Hallo Transcipt-Fans, nachfolgend findet ihr die deutsche Übersetzung des englischen Originals. Es handelt sich nicht um das Dialogskript der synchronisierten Version von Pro7. Ich habe mir die Mühe und den Spaß gemacht das englische Skript ins Deutsche zu übersetzen, denn die synchronisierte Fassung weicht aus vielen Gründen immer etwas von dem Originaltext ab. So muss bei der Synchronisierung auf passende Lippenbewegungen geachtet werden. Die Länge der einzelnen Dialoge ist durch das Englische vorgegeben. Dabei muss vieles, was im Englischen kurz und knapp formuliert ist, im Deutschen eigentlich etwas umständlicher und länger übersetzt werden, was bei der Synchronisierung eben nicht geht. Zwangsweise geht dabei etwas verloren. Ich will hier jedoch auf keinen Fall die Arbeit der Synchronisationsfirma schlecht machen, denn unter solchen Einschränkungen zu arbeiten ist nicht einfach. Wie für alle Skripte gilt auch hier: Dies ist kein Ersatz für das Echte, sondern nur ein Vorgeschmack etc. ... Ich kann jedenfalls den Start der neuen Staffel kaum abwarten, denn ich habe auch noch keine Folge gesehen. Das Copyright hat natürlich...Ihr wisst schon. Mein Dank an dieser Stelle gilt vor allem CarriKendl, die das englische Skript getippt und Tiny Dancer, die es mir gemailt hat. Ich hoffe, dass ich alles richtig übersetzt habe. Wenn nicht, dann entschuldige ich mich bereits im Voraus. Beim Übersetzen musste ich einfach ein paar Kommentare loswerden. Da sie den Lesefluss jedoch erheblich stören, habe ich sie als Fußnoten ans Ende gesetzt. Wer sie lesen will, kann es tun. Wichtig ist jedoch die Anmerkung Nr. 3 Diesmal habe ich auch auf die neue deutsche Rechtschreibung geachtet So jetzt genug der Vorrede. Viel Spaß beim Lesen. Sabine Lemmer-Brust Arcadia 6x13 (6AB13) - Übersetzung - SAN DIEGO COUNTY, Kalifornien (Man sieht ein prunkvolles Zeichen für die mit einem Tor versehene Einfahrt zu einer etwas abgehobenen Neubausiedlung mit dem Namen THE FALLS bei Arcadia. Ein Mann, DAVE KLINE, fährt mit seinem Geländewagen auf die Computertastatur zu, mit der das Tor geöffnet werden kann. Er fährt nicht dich genug heran. Ärgerlich öffnet er die Fahrertür, um an die Tastatur zu kommen.) WEIBLICHE COMPUTERSTIMME: Willkommen in THE FALLS. Bitte geben Sie jetzt Ihre Geheimzahl ein. Willkommen in THE FALLS. Bitte geben Sie jetzt Ihre Geheimzahl ein. (DAVE KLINE schafft es schließlich, seine Geheimzahl einzugeben. Ein Summer ertönt und das Tor öffnet sich.) WEIBLICHE COMPUTERSTIMME: Herzlich willkommen Mr. Kline. (Er fährt durch das Tor. Alle Häuser und der Rasen sind perfekt und identisch in Stand gehalten. DAVE KLINE lächelt und winkt einem Nachbarn zu, der in seinem Garten arbeitet. Sobald er jedoch außer Sichtweite ist, hört er sofort auf zu lächeln. Er fährt auf seine Auffahrt direkt vor Garage, in die drei Autos passen. DAVE KLINE steigt aus seinem Auto aus und geht zu seinem Briefkasten. "THE KLINES" steht auf der Seite. Als er ihn öffnet, zieht er erschrocken seine Hand weg. Sie ist voller Farbe. Ein anderer Nachbar, WIN SCHROEDER, steht in der Nähe. Er hält eine Farbdose und einen Pinsel.) WIN SHROEDER: (freundlich) Huch. Hast du Farbe abbekommen, Dave? Ich wollte nicht, dass du bestraft wirst. (Er hält Dose und Pinsel hoch.) Nachbarschaftshilfe. Du musst dich an die Regeln halten. (DAVE KLINE lächelt gezwungenermaßen. Verärgert nimmt er seine Post einschließlich eines kleinen Päckchens. Er lässt den Briefkasten offen und geht ins Haus. WIN SCHROEDER geht zum Briefkasten und schließt den Briefkasten sorgfältig. Im Haus. DAVE KLINE geht in die Küche, wo seine Frau gerade Blumen in einer Vase arrangiert. Er knallt das Päckchen auf den Tisch.) DAVE KLINE:(ärgerlich) Schroeder streicht da draußen unseren Briefkasten an! Weißt du, was ich tun werde? Ich werde das ganze verdammte Haus Rosa streichen. NANCY KLINE: Dave. DAVE KLINE:(er holt eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank) Vergessen wir den Briefkasten, oder was? Ich werde dafür sorgen, dass dieses Haus aussieht, als hättest du's durch das Verkaufen von Kosmetik gewonnen. [1] Was hältst du davon. Ich werde es diesen Ordnungsfanatikern schon zeigen. NANCY KLINE: Schatz, könntest du dich bitte etwas beruhigen? Regeln sind nun mal Regeln. DAVE KLINE: Er malt unseren Briefkasten neu an, weil ich "Desert Sienna" statt "Desert Sage" genommen habe. Dieser Kerl ist ein absoluter Spinner. NANCY KLINE: Schatz... was ist in diesem Päckchen? DAVE KLINE: Weiß ich nicht. Es steht kein Absender drauf. (Er packt es aus. Es ist ein sehr schäbiges Windrad, ein Männchen, das Holz hackt, wenn der Wind den Propeller bewegt.) NANCY KLINE: Oh Gott. DAVE KLINE: Sehr geschmackvoll. (Beide lachen NANCY KLINE dreht den Propeller.) NANCY KLINE: Oh Mann, ich glaube unseren Nachbarn gefällt das bestimmt nicht. (DAVE KLINE überlegt es sich. Später, nachts, steht das Windrad neben dem Schlafzimmerfenster. Der Propeller dreht sich, das Männchen hackt Holz. DAVE KLINE und NANCY KLINE schlafen. Das Holzhacken hört auf. DAVE KLINE wird davon wach. Ein Luftzug bewegt die Gardine. Gruselig.) NANCY KLINE: Schatz... was ist denn (Man hört laute schwere Schritte. Unten knarren die Dielen im Fußboden.) DAVE KLINE: Bleib hier. (Sie schaltet das Licht an, während er aus dem Bett steigt und sich eine Trophäe greift, die er wie einen Schläger hält. Er geht nach unten und sieht sich um. Er sieht große dreckige Fußabdrücke auf dem weißen Teppich. Man kann etwas sehr großes hinter ihm sehen, das sich ihm nähert. DAVE KLINE dreht sich um und schreit als er von dem großen, braunen, schleimigen Ding angegriffen wird. Oben liegt NANCY KLINE zusammengekauert im Bett und horcht, was unten vor sich geht.) NANCY KLINE: Dave? Schatz! (Ein Wasserglas neben ihr auf dem Nachttisch wackelt von den Erschütterungen. Das Schreien hört auf und lautes Fußstapfen kommt die Treppe hinauf. NANCY KLINE fängt an zu schreien. Das Licht im Schlafzimmer geht aus.) SIEBEN MONATE SPÄTER (Eine Frau, PAT VERLANDER vor dem ehemaligen Haus der KLINEs. Sie trägt einen sehr großen Korb, der in Geschenkfolie eingewickelt ist. Auf der Schleife steht: Herzlich Willkommen Nachbarn. Sie sieht sehr nervös aus. Auf dem Briefkasten steht DIE PETRIEs. Ein blauer Kleinbus und ein weißer Umzugswagen fahren auf das Haus zu. MULDER und SCULLY steigen aus dem Kleinbus aus. MULDER trägt ein rosafarbenes Hemd von Izod [2]. Er hat einen dunklen Pullover um die Schultern gebunden. SCULLY trägt eine dunkle bestickte Strickjacke und einen dunklen Rock. Ziemlich spießig. Während der gesamten Folge verhalten sich MULDER und SCULLY vor anderen wie ein freundliches Yuppie-Ehepaar, ewig lächelnd. Manchmal entgleitet ihr Lächeln jedoch. Hier haben die Schauspieler hervorragende Arbeit geleistet.) MULDER: Wow. Sie Dir das an. Was hältst du davon, Schnuckel? Passt das nicht gut zu uns? (SCULLY lächelt nur und geht mit ihm zusammen auf PAT VERLANDER zu.) PAT VERLANDER: (Sehr freundlich) Sie müssen die Petries sein. Herzlich willkommen in THE FALLS. (Sie übergibt SCULLY den Korb und kichert nervös.) MULDER: (Er schüttelt ihre Hand.) Ich bin Rob... (er legt seine Hand liebevoll um SCULLYs Schultern) ... und das ist meine liebe Frau Laura. PAT VERLANDER: Rob und Laura Pe-trie. [3] SCULLY: Eigentlich wird es Pe-trie ausgesprochen. PAT VERLANDER: Oh. MULDER: Wie die Schale. PAT VERLANDER: Es ist so nett Sie kennen zu lernen. Ich bin Pat Verlander. Ich wohne sechs Häuser weiter. Ich bin das Begrüßungskomitee für neue Nachbarn. SCULLY: (Sie kämpft mit dem Korb. MULDER macht keine Anstalten ihr zu helfen.) Schön Sie kennen zu lernen, Pat. PAT VERLANDER: (Sie sieht sehr besorgt auf ihre Uhr.) Es ist schon zehn nach fünf. Ich glaube nicht, dass Sie es schaffen werden. SCULLY: Ich verstehe nicht ganz. PAT VERLANDER: Die Sechs-Uhr-Sperre. Ein Einzug muss bis 18.00 Uhr beendet sein. (SCULLY und MULDER sehen sie verwirrt an.) Das steht in unserer Eigentümerordnung. Es ist eine unserer Regeln. (MULDER, SCULLY und PAT VERLANDER betreten das Haus. Es ist nicht nur sauber, sondern rein. [4] ) MULDER: Wow, die Fotos sind nichts dagegen. (Hinter ihnen tragen bereits ein paar andere Nachbarn Kisten und Möbelstücke hinein.) PAT VERLANDER: (leise zu den anderen Nachbarn) Los Jungs schnell. Beeilt Euch. (MULDER lächelt SCULLY an und tätschelt ihre Schulter. Sie dreht sich um, wahrscheinlich in der Erwartung, dass er ihr mit dem schweren Korb hilft. Er dreht sich jedoch um und sieht sich das Haus an. Sie hält einen Moment inne, stellt dann den Korb auf einen Stuhl, den ein Nachbar gerade hereingebracht hat.) MULDER: Die letzten Besitzer haben es aber sauber hinterlassen. PAT VERLANDER: Was sind Sie von Beruf Mr. Pe-trie? Das war doch richtig, oder? MULDER: (Breites Grinsen, er legt seinen Arm um SCULLYs Schulter und drückt sie an sich) Tja, ich... äh... Ich arbeite hauptsächlich zu Hause, was für Laura natürlich großartig ist. So hat sie mich ganz für sich allein. PAT VERLANDER: (lachend) Oh. SCULLY: Dieses Haus ist wirklich makellos, Pat. Ich würde mich gern schriftlich bei den vorherigen Besitzern bedanken. PAT VERLANDER: D-das ist nett. Ähm... (Sie sieht über MULDERs Schulter zur Tür hinüber.) Gut. (PAT VERLANDER läuft nervös durch die Tür. Sobald sie außer Sichtweite ist, entledigt sie sich MULDERs Arm mit einem Achselzucken. Sie hebt ihre Hände etwas und wirft ihm einen warnenden Blick zu. MULDER nickt. Sie hören Stimmen von draußen.) MANN: (draußen) Beeilt Euch! Los... Los... (MULDER und SCULLY gehen wieder zur Tür hinaus. Bei dem Umzugswagen stehen etwa zehn Nachbarn, die die Sache aus dem Wagen heben und in Haus tragen.) MANN: Los, bewegt Euch, Leute. Schnell. (MULDER und SCULLY begegnen draußen WIN SCHROEDER, der mit einem Stuhl auf dem Kopf auf dem Weg ins Haus ist. Sie sprechen durch die Streben der Rückenlehne.) WIN SHROEDER: Rob und Laura Pe-trie. MULDER: Ja. SCULLY: Pe-trie WIN SHROEDER: Win Schroeder, Ich wohne gleich nebenan. Herzlich willkommen. MULDER: Hi, Win. Nett Sie kennenzulernen. WIN SHROEDER: Keine Angst. Wir sorgen dafür, dass Sie vor sechs eingezogen sind. (zu einem anderen Nachbar) Wie spät? GORDY: 17.19 Uhr WIN SHROEDER: (Er drängelt sich an MULDER und SCULLY vorbei und geht in das Haus) Verzeihung, Nachbar. (Die anderen Nachbarn gehen schnell an ihnen vorbei und nicken MULDER und SCULLY dabei zu.) MULDER: Danke. Vielen Dank. Danke. Danke sehr. Danke. Vielen Dank. (Beim Umzugswagen sieht SCULLY BIG MIKE, ein ziemlich großer gutmütiger Mann, der eine große Kiste mit der Aufschrift "Porzellan" nimmt. SCULLY läuft nervös auf ihn zu und versucht ihm die Kiste abzunehmen.) SCULLY: Ist schon gut. Die werde ich nehmen. BIG MIKE: Nein. Nein, Sie sind verrückt. Die ist schwer. Ich hab' sie.) (Er hievt die Kiste auf seine Schultern, von wo sie natürlich prompt herunterrutscht und auf den Boden fällt. Scherben klirren. BIG MIKE ist zutiefst beschämt.) BIG MIKE: Oh, nein. Ich ... ich... es tut mir leid. Es tut mir so leid.(Eine Frau, CAMI SCHROEDER, kommt schnell zu ihnen rüber.) CAMI SHROEDER: (Tröstend) Mike. Mike, Mike, Mike, ist schon gut. Es ist gut Mike. Geh und hilf Gordy! BIG MIKE: (zu SCULLY) Schicken Sie mir die Rechnung. Ich ... ich... es tut mir leid. (Während BIG MIKE weggeht, um jemand anderem zu helfen, hilft CAMI SCHROEDER SCULLY die Kiste ins Haus zu tragen.) CAMI SHROEDER: Ich bin übrigens Cami Schroeder. Wins Frau. SCULLY: Nett Sie kennenzulernen. Ich heiße Laura. (MULDER hinten am Lastwagen, wo ein Umzugshelfer gerade einen tragbaren Basketballkorb aus dem Wagen zieht.) UMZUGSHELFER: Wo kommt das hin? MULDER: Äh, stellen Sie es in die Auffahrt. WIN SHROEDER: (kommt angelaufen) Halt, halt! Einen Moment. Lassen... lassen Sie uns darüber sprechen. Hmh. Ein Basketball-Fan? Körbe legen... [5] das, äh, das ist nicht gut. Das ist ziemlich auffallend da in Ihrem Vorgarten. MULDER: Auffallend, Win? WIN SHROEDER: Ja, wie nicht gerade ansprechend fürs Auge. Aber vielleicht können Sie eine besondere Erlaubnis von Mr. Gogolalk bekommen. Er ist der Präsident unseres Eigentümervereins. Ich werde es ihm vortragen. Aber jetzt sollten wir es besser... äh in die Garage stellen. (er lacht nervös) MULDER: (er weiß nicht, was er tun soll) Dann tun Sie's in die Garage. WIN SHROEDER: Okay. Dann sollten wir zusehen, dass wir mit dem Einräumen fertig werden. Los, weiter! Los! (Später, MULDERs Omega Uhr zeigt 17:59 Uhr. Das Datum ist der 7.2. Der Umzugswagen fährt weg. MULDER steht in der Tür, sein Arm um SCULLY gelegt. Lächelnd winken sie ihren Nachbarn zum Abschied zu. sobald die Tür geschlossen ist, geht SCULLY in das Wohnzimmer.) MULDER: Oh, Mann. Hier geht nichts merkwürdiges vor sich. (Er folgt SCULLY) Hey... Moment mal. Sie haben mich Sie nicht über die Schwelle tragen lassen (SCULLY zieht ihren Mantel aus und stellt sich MULDER gegenüber.) SCULLY: Sind Sie bereit? MULDER: Lass' uns loslegen, Schnucki. SCULLY: (lächelnd) Okay, auf geht's. (Sie gibt ihm ein paar Gummihandschuhe und geht zu der Kiste, die BIG MIKE hat fallen lassen. Sie öffnet sie. Scherben klirren. Sie holt ein Stück des kaputten Laborgerätes heraus und seufzt.) SCULLY: (Dank unserer netten Nachbarn können wir jetzt keine Blutfleckenverstärkung mit Fluoreszin durchführen.) (MULDER hat sich gebückt und zieht eine Ecke des Teppichs hoch.) MULDER: Nicht, dass das viel ändern würde. Dieses Haus ist so sauber, dass man Computerchips hier bauen könnte. (SCULLY holt eine kleine Viedokamera und schaltet sie an. Sie geht durch den ersten Stock und nimmt dabei auf und kommentiert die Aufnahme.) SCULLY: Okay. Es ist 18.01 Uhr am 24 Februar [6]. Die Agenten Mulder und Scully befinden sich in dem ehemaligen Haus von Nancy und David Kline, die im letzten Juli verschwunden sind, ohne eine Spur zu hinterlassen. Die Klines sind das dritte Paar, das verschwunden ist, seit diese Siedlung 1991 gebaut wurde.) MULDER: Das ist ziemlich ungewöhnlich, wenn man bedenkt, wie verrückt die hier nach guter Nachbarschaft sind. SCULLY: Die hiesige Polizei hat nichts herausgefunden und den Fall ans FBI abgegeben. Der stellvertretende Direktor Skinner [7], der uns den Fall zugewiesen hat, meinte der beste Weg diese Untersuchung durchzuführen, sei undercover als zukünftige Hausbesitzer. Es scheint, als hätte diese am Reißbrett entworfene Gemeinde eine dunkle, vielleicht sogar mörderische Verschwörung des Schweigens zu verbergen. (MULDER tritt dicht vor das Objektiv) MULDER: (verführerisch) Drehen wir jetzt das Flitterwochenvideo? (SCULLY schaltet die Kamera aus. MULDER setzt sich auf die Küchenzeile und zieht seine Gummihandschuhe aus.) SCULLY: Rob und Laura Pe-trie? MULDER: Pe-trie SCULLY: Mulder, sollten wie je wieder undercover ermitteln müssen, wähle ich die Namen aus, einverstanden? MULDER: Klar. SCULLY: Das zeigt mir, dass Sie das hier nicht ernst nehmen. MULDER: Ich nehme es ernst. Ich verstehe nur nicht, warum wir das bearbeiten müssen. Es ist unser erster Fall, seit wir wieder für die X- Akten zuständig sind. Nur, das ist keine X-Akte. SCULLY: Natürlich ist es das. Es ist ungeklärt. Was wollen Sie noch, Außerirdische? Leitstrahlen? MULDER: Wow. Geben Sie es ruhig zu, Sie wollen doch nur "Trautes Heim" spielen. (Es klingelt an der Haustür. SCULLY wirft ihm einen Blick zu und geht zur Tür) MULDER: (fordernd) Weib, komm hierher und mach mir ein Sandwich. (SCULLY hält inne, lächelt etwas, zieht ihre Gummihandschuhe aus, wirft sie ihm an den Kopf und geht weiter zur Tür.) MULDER: Habe ich mich nicht verständlich ausgedrückt? (SCULLY öffnet die Tür mir einem Lächeln. Es ist BIG MIKE mit einer hastig gefüllten Kiste Geschirr.) SCULLY: Hallo, das wäre doch nicht nötig gewesen. BIG MIKE: Oh, bitte. Ich habe mehr Geschirr, als ich brauche. Ich benutze immer dasselbe und dann ... wasche ich es ab. (SCULLY lacht) Ach.. Ich... äh heiße übrigens Mike Raskub. SCULLY: (Sie schüttelt seine Hand) Hallo. BIG MIKE: Big Mike, wie sie unschwer erkennen können. Ich wohne nur eine Straße weiter. (SCULLY bemerkt, dass er eine Kette mit einem Äskulapstab trägt) SCULLY: Das ist ein Äskulapstab. Sind Sie Arzt, Mike? BIG MIKE: Nein, ich bin Tierarzt. Falls Sie sich Tier anschaffen wollen, bin ich gern bereit, es kostenlos zu untersuchen. Es ist nur... Sie dürfen kein Tier haben, dass mehr als 16 Pfund wiegt. Das ist eine unserer Regeln. SCULLY: Das ist wirklich sehr nett von Ihnen, Mike. Bei all dieser Freundlichkeit kann ich gar nicht glauben, dass die Klines weggezogen sind. (BIG MIKE ist ziemlich unbehaglich zumute) Das äh... das war doch ihr Name, nicht wahr? Kline? BIG MIKE: Ich muss jetzt los. (er übergibt ihr das Geschirr, dreht sich um und geht schnell weg. SCULLY schließt die Tür. MULDER ist gerade dabei, etwas von den Rotorblättern eines Deckenventilators abzukratzen.) SCULLY: Mulder... MULDER: Ich heiße ... Rob. SCULLY: Was haben Sie da? (MULDER tut das Abgekratzte in eine Plastiktüte und zeigt es SCULLY. Es ist dunkelbraun, etwa zwei Zentimeter groß.) MULDER: Sieht aus, als hätte das jemand beim Saubermachen übersehen. Denken Sie, dass das Blut ist? SCULLY: Hmh. (sie sehen nach oben und betrachten den Ventilator) Wie ist es da oben hingekommen? GOGOLAKS HAUS 19:49 UHR (GENE GOGOLAKs Haus. Ein paar Nachbarn sitzen am Esstisch. Der Gastgeber, GENE GOGOLAK, ist ein distinguierter älterer Herr. Das Essen ist fast beendet. Sie trinken Kaffee.) PAT VERLANDER: Ich äh... habe nicht sehr viel über sie herausfinden können. Er sagte nur, dass er zu hause arbeite. Das sagt mir, dass sie Geld hat. (Sie lacht nervös) CAMI SHROEDER: Sie scheinen sehr nett zu sein. Ein schönes Paar. BIG MIKE: Ja sehr schön. Sie sind sehr nett. WIN SHROEDER: Was denken Sie, Gene. GENE GOGOLAK: Ladies, mein Kompliment an den Koch. PAT VERLANDER: (sie wird rot, sieht erfreut aus) Cami? Sissy? (PAT VERLANDER, CAMI SCHROEDER und die andere Frau nehmen die Teller und verlassen den Raum.) GENE GOGOLAK: Diese Pe-tries, werden sie mitspielen? WIN SHROEDER: Pe-tries. Bis jetzt ja. Ich passe auf sie auf. BIG MIKE:(nervös) Äh... Mr. Gogolak... (er holt Luft) meinen Sie nicht, dass es... vielleicht besser wäre, wenn wir sie einweihten? WIN SHROEDER:(warnend) Mike... das haben wir beide doch schon durchgekaut. Wir... wir wissen doch nicht, ob wir ihnen trauen können. BIG MIKE: Es ist nur, dass... Es sind so viele... viele Regeln. Vielleicht würden sie sich leichter daran halten können, wenn Sie wüßten was passiert, wenn sie es nicht tun. Das wäre das Richtige, so aus reiner Nachbarschaft. Ich denke, wir sollten sie wirklich einweihen. GENE GOGOLAK:(Sieht ihn durchdringend an) Mein Sohn... Viel Glück dabei. BIG MIKE: (erleichtert) Danke. Äh... Darf ich vielleicht mal ihr... äh... GENE GOGOLAK: Zweite Tür links. (BIG MIKE steht auf und geht ins Badezimmer.) GENE GOGOLAK: (Er ruft ihm nach) Papier ist unter dem Waschbecken. Gordy, zeige es ihm bitte. (GORDY nickt und geht BIG MIKE hinterher, WIN SCHROEDER und GENE GOGOLAK sind allein im Esszimmer.) WIN SHROEDER: Gene? Ich kann ihm das ausreden. GENE GOGOLAK: Win. Er ist ein schwaches Glied und eine Kette ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. (WIN SCHROEDER schaut nicht erfreut, akzeptiert aber widerwillig, was GENE GOGOLAK gesagt hat.) (Später, derselbe Abend. Im Vorgarten ist Licht an. BIG MIKE ist allein in seinem Haus. Er sieht sich im Fernsehen eine Dokumentation über einen primitiven Stamm an. Die Menschen sind stark angemalt und tragen Masken. Sie tanzen und singen.) ERZÄHLER:... ist notwendig für das Überleben. Nichtanpassung an die Stammesstruktur könnte sich als tödlich erweisen. Wenn die Älteren einen solchen Außenseiter innerhalb des Stammes vermuten, versammeln sie sich in einem Kreis, um ein Ritual durchzuführen, das den Schuldigen bloßstellen soll. Die Sänger entscheiden sich für den Schuldigen und er oder sie wird schwer bestraft, manchmal mit dem Tod [8]. (BIG MIKE hört ein Geräusch von draußen. Er sieht, dass das Licht im Vorgarten aus ist.) BIG MIKE: (er springt auf und rennt los, um eine neue Glühbirne zu holen.) Oh, nein. (Draußen, mit einer neuen Glühbirne in der Hand, läuft er zu der Lampe. Er verbrennt sich die Hand, als er die kaputte Birne herausdreht) BIG MIKE: Autsch! (Hinter ihm bewegt sich etwas. Verzweifelt ignoriert BIG MIKE die Schmerzen und schafft es die alte Birne gegen die neue auszutauschen.) BIG MIKE: Komm schon. Los. Nun mach schon. Endlich. (Er seufzt vor Erleichterung und schüttelt etwas Blut von seiner verletzten Hand ab [9]. Hinter ihm kann man einer große, dunkle, schleimige Gestalt sehen, die näher kommt. BIG MIKE dreht sich erschrocken um.) BIG MIKE: Nein... Nein... Nein... nein, ich habe sie doch repariert! Sie ist heile! (BIG MIKE schreit, viel Blut spritzt auf den Abtreter "Willkommen bei Mike". IIIgittt! [10]) (Am nächsten Morgen. WIN SCHROEDER spritzt mit dem Gartenschlauch das Blut von BIG MIKEs Veranda. Er sieht traurig aus. MULDER und SCULLY nähern sich. Sie haben die Geschirrkiste dabei.) MULDER: Morgen. WIN SHROEDER: Oh! Oh, Rob, Laura. ("aus Versehen"??? besprüht er ihre Beine mit Wasser) Oh, tut mir leid. Ähm, guten Morgen. Wie war den die erste Nacht? MULDER: (er sieht SCULLY liebevoll an) Ach, es war wundervoll. Wir haben uns aneinander gekuschelt und wie Babys geschlafen. War es nicht so, mein Schnuckelchen. SCULLY: gequältes Lächeln) Ja, mein Scheißerchen [11]. Win, sind wir beim richtigen Haus. Ich dachte hier wohn Big Mike? WIN SHROEDER: Ja... ja. ich helfe ihm nur ein wenig. Mike musste geschäftlich weg. SCULLY: Was für ein Geschäft? Ich dachte, er wäre Tierarzt? WIN SHROEDER: (lächelt, Pause) Was so ein Tierarzt geschäftlich tut, denke ich. Ich weiß nur, dass er öfter wochenlang weg ist. MULDER: (er deutet auf die Kiste) Dann lasse ich sie einfach hier. WIN SHROEDER: (hält ihn auf) Ich nehme das. Sieht... sieht ordentlicher aus, als sie so einfach hier stehen zu lassen. MULDER: Ansprechender fürs Auge, nicht wahr? WIN SHROEDER: Genau. Hätten Sie Lust heute Abend zum Essen zu uns zu kommen? So um sechs? Wir essen früh. SCULLY: Hört sich gut an. Danke. WIN SHROEDER: Großartig. (MULDER legt seinen Arm um SCULLYs Schulter. Sie gehen weg. MULDER dreht sich wieder um.) MULDER: Ach, Win, äh, Sie erwähnten jemanden, den ich wegen des Baskettballkorbes ansprechen sollte. Wer war das doch gleich? Mr. Gogolak, stimmt's? (WIN SCHROEDER ringt sich ein Lächeln ab.) (Im Haus von GENE GOGOLAK. Es stehen viele Statuen und Gegenstände von primitiven Völkern herum. GENE GOGOLAK sieht in dem dicken Regelwerk für "The Falls" nach. MULDER und SCULLY sitzen sehr dicht nebeneinander auf der Couch. MULDER hat seinen einen Arm um ihre Schulter gelegt. Seine andere hand liegt auf ihrem Arm. Sehr verschmust.) GENE GOGOLAK: Mal sehen tragbarer Basketballkorb. Nein, tut mir leid. Das ist nicht erlaubt. MULDER: Das meinen Sie nicht ernst? GENE GOGOLAK: Ich fürchte schon. Regeln sind Regeln. Es ist zwar nicht viel, ein Basketballkorb, aber von da ist es nicht weit zu bunten Windrädern oder einem Boot in der Auffahrt. MULDER: Mit anderen Worten, Anarchie. GENE GOGOLAK: Es hört sich zwar streng an, aber unser System funktioniert. er stellt das Buch wie eine Bibel erfürchtig auf einen Ständer)Deshalb gehört "The Falls" auch zu den besten geplanten Siedlungen in ganz Kalifornien. Die meisten unserer Hausbesitzer leben hier von Anfang an. (SCULLY streichelt MULDERs Hand liebevoll, dann sieht sie aus, als würde sie bemerken, was sie tut und zieht ihre Hand verlegen zurück. Total niedlich [12].) MULDER: Mir gefällt Ihre Einrichung, Mr. Gogolak. Ist sie, ähm, orientalisch? GENE GOGOLAK: Ja, aus Nepal und Tibet hauptsächlich. Ich fahre dort zweimal im Jahr geschäftlich hin. MULDER: Oh. GENE GOGOLAK: Mir gehört Pier 9 Importe. Ich kann Ihnen gern Rattanmöbel besorgen. Allerdings nur für drinnen. Gartenmöbel sind nicht gestattet. (er tätschelt das Buch) Die Ordnung. (MULDER und SCULLY nicken) HAUS DER SCHROEDERS 18:37 Uhr (Im Haus. MULDER und SCULLY essen mit den Schroeders. Es gibt Weißwein und Thunfischauflauf [13]. Ein kleiner Hund, unterhalb der 16-Pfund-Grenze, bettelt.) WIN SHROEDER: Ä-ä Scruffy [14]. Verschwinde. (zu Cami) Liebling, hast du auch diesmal den delfinfreien Thunfisch genommen? CAMI SHROEDER: Garantiert ohne Delfin, Schatz. WIN SHROEDER: Wir benutzen nur den delfinfreien Thunfisch. MULDER: (essend) Delfine muss man einfach liebhaben...obwohl sie auch nicht schlecht schmecken. (Nach einer Schocksekunde, in der keiner spricht, fängt SCULLY an nervös zu lachen.) WIN SHROEDER: Also... wo haben Sie beide sich kennengelernt. (SCULLY will gerade anfangen zu reden. Wahrscheinlich haben sie sich für solche Fragen etwas abgesprochen, aber MULDER fällt ihr ins Wort [15].) MULDER: Das war bei so einem UFO-treffen WIN SHROEDER: Fliegende Untertassen? Wie interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass Sie sich für sowas interessieren. MULDER: (er legt seinen Arm um SCULLY) Naja, ich nicht so sehr, aber Laura. Sie hat's mit dem New Age. Sie wissen schon, Magnetarmbänder, Kristalle, Stimmungsringe. Was es halt so gibt. (SCULLY verpasst ihm unter dem Tisch einen leichten Tritt, während sie weiter lächelt.) Ich meine, sie ist wirklich verrückt nach dem Zeug. CAMI SHROEDER: Das hätte ich wirklich nicht gedacht, du etwa? WIN SHROEDER: Nein. SCULLY: (gespieltes Lächeln) Kein Scherz. MULDER: Ach Win, wissen Sie, als Sie heute Morgen sagten, BIG MIKE wäre geschäftlich unterwegs, haben Sie ... Nun, ich glaube das stimmt nicht ganz. WIN SHROEDER: So, glauben Sie. MULDER: Mmm. Wir haben in seiner Praxis angerufen, nicht wahr Schnuckelchen? SCULLY: Ja, haben wir. MULDER: Ja. (WIN SCHROEDER räuspert sich unbehaglich.) MULDER: Wir sind am Überlegen, ob wir uns nicht einen Hund anschaffen sollten. Wir wollten ihn um Rat fragen. Na, jedenfalls haben wir in seiner Praxis angerufen, um zu fragen ob sie vielleicht seien jetzige Telefonnummer haben. Sie sagten... SCULLY: ...dass er nicht da wäre und sie nicht wissen, wo er steckt. MULDER: Genau. (Pause.) SCULLY: Wissen Sie, wo er ist, Win? (CAMI SCHROEDER sieht ihren Mann an.) WIN SHROEDER: (verschämtes Lächeln) Das weiß ich auch nicht. MULDER: Hmm. Es ist bestimmt etwas Unheimliches oder Ausgeflipptes. Warum sollte er sonst lügen? Vielleicht hat führt ein wildes Doppelleben. (Er sieht SCULLY an und beide lachen kurz. CAMI SCHROEDER ist ziemlich unbehaglich zumute.) MULDER: Aber jede Gemeinschaft hat ihre Schwachstelle, meinen Sie nicht? WIN SHROEDER: (verteidigend) Wir haben keine Schwachstelle, Was mich betrifft, ist unsere Gemeinschaft der amerikanische Traum. (MULDER nickt.) CAMI SHROEDER: Ich äh... es tut mir leid. Mir ist gerade aufgefallen, dass es schon nach der Zeit ist, um Scruffy auszuführen. SCULLY: Soll ich mitkommen? CAMI SHROEDER: Ja. (MULDER und WIN SCHROEDER erheben sich mit den Frauen. MULDER will SCULLY umarmen, aber sie küsst schnell in die Luft und geht. MULDER grinst. Die Männer setzen sich wieder hin. SCULLY und CAMI SCHROEDER gehen mit dem Hund nach draußen auf die Straße. Draußen ist es dunkel.) SCULLY: Das hier also ist der amerikanische Traum? CAMI SHROEDER: (nicht sehr überzeugend) Äh... ja... nette Nachbarn. Alles Leute, die nur das Beste für ihre Familien wollen. SCULLY: Dann ist das nur nicht ihr Traum? (CAMI SCHROEDER zuckt mit den Schultern) Cami, ich habe bemerkt, dass Sie uns um Mikes Haus geführt haben,... zweimal. machen sie sich Sorgen um ihn? CAMI SHROEDER: Nein... ich weiß gar nicht, was Sie meinen (Der Hund hört etwas und läuft in das Überlaufrohr.) CAMI SHROEDER: Scruffy! Scruffy, komm her! Scruffy, nein! Scruffy! (Sie kniet sich bei dem Rohr hin.) Komm da raus! Scruffy1 Scruffy, komm da raus! (Der Hund bellt weiter.) (SCULLY schaltet ihre Taschenlampe an [16] und kniet neben CAMI SCHROEDER, um in das Rohr zu schauen.) SCULLY: Ich werd' mal nachsehen. CAMI SHROEDER: Können Sie ihn sehen? SCULLY: Nein. (SCULLY sieht BIG MIKEs Kette. ihr Arm ist nicht lang genug, um sie herauszuholen. Während sie es versucht kommt der Hund jaulend zurückgerannt. CAMI SCHROEDER nimmt das zitternde Tier hoch.) CAMI SHROEDER: Oh, Scruffy, Scruffy, ist schon gut. Ist ja gut. Ich bin ja bei dir. SCULLY: (zum Hund) Was hast du denn da? CAMI SHROEDER: Ich muss erstmal tief durchatmen. Das war knapp. (Der Hund hat braunen Schleim an seiner Schnauze. SCULLY nimmt ein Taschentuch und wischt dem Hund die Schnauze ab.) SCULLY: Ich wisch' dir das ab. ja, das machst du fein. CAMI SHROEDER: Okay, bringen wir dich nach Hause. Komm her. (Während sie zum Haus zurückgehen, hebt jemand oder etwas die Abdeckung vom Überlauf hoch und beobachtet sie.) (Später in der Nacht. Haus der "Petries". SCULLY ist im Schlafzimmer. Sie trägt einen einfachen weißen Pyjama und einen Bademantel. Sie telefoniert. MULDER kommt herein.) SCULLY: (am Telefon) Ist gut, Lieutenant. (MULDER, ganz in schwarz gekleidet, zeigt ihr BIG MIKEs Kette, die er aus dem Rohr geholt und in eine Plastiktüte gepackt hat.) MULDER: (flüsternd) Hier. Der Äskulapstab. SCULLY: (am Telefon) Danke. (sie legt auf und betrachtet die Kette) Die hiesige Polizei konnte nichts über... (Sie hält inne, als MULDER, der sein Sweatshirt, das er gerade ausgezogen hat, quer durch das Zimmer, dicht an ihrem Kopf vorbei, auf einen Stuhl schmeißt. Es ist ein wenig von seiner Brust zu sehen, aber er zieht sein graues T-Shirt wieder herunter.) SCULLY: ... Mike Raskub herausfinden. Keine Buchungen auf seiner Kreditkarte. Keiner hat seinen 97er Mercury Villager gesehen. (SCULLY geht ins Badezimmer, während MULDER liest, was auf dem Laptopbildschirm steht.) MULDER: In seinem Haus ist auch keine Spur von ihm zu finden. Im Überlaufrohr habe ich ihn auch nicht gesehen. Ich denke, er ist tot, Scully. SCULLY: (aus dem Badezimmer) Laura. (MULDER sagt sarkastisch mit Lippensprache "Laura".) SCULLY: (aus dem Badezimmer) Win Schroeder? MULDER: Hmh, vielleicht hat Win nur aufgeräumt? SCULLY: Aufgeräumt? Für wen? MULDER: Ich habe keine Ahnung. SCULLY: (aus dem Badezimmer) Mulder, wo wir gerade vom Aufräumen sprechen. Wer hat Ihnen eigentlich beigebracht, wie man eine Zahnpastatube ausdrückt? (Sie hält ihren Arm aus der Tür und zeigt ihm die Tube, die in der Mitte zusammengedrückt ist. MULDER ignoriert es. [17]) MULDER: Hey, was wissen wir über dieses Zeug hier? SCULLY: (aus dem Badezimmer) Ich fahre morgen nach San Diego, um es analysieren zu lassen. MULDER: Gut. SCULLY: (aus dem Badezimmer) Dritte Warnung. (man hört den Toilettendeckel herunterknallen) Toilettendeckel. (MULDER sieht zum Badezimmer hinüber, geht dann zum Bett und legt sich hin.) SCULLY: Welchen Grund gibt es BIG MIKE umzubringen? (SCULLY kommt aus dem Badezimmer. Sie trägt ein Stirnband. Ihr Gesicht ist mit einer grünen Gesichtsmaske bedeckt. MULDER sieht hoch. Er ist erschrocken wegen ihres Aussehens [18]. Ziemlich lustig) MULDER Halt! SCULLY: Was hier fehlt ist die Absicht. Was könnte das Motiv sein? (Sie wirft ihm sein Sweatshirt an den Kopf.) MULDER: Zwanghafte Ordentlichkeit oder das Fehlen derselben. Ist Ihnen aufgefallen, wie besessen die hier alle von den Regeln und der Eigentümerordnung sind. Und wissen Sie was? Sie passen hier wirklich sehr gut her. SCULLY: (Sie sieht ihn bissig an, weil er auf dem Bett liegt) Und Sie nicht. MULDER: (Er rückt sich die Kissen zurecht, um es sich noch bequemer zu machen) Tja, morgen werde ich eine narrensichere Methode ausprobieren, um meine Theorie zu testen. (Er streicht verführerisch über das Bett neben ihm und wackelt mit seinen Augenbrauen [19]. SCULLY zieht ihre Augenbrauen hoch.) MULDER: (versucht sie zu überreden) Komm her, Laura. Du weißt schon... jetzt, da wir verheiratet sind. SCULLY: Scully, Mulder. Gute Nacht. (Mulder erhebt sich vom Bett und nimmt ein Kissen mit. Als er an ihr vorbei geht, sagt er ...) MULDER: Die Stimmung ist hin. (Während MULDER dahin geht, wo auch immer er schläft, seufzt SCULLY und geht ins Bett. [20]) (Am nächsten Tag. MULDER trägt einen großen rosa Plastikflamingo21 nach draußen in den Vorgarten. Der Kamerawinkel lässt ihn groß und mächtig erscheinen. Selbstsicher streckt MULDER seine Hände aus, Handflächen nach oben. Dann ballt er sie zu Fäusten, die er auf sich richtet. Eine Aufforderung an die ganze Gemeinde.) MULDER: Kommt schon. Zeigt's mir. (Er geht wieder nach drinnen. Aus dem Kühlschrank holt er sich eine Packung O-Saft und trinkt direkt aus der Packung [22]. Er geht zum Fenster und sieht, dass der Flamingo bereits weg ist. Er geht nach draußen zum Briefkasten. Er tritt gegen den Pfahl und wackelt so lange, bis der Briefkasten schief steht. Er öffnet die Klappe und klappt die Fahne hoch. Dann, wie eine nachträgliche Idee, schüttet er etwas O-Saft in den Briefkasten [23]. Er geht wieder hinein und trinkt weiter O-Saft. Seine Uhr zeigt 13:54 Uhr. Datum ist der 9.2. [24]. Zeit vergeht. Es ist jetzt 16:54 Uhr. MULDER hat die ganze Packung O-Saft ausgetrunken und muss mal dringend. Er bewegt sich unruhig auf dem Stuhl hin und her. Er macht die Öffnung der Packung größer, sieht sich um, tut's dann aber doch nicht, sondern geht ins Badezimmer. Man hört die Spülung [25]. Er geht wieder zum Fenster zurück. Der Briefkasten steht wieder grade und ist sauber. Er geht nach draußen. Die Fahne ist noch hochgeklappt. MULDER öffnet die Klappe. Er findet ein gefaltetes Stück Papier, auf dem steht: "Seien Sie wie die anderen, bevor es dunkel wird." Er sieht sich um und knüllt den Zettel.) 22:37 UHR (Man hört das Geräusch eines Balles, der gedribbelt wird. WIN SCHROEDER und CAMI SCHROEDER kommen im Bademantel aus ihrem Haus und starren MULDER geschockt an, der seinen Basketballkorb aufgestellt hat und Körbe legt [26].) WIN SHROEDER: Bleib hier. CAMI SHROEDER: (verzweifelt) Halt ihn auf, Win! WIN SHROEDER: Bleib hier. CAMI SHROEDER: Halt ihn auf! (WIN SCHROEDER geht ärgerlich zu MULDER hinüber.) MULDER: Hey, Win. Möchten Sie mitspielen? WIN SHROEDER: Was zum Teufel tun Sie da? (er nimmt MULDER den Ball weg und wirft ihn beiseite.) MULDER: Was *ich* hier tue? (WIN SCHROEDER nimmt den Korb und kippt ihn, damit er ihn wieder in die Garage rollen kann.) MULDER: (tritt dagegen, damit der Korb aufrecht stehen bleibt) Was tun *Sie* denn? WIN SHROEDER: Verdammt, Rob. Gehen Sie da runter! helfen Sie mir dieses Ding nach drinnen zu bringen. MULDER: Warum? Was passiert denn, wenn wir es nicht tun? WIN SHROEDER: Sie wollen es wohl nicht anders? Okay. (Der Boden hinter CAMI SCHROEDER, die nervös nebenan wartet, bewegt sich etwas.) WIN SHROEDER: Sie sind gewarnt worden. MULDER: Gewarnt? Weswegen? CAMI SHROEDER: (schreiend)Nein! Nein! Bitte! (Nebenan, nähert sich CAMI SCHROEDER eine große Gestalt. MULDER lässt WIN SCHROEDER stehen und rennt hinüber. er sieht die Gestalt davon rennen.) MULDER: Stop! (MULDER verliert sie aus den Augen. CAMI SCHROEDER schluchzt verängstigt.) MULDER: Cami... geht es Ihnen gut? (WIN SCHROEDER ist inzwischen auch bei ihnen. Sie sehen, dass das Licht im Vorgarten, wie bei BIG MIKE, kaputt ist.) (Etwas später. Der Basketballkorb steht wieder in der Garage. Die Tür ist zu. SCULLY fährt mit dem Kleinbus in die Auffahrt. Sie trägt eine Einkaufstüte ins Haus. Sie geht ins Wohnzimmer und holt die Testergebnisse heraus. Von oben hört sie Gepolter.) SCULLY: Mulder? (Noch mehr Gepolter, dann hört man Schritte.) SCULLY: Mulder, sind Sie das? (SCULLY nimmt den Schürhaken aus dem Kamin hinter ihr und hält ihn wie eine Waffe. Sie geht nach oben, um nachzusehen. Draußen sucht MULDER den Garten mit der Taschenlampe ab. Er fällt, als der Boden unter ihm nachgibt. Er hebt die Grassode an, auf die er getreten war und entdeckt ein großes Loch. Im Haus ist SCULLY jetzt im Obergeschoss. Sie hört ein lautes Geräusch über sich und ein noch lauteres von unten. Während sie wieder nach unten geht, sieht man jemand auf dem oberen Flur entlang laufen. SCULLY sieht nach oben, findet aber nichts. Sie hört noch ein Geräusch von unten. Langsam geht sie die Treppe hinunter. Sie schwingt den Schürhaken in die Richtung, aus der jemand auf sie zukommt. MULDER duckt sich und hält seine Hand hoch. SCULLY hält inne, kurz bevor sie ihn trifft.) MULDER: Scull...! (Beide schnappen vor Erleichterung nach Luft.) SCULLY: Tut mir leid, Mulder. Jemand war im Haus, MULDER: Um aufzuräumen. Wer auch immer das war, hat meinen Basketballkorb weggetan. Irgendjemand beobachtet uns, Scully, was jedoch kein Nachteil sein muss. (Sie folgt ihm nach oben.) SCULLY: Wie meinen Sie das? MULDER: Ich habe dieses Ding gesehen, das hier alle in Angst und Schrecken versetzt. Und ich nehme alles zurück. Dies ist eine X-Akte. SCHNITT: (GENE GOGOLAKs Haus. Er sieht sich die kaputte Glühbirne von WIN SCHROEDER an. WIN SCHROEDER ist ziemlich aufgebracht.) GENE GOGOLAK: Wie geht es Cami? WIN SHROEDER: (ärgerlich) Was haben wir falsch gemacht, Gene? Gefiel Ihnen unser Abtreter nicht? Habe ich den Gartenschlauch im Uhrzeigersinn aufgewickelt statt gegen den Uhrzeigersinn? GENE GOGOLAK: Halte deinen Rand, Win. Willst du etwa sagen, dass ich etwas damit zu tun habe? WIN SHROEDER: Wer sonst? Es ist dasselbe, was ich in Ihrem Auftrag BIG MIKE antun musste. GENE GOGOLAK: Mein Sohn, atme erst einmal tief durch und denke noch einmal nach. Es ist dein Nachbar, Win. Er ist derjenige. Er bedeutet Ärger, viel Ärger. Du und ich wissen, ein schlechter Apfel im Korb verdirbt alle. SCHNITT: (MULDER und SCULLY sind im Vorgarten. Während SCULLY eine Taschenlampe hält, hebt MULDER eine weitere Grassode hoch und findet noch ein Loch.) MULDER: Bingo! ich denke, wir finden in jedem Garten so ein Loch. So bewegt es sich fort. Dort lebt es. SCULLY: (skeptisch) Im Boden. Diese große Kreatur, die Sie gesehen haben. (Sie sehen sich an. SCULLY seufzt.) SCULLY: Mulder, von großen Kreaturen mal abgesehen. Interessiert es Sie, was ich denke? MULDER: (ein wenig sarkastisch) Aber immer doch. (SCULLY lächelt ein wenig zugeknöpft. Sie bringt MULDER ins Haus, um ihm die Laborergebniss zu zeigen.) SCULLY: Hier sind die Laborergebnisse des San Diego PD [27]. Zuerst die probe vom Ventilator. Getrocknetes Blut und Haare? Weder noch. Das Blut besteht aus Ketchup, die Haare stammen von einem Schrubber. Dasselbe gilt für die Probe von der Hundeschnauze. Sie enthält Kaffeesatz, Eierschalen, Motoröl und etwa 50 weitere Bestandteile. Für die Farbe sorgt Merbromin [28]. Mit anderen Worten, Mulder, Müll. Was auch Sinn macht, denn diese Siedlung ist auf einer ehemaligen Deponie gebaut. MULDER: Eine ehemalige Deponie? SCULLY: Ja. Wir haben das Zeug hier überall gefunden, weil es überall ist. Es befindet sich unter dem Mutterboden. Und diese Wölbung im Vorgarten könnte durch austretende Methangase entstanden sein. Ich verstehe jedoch nicht, Mulder, was das alles mit dem Verschwinden der Leute zu tun hat, das wir hier eigentlich untersuchen. MULDER: Hat es aber. irgendwie ist es ein und dasselbe. Die Klines? SCULLY: Ja? MULDER: Was, wenn sie noch hier sind? SCULLY: Sie meinen, im Garten vergraben? (MULDER nickt) Nun, sobald wir eine forensische Ausgrabung beginnen, fliegt unsere Tarnung auf. (MULDER denkt nach. [29]) (Am nächsten Morgen. Während die anderen Nachbarn geschockt zusehen, steht MULDER dabei, als ein Bagger im Vorgarten anfängt zu baggern. PAT VERLANDER läuft zu ihm hinüber.) PAT VERLANDER: (hysterisch) Was in Gottes Namen tun Sie da? MULDER: Das wird ein Pool. PAT VERLANDER: Im Vorgarten? S-s-s-sind Sie verrückt? Haben Sie in der Ordnung nachgesehen? Sie... sie können hier nicht einfach einen Swimmingpool bauen. MULDER: (MULDER legt seinen Finger an seine Lippen) Nein, es wird kein Swimmingpool. Es wird ein Meditationspool. Ich habe in der Ordnung nachgesehen. (er nimmt das Buch, um sich zu vergewissern.) Es gibt keine Regel, die einen Meditationspool verbietet. Es ist herrlich ruhig. Es wird Ihnen gefallen. (PAT VERLANDER will gerade etwas sagen, sieht aber, dass GENE GOGOLAK und WIN SCHROEDER von der anderen Straßenseite aus zusehen. GENE GOGOLAK nickt ihr zu, dass sie zu ihm kommen soll. Sie verlässt die Auffahrt wieder. MULDER winkt ihnen zu.) GENE GOGOLAK: (zu WIN SHROEDER) Lassen wir ihn ruhig sein eigenes Grab schaufeln. (Später. Nachts. SCULLY kommt aus dem Haus und geht zu dem sehr tiefen Loch.) SCULLY: (leise) Hey. Mulder. (MULDER richtet sich auf. Er hat das Loch durchsucht. Er sieht müde aus. Sein rücken scheint ihm wehzutun.) SCULLY: (zärtlich) Die Klines sind nicht da unten. Vielleicht sollten sie für heute Schluss machen. (MULDER betrachtet die Baggerschaufel. Das häßliche Windrad aus dem Teaser hängt in den Zähnen fest. Er nimmt es ab. Sie betrachten es beide.) MULDER: Sehr geschmackvoll, nicht wahr? (Es hat ein Schild, auf dem steht "Pier 9 Importe".) MULDER: Hey, können Sie ein Ausgrabungsteam herbeordern? SCULLY: Ja. MULDER: Wir müssen noch tiefer graben. SCULLY: Und wo gehen Sie hin? MULDER: Die Preise für Rattanmöbel erfragen? (MULDER überquert die Straße, SCULLY holt ihr Handy und geht ins Haus zurück. Die Kamera schwenkt zum Loch. man kann eine dreckige Hand, die sich durch den Matsch streckt.) SCHNITT: (SCULLY ist im Schlafzimmer. Sie wählt mit ihrem Handy.) SCULLY: (am Telefon) Hallo, hier ist Special Agent Dana Scully. Ich brauche ein forensisches Ausgrabungsteam hier, 450 Autumn Terrace. (Draußen sieht man große matschige Füße ins Haus gehen.) SCULLY: (am Telefon) Nein, nicht morgen. Heute nacht noch. (Sie hört ein lautes Geräusch von unten. Wahrscheinlich das Eintreten der Haustür.) SCULLY: (am Telefon) Entschuldigen sie, kann ich Sie zurückrufen? (Sie hängt auf, greift in die Schublade mit ihrer Unterwäsche und holt ihr leeres Pistolenhalter heraus.) SCULLY: (atemlos und ziemlich beunruhigt) Oh Gott! (Sie hört laute Schritte und man kann matschige Füße die Treppe nach oben steigen sehen.) SCULLY: (flüsternd) Oh Gott! (SCULLY entfernt sich langsam von der geschlossenen Zimmertür. Ein großes Ding nähert sich ihr von hinten. Sie schreit, aber eine große dreckige Hand hält ihr den Mund zu und die Pistole an den Hals.) BIG MIKE: Es will zu Ihnen, Laura. Seien Sie still. Psst. (Er lässt sie los. Sie dreht sich schnell um. BIG MIKE sieht ziemlich schlimm aus. er ist vollkommen dreckig. Er blutet aus mehreren wunden. Sie flüstern.) SCULLY: Was ist denn mit Ihnen passiert? BIG MIKE: Sie müssen hier verschwinden. SCULLY: Warum? (Sie hören lautes Gepolter von unten. BIG MIKE stellt Möbel vor die Zimmertür.) SCULLY: Moment, wer ist da unten? BIG MIKE: Psst. SCULLY: Mike... wer hat Ihnen das angetan. BIG MIKE: Der Übermensch [30]. Es ist unsere Schuld. Die früheren Eigentümer... Wir haben ihn gerufen und jetzt können wir ihn nicht mehr aufhalten. SCULLY: Wen aufhalten. Mike? BIG MIKE: Ich habe versucht ihn zu Schoeder zu bringen. Wissen Sie "Wie du mir, so ich dir". So wie Schroeder ihn zu mir gebracht hat. SCULLY: (beruhigend) Mike, beruhigen Sie sich. Geben Sie mir meine Waffe. Ich bin FBI Agentin. BIG MIKE: Der Übermensch will Sie, Laura. Ihr Mann... er hat zu viele Regeln gebrochen. Ich hatte mich im Abfluss versteckt. Ich habe versucht, ihn zu warnen. (Etwas versucht die Tür aufzubrechen. BIG MIKE schubst SCULLY hinter sich.) SCULLY: Mike, geben Sie mir die Waffen. Geben sie... (BIG MIKE stößt SCULLY in den Wandschrank, schließt ihn an und schiebt die Kommode davor. Etwas wirklich großes kommt durch die Zimmertür. SCULLY hört einige Schüsse, heftige Kampfgeräusche und BIG MIKE schreien. Ekeliges Zeug spritzt durch die Ritzen der Schranktür.) SCHNITT: (GENE GOGOLAKs Haus. MULDER legt ihm Handschellen an.) GENE GOGOLAK: FBI? was habe ich verbrochen? MULDER: (drückt auf den Stuhl) lassen Sie uns mit den Klines anfangen. Sie sind dafür verantwortlich, dass sie jetzt in Einzelteilen in meinem Vorgarten rumliegen. Sie haben Ihnen dieses "Schmuckstück" zukommen lassen. Den Mann mit der Axt. GENE GOGOLAK: Das Windrad. MULDER: Ja, das Windrad. Es ist geschmacklos genug, um die Regeln in Ihrer Ordnung zu brechen. Geschmacklos genug, um sie für den Tot zu kennzeichnen. GENE GOGOLAK: Das würde sich vor Gericht bestimmt gut anhören. Was genau werden Sie antworten, wenn der Richter Sie fragt, wer die Klines umgebracht hat? MULDER: (denkt einen Moment nach, sieht sich um und nimmt dann eine kleine Statue in die Hand.) Eine Tulpa [31]. Ein tibetanisches Gedankenwesen. Eine lebende, atmende Kreatur, durch den Willen desjenigen erschaffen, der die Fähigkeit dazu hat. Die Fähigkeit, die Sie bei Ihren Windrad-Einkaufstouren in den Fernen Osten erlangt haben. Warum tun Sie das? Ich meine, ist es denn wirklich so wichtig, dass alle Briefkästen dieselbe Farbe haben? [32] GENE GOGOLAK: Es ist wichtig, das sich die Leute einfügen. MULDER: Aber Sie wußten nicht genau, worauf Sie sich eingelassen haben, nicht wahr? Sie können es zwar ins Leben rufen, ihm Leben schenken, aber Sie können es nicht kontrollieren. Das Beste, was Sie tun können, ist, ihm aus dem Weg zu gehen. GENE GOGOLAK: Meine Anwälte werden schon dafür sorgen, dass Sie sich so idiotisch anhören, dass ich nicht nur niemals das Innere einer Zelle sehen werde, sondern, dass Sie jeden Ihrer Gehaltsschecks gleich an mich weiterleiten. (MULDER bringt GENE GOGOLAK nach draußen und über die Straße. MULDER sieht, dass die Haustür seines Hauses aufgebrochen und das Licht draußen abgeschaltet ist. Es fesselt GENE GOGOLAK mit den Handschellen am Briefkasten und rennt ins Haus. WIN SCHROEDER kommt aus seinem Haus.) WIN SHROEDER: Gene? GENE GOGOLAK: Neben dir wohnen zwei FBI-Agenten. Aber, kein Grund zur Sorge. Es ist nicht für lange. (MULDER betritt das Haus. Er sieht die großen dreckigen Fußspuren, die nach oben führen.) MULDER: Scully? Scully? (Je näher er dem Schlafzimmer kommt, desto mehr sieht es nach einem Gemetzel aus. Er ist sehr beunruhigt. Er betrachtet die kaputten Möbel, den Dreck und Schlimmeres überall.) MULDER: Scully? (SCULLY klopft gegen die Schranktür.) SCULLY: (im Schrank) Mulder? MULDER: Scully? SCULLY: (im Schrank, erleichtert) Mulder? MULDER: Scully, einen Moment noch. (MULDER schiebt die Kommode beiseite und hilft ihr die Lamellen der Schranktür aufzubrechen. Draußen sieht GENE GOGOLAK ziemlich nervös aus und versucht sich zu befreien.) GENE GOGOLAK: Komm her. Hilf mir. Win, komm her. Win... (WIN SCHROEDER zögert. CAMI SCHROEDER geht zu ihm.) CAMI SHROEDER: (Sie nimmt seinen Arm) Win, Win, Win. Nein. Nein. Er verdient, was er kriegt. (Mit einem letzten Blick auf GENE GOGOLAK drehen sich die SCHROEDERS um und gehen in ihr Haus zurück. Drinnen, versucht MULDER immer noch die Lamellen wegzubrechen.) SCULLY: (im Schrank) Mulder, es war hier. (Sie hören Schreie von draußen.) SCULLY: (im Schrank) Mulder! (MULDER lässt SCULLY sich selbst weiter aus dem Schrank befreien und rennt nach unten und nach draußen. Das große, braune, schleimige Ding schlägt GENE GOGOLAK Kopf ein. Als es mit ihm fertig ist, dreht es sich um und geht auf MULDER zu. MULDER weicht zurück und starrt es geschockt an. Als es fast bei ihm ist, stirbt GENE GOGOLAK, der blutend auf dem Boden liegt, und das große braune, schleimige, Ding löst sich in Dreck auf. MULDER stochert mit seinem Zeh [33] in den Überresten des Monsters herum. Sieht wie ekeliger Matsch aus. SCULLY kommt aus dem Haus gelaufen. [34]) (Tagsüber. Während des Voiceover, kommen MULDER und SCULLY, jetzt in ihren normalen legeren Klamotten aus dem Haus. MULDER versucht den Briefkasten aufzurichten. Dann steigen er und SCULLY in den Kleinbus ein. Ein Umzugswagen folgt ihnen, als sie THE FALLS verlassen.) SCULLY:(voiceover) Einige Bewohner lenken die Schuld an den Morden in der Siedlung auf den Präsidenten der Eigentümervereinigung, GENE GOGOLAK. Es sind dieselben Bewohner, die Agent Mulders Anschuldigungen zurückweisen, nach denen sie in gewisser Weise alle verantwortlich für den Tod GENE GOGOLAKs sind, indem sie behaupten nicht zu wissen, was ihn letztendlich umgebracht hat. Es scheint, als ob die Verschwörung des Schweigens, die die Sünden dieser Gemeinschaft nicht nur überlebt, sondern in ihrem Schöpfer ein letztes Opfer gefunden hat. Zwischenzeitlich wurde THE FALLS bei Arcadia zum sechsten Mal als eine der besten geplanten Siedlungen Kaliforniens bezeichnet. ENDE 1 Das wäre zwar etwas übertrieben, aber die Idee stimmt. Wie hier in Deutschland, wird z.B. Avon von Hausfrauen verkauft. Wer am meisten verkauft bekommt einen extra Bonus. 2 Was auch immer das für eine Firma ist. 3 Dieser Aussprachewitz funktioniert im Deutschen nicht. Im Amerikanischen wird der Name 'Petrie' ungefähr "Pätri" - Betonung auf pä - ausgesprochen. Die Petrischale wird jedoch "Pietrie"- Betonung auf pie - ausgesprochen. Im Deutschen könnte man die Betonung evtl. ändern, wie ich es einfach getan habe. Statt 'Petrie'- Betonung auf pe, wie es richtig ist, sagt man 'petrie' - Betonung auf tri - um die Unsicherheit der Nachbarn hinsichtlich der Aussprache dieses ziemlich merkwürdigen Namens auszudrücken. 4 Kleiner Witz am Rande, sorry, aber mir war danach. 5 siehe Anmerkung 23. 6 Wie war das mit dem Datum auf MULDERs Uhr? 7 Hurra, Skinner ist wieder der Boss! Warum, wird in dem Zweiteiler Two Fathers/One Son gezeigt 8 Das passt so gut in den Kontext, dass man denken könnte, dieses Doku wurde extra für diese Folge gedreht. 9 Seit wann bluten Verbrennungen? 10 Der Kommentar ist nicht nur von mir, sondern auch von CarriKendl. 11 Ob MULDER jetzt aufhört, sie mit diesen Kosenamen zu quälen? 12 Irgendwann klappt es doch noch. Wie ich die Biene aus dem Film hasse. Aber ich will hier keine Diskussion entfachen. Ich gebe mich nur als Shipper zu erkennen. 13 Kennt jemand von euch Straßen von San Francisco? Mike Stone konnte auch nur Thunfischauflauf kochen. 14 Hieß so nicht der Hund bei "Mein lieber Onkel Bill"? 15 Wer hat ihn eigentlich erzogen? 16 Ich hoffe, ihr nehmt auch alle eure Taschenlampen mit, wenn ihr zu den Nachbarn essen geht. 17 Gibt es in den USA etwa keine Zahnpastatuben aus Plastik, die man nicht zusammendrücken kann? Oder ist das nur ein Stilmittel, weil ein typscher Streitpunkt ist? 18 Gut, dass ich jetzt vorgewarnt bin. Ich wäre wahrscheinlich vor Schreck vom Sessel gefallen. Seit wann ist Scully denn so eitel? Hängt es etwa damit zusammen, dass ihr Ausschnitt immer tiefer geht und sie Push- up BHs trägt, noch dazu schwarze unter hellen Oberteilen? Vielleicht der Wink mit dem Zaunpfahl? 19 Hoffentlich macht er das so gut wie Magnum. 20 Mit der Maske???? 21 Hommage an Miami Vice??? 22 Wie war das doch gleich mit dem Haltbarkeitsdatum? Und wo bleibt die gute Erziehung? 23 Übrigens Tropicana O-Saft, der offizielle Akte X O-Saft. Diese Bemerkung stammt von CarriKendl. 24 Sollte eigentlich der 26. Februar sein. Diese Bemerkung stammt von CarriKendl. 25 Und nicht den Klodeckel. Diese Bemerkung stammt von CarriKendl. 26 Die Ausdrücke "dribbeln" und "Korbleger" kenne ich aus dem Sportunterricht. Ich hoffe, sie sind immer noch gebräuchlich. Schule ist schon etwas länger her. 27 Hey, war Detective Kresge auch da? 28 Ein Pharmaprodukt, das in Wasser gelöst, eine rote Farbe annimmt. Es wird zum Desinfizieren von Wunden benutzt. Handelsname in den USA ist Mercurochrome. 29 Hilfe, was kommt jetzt? 30 Heißt im englischen "Ubermenscher". irgendwie habe ich das Gefühl, diese Folge ist ein kleiner Seitenhieb auf uns ordnungsfanatische Deutsche. 31 Den Begriff habe ich aus dem Englischen so übernommen, da ich keine Übersetzung finden konnte. 32 Woher weiß MULDER das mit dem Briefkasten? hat er etwa die verschiedenen Farbschichten untersucht? 33 Nicht mit dem Finger??? 34 Man lässt sie immer noch nicht alles miterleben. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Übersetzer: Sabine Lemmer-Brust < jbrustma@t-online.de > Überarbeitung: spooky17 < spooky17@gmx.de > Die deutschen Folgen-Transcripts (und natuerlich viel mehr) findet ihr hier: http://akte-x.here.de dana d.'s Home: http://dana-d.simplenet.com