüber gesprochen, aber ich weiß etwas. Können Sie ihm helfen? (SCULLY wird wieder schläfrig.) MULDER: Man kann keinem Mann helfen, der sich nicht selber helfen kann. SCULLY: Er ist die Mühe wert, Mulder. (Sie schauen sich an. MULDER überlegt.) <14.SZENE> (KATHA DUKES Haus. KATHA DUKES betritt mit einem Einkauskorb in der Hand die Vordertür. Ihre Tochter, MIA, kommt mit ihr herein und läuft die Treppe nach oben.) KATHA DUKES: In Ordnung, du hast eine halbe Stunde Zeit zum Spielen bevor Mami das Essen fertig gemacht hat. Mia? MIA (schon oben): Okay. (KATHA DUKES eilt in die Küche und schaltet das Licht mit dem Ellbogen an. Sie schnappt nach Luft, als sie JEB DUKES im Zimmer stehen sieht. KATHA DUKES: Was machst Du hier? JEB DUKES: Ich komme nach Hause. KATHA DUKES: Das FBI war hier, Jeb. JEB DUKES: Ich habe das nicht gemacht, was sie gesagt haben, Kath. Das war nicht ich, okay? Ich war es nicht. KATHA DUKES: Was ist das auf Deinem Gesicht? JEB DUKES: Was? (JEB DUKES wischt sich eine dunkle Spur aus seinem Gesicht. ) KATHA DUKES: Ist das Blut? JEB DUKES: Ich weiß nicht, wie das da hingekommen ist. (Verärgert setzt KATHA DUKES ihre Einkäufe auf dem Küchentisch ab.) KATHA DUKES: Ich will die Wahrheit, Jeb. JEB DUKES: Schau, bitte glaub mir, Katha, ich war es nicht, okay? (flehend, den Tränen nahe) Ich brauche Hilfe, bitte? MIA: Mom? Ist das Onkel Jeb? (MIA ist in die Küche gekommen. Sie macht einen glücklichen Eindruck als sie JEB DUKES sieht. JEB DUKES lächelt und geht zu dem kleinen Mädchen hinüber.) JEB DUKES: Ja, mein Schatz. Ja, das bin ich. (Er kniet nieder, schließt erleichtert seine Augen und umarmt sie liebecoll.) JEB DUKES: Ich bin's. (Über seine Schulter sieht KATHA DUKES ihnen zu. Sie schaut sehr besorgt drein.) <15.SZENE> (DOGGETT sitzt am Schreibtisch im X-Akten Büro. Er telefoniert.) DOGGETT: Jeb Dukes, mittlerer Name Larold. No, Larold. Okay, danke vielmals. (Er legt auf als REYES eintritt.) REYES: Was machst du da, John? DOGGETT: Ich schaue mir diesen Fall an. REYES: Du gehst ihn nicht richtig an. In diesem Gebäude gibt es tausende von Agenten, die telefonieren können. DOGGETT: Ah, aber es gibt nur zwei, die ein Verbrechen mit mentaler Telepathie lösen können - Sie und ich. Dann brauchen wir bei diesem ja nur die Teeblätter lesen und das war's, richtig? Fall geschlossen? REYES: John... DOGGETT: Verdammt noch einmal, Monica, Sie wollen diesen Kerl finden. Ich versuche ihn zu finden. Was wollen Sie von mir? REYES: Ich will, dass Sie gegenüber sich selbst ehrlich sind, und zwar darüber, was Sie an diesem Tag sahen. Ehrlich damit, was Ihr Gefühl Ihnen sagt. DOGGETT: Gefühle lösen kein Verbrechen. Was zum Teufel spielt mein Gefühl für eine Rolle? Wie zum Teufel erledigt das diesen Job hier? REYES: Ich rede nicht von dem Job, John. Vor was haben Sie Angst? Warum jagt es Ihnen Angst ein? DOGGETT: Ich war an dem Punkt, dass ich glaubte, alles getan zu haben meinen Sohn zu finden. REYES: (bekräftigend) Sie haben alles getan Ihren Sohn zu finden. DOGGETT: Ich war an dem Punkt, dass ich glaubte, alles getan zu haben ihn zu retten, ihn sicher zurückzubekommen, ihn nicht fallenzulassen. Ich hatte geglaubt, dass ich alles menschlich mögliche getan habe, weil ich glaubte, dass diese anderen Möglichkeiten, von denen sie reden, von denen Mulder redet, von denen Scully redet...wenn sie wahr sind...wenn sie wahr sind, dann...war da noch etwas, das ich hätte machen können, um meinen Sohn zu retten. (Pause. REYES Handy läutet.) REYES: (am Handy) Monica Reyes. Katha? Katha, warten Sie. (Sie legt auf.) REYES: Jeb Dukes Schwester. Er ist bei ihr zu Hause. DOGGETT: Dieser Kerl hat irgendeine Verbindung zu meinem Sohn und ich bin mir verdammt sicher, dass ich herausfinden werde, was das ist. (DOGGETT packt seinen Mantel und eilt vor REYES aus dem Büro.) <16.SZENE> (JEB DUKES hat MIA auf seinem Schoß sitzen. Sie ist im Nachthemd. Er liest ihr vor.) JEB DUKES: (vorlesend) "Es geschah, dass Hänsel und Gretel genau zugehört hatten, was ihnen ihre Eltern gesagt hatten. 'Sch,' sagte der Junge. 'Ich werde einen Ausweg finden, das verspreche ich Dir, und wenn ich...'" (KATHA DUKES betritt das Zimmer. Auf ihren Lippen liegt ein sehr zaghaftes Lächeln, das sehr gekünstelt wirkt.) KATHA DUKES: Mia, Schatz? Kannst du mal kurz herkommen, bitte? MIA: Aber Onkel Jeb liest mir gerade vor. KATHA DUKES: Das geht schon in Ordnung, nur eine Minute. Kannst du einfach nur zu mir herkommen? (JEB DUKES ist sofort mißtrauisch.) JEB DUKES: Wer ist da? KATHA DUKES: Sie will nur reden, Jeb. Ich will nur, dass du ihr erzählst, was du mir erzählt hast. Sie kann dir helfen. JEB DUKES: Wer? Ich sagte wer, verdammt noch mal! KATHA DUKES: Komm schon, Baby. (JEB DUKES packt MIA und hält sie vor seinen Brustkorb, während er seine Waffe zieht und auf KATHA DUKES richtet. KATHA DUKES nimmt mit einer beschwichtigenden Geste ihre Hände hoch, tritt zurück und verlässt das Zimmer, wobei sie versucht möglichst keine Panik zu zeigen. MIA schreit.) MIA: Onkel Jeb! JEB DUKES: Du hast mich angelogen. KATHA DUKES: Komm schon Jeb. JEB DUKES: Bleib zurück. MIA: Mami! JEB DUKES: Geh! (JEB DUKES schleift MIA durch den Gang und will die Treppe nach unten gehen.) MIA: Mami! Mami! Lass mich los, Onkel Jeb! Mami, Hilfe! Lass mich los, lass mich los, Hilfe! (DOGGETT befindet sich am Fuß der Treppe, die Waffe auf JEB DUKES gerichtet.) DOGGETT: Bleiben Sie da stehen! Bleiben Sie da stehen! Hände in die Höhe! Ich bin ein bewaffneter Bundesagent, ich werde schießen! JEB DUKES: Nehmen Sie die Waffe runter, nehmen Sie die Waffe runter! DOGGETT: Lassen Sie sie los! MIA: Mami! JEB DUKES: Ich werde sie erschießen, ich schwöre es. DOGGETT: Ich muss nur mit Ihnen reden! (DOGGETT nimmt auf der ersten Stufe langsam seine Waffe runter. MIA weint als JEB DUKES sie langsam wieder die Treppe raufzieht. MIA: Mami...Mami,Mami! DOGGETT: (beruhigend) Ich will Sie nicht verletzen. JEB DUKES: Bleiben Sie zurück. MIA: Mami! Mami! DOGGETT nähert sich langsam mit leeren Händen.) JEB DUKES: Ich sagte, zurückbleiben. (Ein Pistolenschuß und JEB DUKES fällt auf die Treppe. REYES kommt um die Ecke auf dem Gang des oberen Erdgeschoßes, ihre Waffe zielt noch immer auf JEB DUKES. MIA reißt sich los und rennt schreiend zu ihrer Mutter.) MIA: Mami! Mami! KATHA DUKES: Mia, Mia! (KATHA DUKES drückt ihre Tochter fest an sich. Sie schreit REYES und DOGGETT an.) KATHA DUKES: Was haben Sie getan? (DOGGETT ruft zur Türe hinaus nach Verstärkung.) DOGGETT: Dieser Mann braucht Hilfe! (3. Werbeblock) <17.SZENE> WASHINGTON MEMORIAL HOSPITAL 20:53 Uhr (DOGGETT läuft neben der Trage her, die JEB DUKES in die Notaufnahme bringt.) DOGGETT: Sie sterben mir jetzt nicht weg. (REYES versucht seine Aufmerksamkeit zu bekommen.) REYES: Agent Doggett... DOGGETT: Hören Sie mich? Sie werden es schaffen. Sie werden es schaffen. Hören Sie mich? REYES: John! (Die selbe SCHWESTER DER NOTAUFNAHME, die SCULLY aufgenommen hat, hält ihn auf.) SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Nein, nein, die Parade ist hier zu Ende. Wenn Sie ihn retten wollen, lassen Sie die Ärzte ihre Arbeit machen, okay? Wer ist hier ein enges Familienmitglied? (KATHA DUKES tritt nach vorne.) KATHA: Das bin ich. SCHWESTER DER NOTAUFNAHME: Okay, kommen Sie mit mir mit. Ich brauche Sie, damit Sie für mich einige Angaben ausfüllen, in Ordnung? (KATHA DUKES folgt der SCHWESTER DER NOTAUFNAHME als die Trage in einen Operationssaal gerollt wird.) REYES: Da gibt es nichts mehr, was Sie noch tun könnten. DOGGETT: Das können Sie jetzt nicht erzählen. REYES: Vielleicht war der Grund der, dieses Mädchen zu retten. Vielleicht war es das, um was sich dies hier alles drehte. Vielleicht war es das, was ich sah und warum ich es sah. Wegen *diesem* Kind. Gehen Sie nach Hause, John. Es gibt nichts, was Sie hier tun könnten. <18.SZENE> (SCULLYs Krankenzimmer. Sie schläft. DOGGETT steht daneben und sieht ihr zu. Wieder hat er diese Waldvision. DOGGETT sieht, wie sich der Kreis der Polizisten teilt. In Zeitlupe geht DOGGETT auf REYES zu, die bei der kleinen Gestalt auf dem Boden stehen bleibt. Es ist der kleine Körper von LUKE DOGGETT, Gesicht nach unten. Während DOGGETT auf den Körper starrt, erscheint er auf einmal komplett verbrannt - nur Asche auf den Knochen. MULDERs Stimme unterbricht die Vision.) MULDER: Agent Doggett... (In der Türöffnung nickt Mulder bestimmt Richtung Gang. DOGGETT folgt ihm nach draußen. MULDER schließt die Tür und steht beschützend davor. DOGGETT steht ihm gegenüber auf der anderen Seite des Gangs.) MULDER: Sie ist gerade erst wieder eingeschlafen. DOGGETT: Ich wollte nur nachschauen, wie es ihr geht. Wie auch immer, ich bin wegen dieser anderen Sache hier. Wir haben den Mörder, Jeb Dukes, erwischt. Er ist auf der Intensivstation. Vielleicht schafft er es nicht. MULDER: Und jetzt fragen Sie sich, ob es da wirklich eine Verbindung gab. Sie müssen wissen, als ich, äh...zum FBI kam, arbeitete ich zuerst in der Abteilung für Gewaltverbrechen, und ich sah - ich sah das Schlimmste der Menschheit. Ich sah Monster und ich fragte mich, wie sie dazu wurden, wie diese Männer so böse wurden. Ich weiß, dass es dafür psychologische Erklärungen gab - Opfer ihres sozialen Umfelds, Opfer ihrer Eltern - aber die wissenschaftlichen Erklärungen waren nie wirklich zufriedenstellend. Und ich fing an vom Bösen wie von einer Krankheit zu denken. Sie wissen, dass es von Mann zu Mann, von Zeit zu Zeit übertragen wird. Die meisten von uns denken, dass wir zu irgendwelchen bösen Taten unfähig sind und wir sind es. Sie wissen, wir können den momentanen Grund zu töten oder zu verletzen ersticken. Wir haben sind dagegen irgendwie immun. Aber ich glaube, dass es Ereignisse im Leben eines Menschen gibt, eine Tragödie oder ein Verlust, die sie verletzbar machen, ihre Immunität gegenüber dem Bösen verletzen, und auf einmal sind sie, an diesem Punkt in ihrem Leben, wenn sie geschwächt sind, offen gegenüber dem Bösen und können so zum Bösen werden. DOGGETT: Wenn das stimmen würde, dann sagen Sie, dass dieser Mann der heute Abend hier herein gerollt wurde, mit dem Bösen infiziert war, dem selben Bösen, das meinen Sohn getötet hat. Glauben Sie das wirklich, Agent Mulder? MULDER: Ah, ich bin kein guter Ansprechpartner für solche Fragen. Ich würde fast alles glauben, wissen Sie, aber die Crux ist, dass Sie es nie wissen werden. Es ist vielleicht so, wie Agent Reyes sagte. Es kann zufällig und bedeutungslos sein-wen es betrifft, wem es übertragen wird. DOGGETT: Was ist, wenn das nicht der Fall ist? MULDER: Nun, dann sehen Sie etwas, das ich nicht sehe, Agent Doggett. (DOGGETT nickt und lässt MULDER an die Wand zu SCULLYs Krankenzimmer gelehnt stehen.) <19.SZENE> (JEB DUKES Krankenzimmer. KATHA DUKES steht an der Seite von JEB DUKES und streicht sanft über seine Haare. Er ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen und ist bewusstlos. REYES steht bei der Tür und sieht zu. Plötzlich bekommt er starke Zuckungen und der Herzmonitor fängt wie wild zu piepsen an.) KATHA DUKES: (schreiend) Ist da jemand? (REYES ruft zur Tür hinaus.) REYES: Doktor! (DR. SPEAKES, SCULLYS Geburtshelferin, kommt mit zwei Schwestern in das Zimmer gelaufen. [DarryK: SCULLYs Geburtshelferin/Gynäkologin beaufsichtigt ein Schußopfer? Nun, ich denke sie war gerade zur Stelle.] DR. SPEAKE schaut auf den Monitor.) DR. SPEAKE: Gebt ihr ein Gramm Epi! (Die SCHWESTER zieht eine vorbereitete Spritze heraus.) SCHWESTER: Hier. (DR. SPEAKE spritzt ihr das Epi- Sie lässt ihm 4 Sekunden Zeit zu wirken und fühlt dann an JEB DUKES Hals seinen Puls. Kein CPR. Kein Defibrillator. [CarriK: Gut, vielleicht hatte JEB DUKES eine Kopie seiner Lebenswillenerklärung in seinem Geldbeutel, die jegliche lebenserhaltenden Maßnahmen untersagte.]) DR. SPEAKE: Sagen Sie es. (DR. Speake dreht sich traurig zu KATHA DUKES um, die sie hoffnungsvoll ansieht.) DR. SPEAKE: Es tut mir leid. (DR. SPEAKE verlässt das Zimmer, als die SCHWESTER den Papierkram zu Ende bringt.) SCHWESTER: Zeitpunkt des Todes: 22:57 Uhr. (Die SCHWESTER verschwindet. KATHA DUKES fängt zu weinen an, als sie auf das Bett zugeht.) KATHA DUKES: Nein, nein, nein... (REYES tritt hinter sie und und legt ihre Hand, wie sie meint, mitfühlend auf ihre Schulter. KATHA DUKES hört auf zu weinen und schaut zur Seite.) (KATHA DUKES schnappt nach Luft, als ob sie in den Bauch geschlagen worden wäre. Als sie ihre Augen öffnet, sieht man Feuer darin lodern. REYES, die noch immer hinter ihr steht nimmt ihre Hand herunter und geht traurig auf die Tür zu. KATHA DUKES packt einen metallenen Gaskanister, der an der Wand neben dem Bett stand, und zieht ihn REYES über den Schädel, so dass sie zu Boden fällt. Es kommt zu einem kurzen Kampf als KATHA DUKES versucht an REYES Waffe zu kommen und richtet sie dann auf sie. DOGGETT kommt hereingerannt.) DOGGETT: Nehmen Sie die Waffe herunter. (DOGGETT packt KATHA DUKES und drückt sie gegen das Bett.) KATHA DUKES: (schreiend) Nein! DOGGETT: Lassen Sie sie fallen! (KATHA DUKES lässt schließlich schluchzend die Waffe los. DOGGETT nimmt sie und hält sie gegen KATHA DUKES, die auf den Körper ihres Bruders weint. Dann wendet er sich REYES zu und fühlt ihren Puls.) DOGGETT: Ich brauche einen Arzt! (DR. SPEAKE tritt ein und erschrickt darüber, was sie sieht.) DR. SPEAKE: Oh mein Gott! SCHWESTER: Holen Sie sofort einen Doktor. [CarriK: Weil Dr. Speake in Notsituationen absolut nutzlos ist!] (DOGGETT macht einen schwachen Versuch, REYES sich aufsitzen zu helfen.) DOGGETT: Es ist vorbei. Es ist jetzt vorbei. REYES: Es ist nie vorbei. <20.SZENE> (SCULLYs Apartment. MULDER hat eine Pizza vorbeigebracht. SCULLY sitzt auf dem Sofa, als Mulder mit zwei Tellern und Besteck aus der Küche kommt. Er versteckt das Geschenk auf dem Tisch hinter ihr.) SCULLY: Mulder, Sie überraschen mich immer wieder. Ich wünschte, ich könnte sie sofort essen. MULDER: Das ist cool. Wir können so lange warten bis der Käse fest wird und sie später essen. (Er setzt sich neben sie auf das Sofa und stellt die zwei Teller auf den Tisch neben die offene Pizzabox. Er hat mit dem Belag nicht geknausert. SCULLY hat einen versonnenen Gesichtsausdruck. MULDERS Gesicht spiegelt gespielte Niedergeschlagenheit wieder.) MULDER: Sie vermissen Ihren Pizzaboten, nicht? (SCULLY gibt vor, zu schmollen.) SCULLY: Ja. Aber das ist okay. Er kommt später vorbei. (MULDER schaut sie für einen Moment an, unsicher ob er lachen soll. Sie lächelt ihn warm an, er lächelt zurück und sie lacht. Vom Tisch hinter der Couch zaubert MULDER das Geschenk hervor, das er schon eher gebracht hatte.) MULDER: Ich wette, dass Sie es total vergessen haben, oder? SCULLY: Nein, tatsächlich habe ich das nicht. Ich habe viel darüber nachgedacht, während ich in meinem Krankenbett lag und habe mich gefragt, was in der Welt, sie mir schenken wollten. (SCULLY packt das Geschenk aus.) MULDER: Und? SCULLY: Oh mein Gott. Oh, Mulder. (Sie freut sich. Es ist eine altmodische handgemachte Puppe.) MULDER: Haben Sie es sich so vorgestellt? SCULLY: Nicht einmal annähernd. (Sie lacht. MULDER lehnt sich zu ihr hinüber und schaut in das gestickte Gesicht der Puppe.) MULDER: Oh, nein, das ist doch tatsächlich die falsche Puppe. (Sie tut so, als ob sie ihn mit der Puppe schlagen wollte. Sie lachen.) SCULLY: Aber da ist noch das andere Geschenk, das sie mir gemacht haben, Mulder. (Er sieht sie fragend an. Sie schaut zärtlich zurück.) SCULLY: Mut...zu glauben. Und ich hoffe, das ist ein Geschenk, das ich weitergeben kann. (MULDER wirft einen kurzen Blick auf ihren Bauch und sie lächeln sich an. Sie berührt liebevoll das Gesicht der Puppe. Die Kamera fährt näher an ihr Gesicht heran, als übergeblendet wird zu...) <22.SZENE> (...DOGGETTs Gesicht, das durch ein Fenster in einen Raum schaut, der aussieht, als würde er sich in einer Klinik für geistig Kranke befinden. Im Zimmer liegt KATHA DUKES an ein Bett gefesselt. Sie ist regungslos, aber ihre Augen starren geradeaus und auf ihrem Gesicht liegt ein Ausdruck verwirrten Horrors. Es wird abgeblendet, als DOGGETT sie betrachtet.) Ende. Abschrift von CarriK CarriKendl@aol.com Übersetzung von 161183 KarmaMonster2305@aol.com Cast: David Duchovny als Agent Fox Mulder Gillian Anderson als Agent Dana Scully Robert Patrick als Agent John Doggett Mitch Pileggi als Assistant Director Walter Skinner Guest Cast: Annabeth Gish als Agent Monica Reyes Ron Canada als Det. Franklin Potter Denise Crosby als Dr. Mary Speake Bruce Wright als Gary Garber Jay Underwood als Jeb Dukes Wendy Gazelle als Katha Dukes Amanda & Caitlin Fein als Mia Dukes Cheryl Francis Harrington als Schwester der Notaufnahme Dayna Beilenson als Roberta Toews Christopher Stanley als Agent Joe Farah Devlin Elliott als Pickelgesichtiger-Pizzabote Louise Melilli als Verwirrte Frau Veronica Brown als Frau Jake Fritz als Luke Doggett Jennifer Hammon als Schwester (Intensivstation)