Original Transcript by: JoLayne Translation by: All rights reserved. Disclaimer: This transcript is meant as a homage, all characters, plots, quotes, etc. used in her are owned by 20th Century Fox, 1013 Productions and The X-FilesTM. Please don't use this for any commercial gain again without permissions. Enjoy the script and love the show! Emily US MARINESTÜTZPUNKT SAN DIEGO, KALIFORNIEN 21. DEZEMBER BILL SCULLYS HAUS (Eine Hand legt das Jesuskind in einer Weihnachtskrippe zurecht. Die Hand berührt nun ihr eigenes Baby in ihrem Körper. Es ist die Ehefrau von Bill Scully, Tara, hochschwanger. Sie legt eine Weihnachtskarte von einen Tisch auf einen anderen. Wir hören Mrs. Scully im Hintergrund.) MRS.: SCULLY: Hallo! Fröhliche Weihnachten! TARA: Hallo! Hi! MRS.: SCULLY: Wie siehst du aus? Wie soll ich nur meine Arme um dich legen? TARA: Kannst du es glauben? SCULLY: Na du bist ja dick! TARA: Ich weiss, hallo, komm rein! Herzlich willkommen! Hallo mein Schatz! (Küsst Bill.) BILL: So, jetzt quartieren wir euch erst mal ein. Entschuldige bitte die Unterbringen Mum, ich weiss du hattest gehofft, du müsstest nie wieder in einem Stützpunkthaus übernachten. MRS. SCULLYY: Soll das ein Scherz sein? Es ist wundervoll! SCULLY: Es hat genau den gleichen Grundriss, wie unser altes Haus. BILL: Na ja, soll sind die Navy-Häuser eben. TARA: Bill sagt du möchtest bestimmt in deinem alten Zimmer schlafen und das Kinderzimmer richten wir dann in Danas und Melissas Zimmer ein. BILL: Stimmt genau. Na dann mal los. (Nimmt die Koffer und geht zur Treppe.) TARA: Warte, ich helfe dir. BILL: Danke. SCULLY: Mum , alles in Ordnung? MRS. SCULLY: Ja, ich dachte nur an deinen Vater... und Melissa... und wie sehr ich die beiden vermisse. (Das Telefon klingelt) SCULLY: Bill? (Das Telefon klingelt weiter) SCULLY: Hier bei Scully. FRAUENSTIMME: Dana? SCULLY: Ja, entschuldigen Sie, wer ist da? FRAUENSTIMME: Dana, sie braucht deine Hilfe. Geh zu ihr! SCULLY: Wer ist da? (Frau hat aufgelegt. Scully legt auf, hebt aber sofort wieder ab und wählt eine Nummer) MANN AM TELEFON: FBI, San Diego. SCULLY: Hallo, hier ist Special Agent Dana Scully. Meine Dienstmarkennummer ist, ehm, 2317616. Können Sie mich mit einem Telefontechniker verbinden? Ich würde gerne die letzte Nummer zurückverfolgen, von der hier angerufen wurde. HAUS DER FAMILE SIM (Ein schönes Einfamilienhaus. Schaulustige stehen am Straßenrand. Ein RTW parkt vor dem Haus. Bill und Scully halten an. Scully zeigt ihren Dienstausweis einem Polizisten und geht in das Haus. A Fotograph schießt Bilder von dem Telefon, der Hörer liegt daneben. Scully geht die Treppe hoch. Sie geht Richtung Badezimmer zu den Polizisten.) KRESGE: Halt, halt, halt, halt, halt! Warten Sie. Wer sind Sie? SCULLY: Scully, FBI! Können Sie mir sagen, was hier los ist? KRESGE: Na ja, nichts für ungut, Scully, FBI, aber was geht Sie das an? SCULLY: Ich bin angerufen worden, von dieser Adresse hier. Eine Frau, sie sagte, dass hier jemand Hilfe braucht. KRESGE: Wann war das? SCULLY: Vor ungefähr 20 Minuten. KRESGE: Ich bin seit `ner halben Stunde hier und ich garantiere ihnen, von hier hat niemand angerufen. SCULLY: Können Sie mir sagen, was hier passiert ist? (Sie gehen ins Badezimmer. Eine tote Frau liegt in der Badewanne.) KRESGE: Das ist Mrs. Roberta Sim. 40 Jahre alt. Selbstmord. Sie ist mindestens schon drei Stunden tot. Hat sie Sie angerufen? Dann muss es ein Ferngespräch aus dem Jenseits gewesen sein. DRAUSSEN (Scully verlässt das Haus, Bill geht zu ihr.) BILL: Was ist los? Die lachen alle darüber, dass du Anrufe von toten Frauen erhältst. SCULLY: Ich dachte, es sei eine tote Frau gewesen, aber nicht die da drinnen. BILL: Wovon redest du überhaupt? SCULLY: Ich weiss, es ist unmöglich Bill, aber sie klang genau wie sie. BILL: Wie wer? SCULLY: Unsere Schwester, Melissa. IM HAUS (Mr. Sim hält ein kleines Mädchen auf dem Arm. Er unterhält sich mit einer Frau. Scully sieht sehr erstaunt aus, als sie das Mädchen entdeckt. Sie geht zu Officer Kresge.) KRESGE: Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Die Telefongesellschaft hat bestätigt, dass tatsächlich von diesem Anschluss bei Ihrem Bruder angerufen wurde. Aber von diesem Anschluss ist nicht telefoniert worden. Außerdem hat der Telefonhörer daneben gelegen. SCULLY: Und wie erklärt man sich das? KRESGE: Die haben Schwierigkeiten mit der Software. Da muss irgendein ein Fehler gewesen sein. Wie dem auch sei, ich muss hier weitermachen und mit dem Ehemann reden. Außer diesem merkwürdigen Anruf sieht das für mich ziemlich eindeutig aus. Viele melden sich zu Weihnachten von der Verpflegung ab. (Er geht weg) MR. SIM: Setz dich dahin! (Er setzt Emily auf einen Stuhl) KRESGE: Na, wie heißt du? (Keine Antwort) MR. SIM: Du kannst dem Mann ruhig sagen, wie du heißt. BILL SCULLYS HAUS (Die Familie isst zu Abend. Scully wirkt sehr abwesend.) SCULLY: Entschuldigt mich bitte. (Sie verlässt den Raum und geht zum Telefon. Sie ruft Mulder an, spricht aber nicht mit ihm. Mulder rennt zum Telefon, mit Schlafmütze auf dem Kopf.) MULDER: Hallo? Haallooo? (Scully legt auf, sie geht wieder in das Esszimmer zurück.) SCULLY: So, da bin ich wieder. BILL: Ist alles in Ordnung? SCULLY: Ja. TARA: Aua! Na das war heftig. Er tritt wie ein Kickboxer! Sag mal, du hattest doch Mädchen und Jungs, wer hat denn mehr getreten? MRS. SCULLY: Ja, ich hatte zwei sehr kräftige Töchter. TARA: Wisst ihr, ich kann's kaum glauben, dass ich es sage, ich fühle mich zwar fett, aber ich kann's nicht erwarten noch mehr zu kriegen. Das ist unser Baby, unser Sohn und irgendwie gibt das alles einen neuen Sinn. Ich hab' sogar das Gefühl, das Leben war davor auf gewisse Weise weniger bedeutsam. Nur ein Vorspiel. (Scully wirkt unendlich traurig, doch zwingt sich zu einem Lächeln.) IN DER KÜCHE (Scully spült das Geschirr, als ihre Mutter zu ihr geht.) MRS. SCULLY: Was ist mit dir? SCULLY: Gar nichts. Mum, ich freu' mich wirklich sehr für Bill und Tara. MRS. SCULLY: Das sieht man dir aber nicht an. SCULLY: Mum, vor ein paar Monaten erfuhr ich, dass ich aufgrund meiner Entführung, dem was mir angetan wurde, keine eigenen Kinder kriegen kann. MRS. SCULLY: Das tut mir ja so leid. (Sie umarmt Scully.) SCULLY: Das ich eins haben wollte ist mir erst klar geworden seit ich keins mehr kriegen kann. KINDERZIMMER (Danas und Melissas altes Zimmer. Scully versucht zu schlafen. Sie dreht sich um und die Türe wird geöffnet. Scully und Bill laufen herein, sind aber Kinder.) BILL: Dana, wo ist es? Wo ist das Kaninchen? DANA: Das sage ich dir nicht! BILL: Ich werde es finden und kochen. Ich werde Eintopf draus machen. [In der deutschen Version Gulasch, aber die Übersetzung wäre Eintopf] DANA: Wirst du nicht! BILL: Doch, Kanincheneintopf! DANA: Aber du findest dieses Kaninchen niemals! BILL!!! KELLER (Die kleine Dana schleicht die Treppe hinunter und geht in eine Ecke, schiebt einen Werkzeugkoffer vor ein Regel. Sie stellt sich drauf und zieht eine Kiste aus dem Regal. Sie öffnet sie, das tote Kaninchen liegt dort drinnen, übersäht von Maden. Auf der Treppe sitzt ein weiteres kleines Mädchen- Emily.) KINDERZIMMER (Scully wacht auf, da ihr Handy klingelt.) FRAU: Sie braucht deine Hilfe. SCULLY: Wer spricht da? Warum tun Sie das? FRAU: Geh zu ihr. DAS HAUS DER SIMS- 02:54 Uhr (Scully geht zur Türe und klingelt. Ein Licht geht an und Mr. Sim öffnet die Türe. Er hat immer noch seinen Anzug und seine Krawatte an.) SCULLY: Mr. Sim, mein Name ist Dana Scully. Ich bedaure Ihren Verlust und es tut mir leid, Sie um diese Uhrzeit zu stören. MR. SIM: Was wollen Sie? SCULLY: Ich erhielt einen Anruf vor einer knappen Stunde. Ich wurde mit meinem Namen angesprochen und mir wurde erzählt, ich solle jemand helfen... einer Frau. Ich ließ den Anruf zurückverfolgen und er kam von Ihrem Anschluss. MR. SIM: Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen. SCULLY: Es war schon das zweite Mal und ich möchte wissen, was hinter der Sache steckt. MR. SIM: Sie waren schon einmal hier. SCULLY: Ja. SIM: Der Detective erzählte mir etwas von einer Telefonpanne. Ich bin gerade mitten in einem Meeting. (Scully sieht in das Haus. Zwei Männer in Anzügen befinden sich im Haus.) Niemand hat Sie von hier angerufen. Nicht heute früh und bestimmt nicht heute Nacht. Sie können sich vorstellen, dass heute ein schlimmer Tag für mich und meine Tochter war. SCULLY: Ich verstehe. SIM: Wenn Sie verstehen, dann hören Sie auf mich mit diesem... Unsinn zu belästigen. Bitte. (Er schließt die Türe und macht das Licht aus. Scully geht zurück zu ihrem Wagen und fährt weg.) POLIZEIREVIER (Scully wartet auf Kresge.) KRESGE: Scully, FBI. Was kann ich zu dieser unchristlichen Zeit machen? SCULLY: Ich möchte alles über den Roberta Sim Fall wissen. KRESGE: Der Roberta Sim Fall? (Sie nickt.) Es gibt keinen Roberta Sim Fall. Es war ein einfacher Selbstmord. Wir beide haben dies schon einmal besprochen, nicht? SCULLY: Wie immer Sie das nennen mögen, Ich wäre dankbar, wenn Sie mir alles sagen würden, was Sie wissen. (Pause) Im Geiste der Weihnacht. [Sorry, der Satz ist etwas sehr frei übersetzt. Im Film heißt es: „Es ist immerhin Weihnachten."] SPÄTER (Eine Kiste mit Gegenständen liegt auf dem Tisch. Scully schaut sie sich an. Sie schaut sich ein Foto von Robertas zerschlitzten Handgelenk an. Ein Polizeibericht.) KRESGE: Wonach suchen Sie? Können Sie mir das mal sagen? SCULLY: Hier steht, dass Ihre Leute schon mal vor zwei Wochen bei den Sims gewesen sind. Ging es um irgendwelche Streitigkeiten? KRESGE: Wir waren da, weil sich die Nachbarn beschwert hatten. Sie schreiten einander an. Unzufriedene Leute. Glückliche Leute neigen nicht dazu sich umzubringen. (Scully liest den Bericht weiter.) SCULLY: Sie haben Sie auf Gift untersucht? KRESGE: Ja, das machen wir immer so. SCULLY: Hier steht, sie fanden große Mengen von Doritripan. KRESGE: Irgendein neues Migränemittel. Wenn man genug davon nimmt trägt man irgendwann `ne Wolke als Hut. Na ja, ich denke sie hat eine Menge davon genommen und dann... (Er streicht mit seinem Finger über sein Handgelenk und macht ein schlitzendes Geräusch.) Wir fanden etliche leere Packungen im Badezimmer. Auch etliche in ihrer Handtasche. (Scully schaut sich die Handtasche an. Sie sieht die Packungen. Sie nimmt ein Foto von den kleinen Mädchen, Emily, an ihrem dritten Geburtstag.) SCULLY: Kann ich mir das leihen? (Kresge nickt.) BILL SCULLYS HAUS (Scully geht in das dunkle Haus. Sie geht zum Bücherregal und nimmt zwei Fotoalben heraus. Sie sezt sich auf die Couch und blättert das erste durch. Im ersten Album sind die Scully-Sprösslinge noch Babys. Sie sieht ein Foto von Melissa, Japan-1966. Scully nimmt Emilys Foto heraus und vergleicht es mit Melissas. Die beiden Mädchen sehen völlig gleich aus.) AM NÄCHSTEN MORGEN (Scully tippt an ihrem Laptop. Sie sucht im Internet nach einer Auflistung von Lebendgeburten. Sie tippt Sim, Emily ein und sucht. Emilys Daten werden angezeigt.) SCULLY: Sie wurde adoptiert. (Sie steht auf und ruft jemand an.) Danny, ich bin's Dana... Dir auch frohe Weihnachten... Ich, ich frage mich, ob du mir einen Gefallen tun könntest... Ich brauche die ganze Fallakte meiner Schwester, Melissa Scully. Ja, die Spurensicherungserkenntnisse und die der Autopsie und auch die Computertomographie. Gut, aber schick sie zur Außenstation in San Diego. So schnell wie möglich. OK. Danke Danny. (Scully legt auf, nimmt ihre Brille ab und reibt sich die Augen. Sie legt die Brille auf den Tisch. Ein Lichtstrahl wird am Glas reflektiert. Der Bildschirm wird weiß und ein Kreuz erscheint. Wir sehen ein kleines Mädchen, dass an der Hand eines Mannes geht. Sie gehen durch eine volle Kirche. Sie gehen zum Sarg, der am Ende der Kirche steht. Blutiges Wasser fließt vor dem Sarg. Es fließt auf den gleichen Fliesen, die auch die Sims im Badezimmer haben. Das kleine Mädchen geht zum Sarg und sieht hinein. Da drinnen liegt Roberta Sim. Der Sarg ist voll Wasser und Blüten. Roberta öffnet die Augen. Das Mädchen springt zurück und sieht den Mann an. Es ist Mr. Sim.) MÄNNERSTIMME: Dana? (Gegenwart, Scully schrickt aus dem Schlaf.) SCULLY: Was? (Scully sieht hinter sich und erblickt Bill.) BILL: Hast du hier die ganze Nacht verbracht? SCULLY: Zumindest einen Teil. (Sie schließt ihr Laptop.) BILL: Ich dachte, du machst Urlaub? Was arbeitest du, dass so wichtig sein könnte? SCULLY: Es ist Arbeit liegengeblieben. BILL: Kommst du mit uns? SCULLY: Ich muss noch etwas arbeiten. Kann ich später zu euch stoßen? BILL: Wie willst du dahin kommen? SCULLY: Ich, ... äh, leihe ein Auto. BILL: Na ja, OK. Wir erwarten dich zum Mittagessen. (Scully lächelt und Bill verlässt den Raum. Kurze Zeit später geht sie mit ihrem Laptop und ihrer Aktentasche.) POLIZEIPRÄSIDIUM (Scully geht an den Schreibtischen vorbei. Sie geht zu Kresges Büro. Er sitzt an seinem Schreibtisch und sieht Scully.) KRESGE: Agent Scully, Sie waren seit... was? Vier Stunden nicht mehr hier! Ich habe mir schon sorgen gemacht. SCULLY: Ich möchte eine Autopsie für Roberta Sim beantragen. Ich denke, sie wurde ermordet. KRESGE: Sie hatten doch nicht schon wieder einen Anruf? SCULLY: Ich denke es war vielleicht der Ehemann. KRESGE: Woher haben Sie den diese Idee? Möchten Sie Kaffee? SCULLY: Nein, danke. KRESGE: Er hat ein wasserdichtes Alibi. Mr. Sim war den ganzen Morgen mit seiner Tochter beim Arzt. Ich habe das überprüft. SCULLY: Ich habe mir heute morgen die Fotos noch einmal angesehen. Es waren keine Verzögerungsschnitte an ihren Pulsadern zu sehen. Selbstmördern geling selten beim ersten Mal der tödliche Schnitt. KRESGE: Selten, aber nicht immer. Ist das alles, was Sie haben? SCULLY: Nein. Warum lag der Telefonhörer daneben als Sie kamen? KRESGE: Die Ehefrau legte ihn dorthin. Ich denke, sie wollte nicht gestört werden. SCULLY: In Ihrem Bericht steht, dass der Ehemann Sie gerufen hat, nachdem er seine Frau gefunden hatte. KRESGE: Ja. SCULLY: Aber wenn der Hörer daneben lag als er kam, wie konnte er Sie dann anrufen? Fand er ihn so, rief Sie an und hatte die Geistesgegenwärtigkeit ihn so hinzulegen, wie er ich vorgefunden hatte? Ergibt das für Sie einen Sinn? KRESGE: Was schlagen Sie vor? SCULLY: Ich bin der Ansicht, dass es Fragen gibt, die weitere Ermittlungsarbeit erfordern. Ordnen Sie eine Autopsie an. AUTOPSIEZIMMER- KRANKENHAUS (Scully führt die Autopsie an Mrs. Sim durch. Sie unterhält sich mit einem anderen Arzt.) SCULLY: Der Mageninhalt besteht anscheinend aus Kaffee, Toast und Wassermelone. Aber keine Tabletten. Wir haben leere Probepackungen von Doritriptan Succinat gefunden, aber ich finde keinen Hinweis, dass sie die Tabletten eingenommen hat. ARZT: Aber wir haben Spuren von Doritripan in ihren Blut gefunden. SCULLY: Aber warum sind sie dann nicht in ihrem Magen? ARZT: Es wurde vom Blutkreislauf absorbiert. SCULLY: Nein, ich glaube nicht, dass die Absorbtion so vollständig war so kurz vor ihrem Tot. ARZT: Aber wie ist es dann in ihren Blutkreislauf gekommen, Ms. Scully? POLIZEIPRÄSIDIUM KRESGE: Durch eine Spritze? SCULLY: Sie hat einen Einstich in ihrer rechten Ferse, der ziemlich klein und auch leicht zu übersehen ist. Und das war glaube ich beabsichtigt. (Der Arzt ist auch da.) Ich glaube, diese Frau wurde mit der Injektion ruhig gestellt, so dass sie sich gegen die Selbstmordinszenierung nicht mehr wehren konnte. KRESGE (Zum Arzt): Was sagen Sie dazu? ARZT: Das wäre eine Möglichkeit. Es wäre aber auch möglich, dass diese Frau nur auf `ne Reiszwecke getreten ist und der Rest nur aus der Luft gegriffen ist. SCULLY: Ich halte die Eröffnung einer Morduntersuchung für gerechtfertigt. HAUS DER FAMILIE SIM (Mr. Sim geht ins Wohnzimmer, das von Polizisten durchsucht wird. Er sieht Scully und Kresge.) SIM: Das ist Ihr Werk, oder? Sie hatten einfach nicht den Anstand mich und meine Tochter in Ruhe zu lassen. KRESGE: Mr. Sim, bitte. Jetzt beruhigen Sie sich doch und lassen Sie uns unsere Arbeit machen, OK? SCULLY: Mr. Sim, wo ist Ihre Tochter? SIM: Warum? (Scully starrt ihn wütend an.) Sie ist bei Freunden. Zum Glück muss sie das nicht mit ansehen. (Eine Polizistin kommt hinzu.) POLIZISTIN: Detective, das war hinterm Haus im Abfall. (Sie gibt Scully einen Beutel mit einer Spritze. Sie nimmt einen Gummihandschuh und hält die Spritze hoch.) KRESGE: Können Sie das erklären? SIM: Ja. Meine Tochter wird wegen Anämie behandelt. Sie braucht täglich eine Spritze. SCULLY: Wir prüfen das nach. (Scully und die Polizistin gehen weg.) Ich möchte, dass hiervon ein PCR-Test gemacht wird, damit wir wissen, wessen Blut das ist.) POLIZISTIN: OK. (Sie nimmt die Tüte und geht. Scully geht zu den beiden zurück. Sie sieht durch das Fenster zwei Männer in einem Auto sitzen. Sie fahren weg.) BILL SCULLYS HAUS (Dunkel. Scully geht hinein und macht das Licht im Esszimmer an. Ein großer Umschlag liegt auf dem Tisch. Sie öffnet ich und setzt sich. Sie nimmt das PCR-Bild von Melissa aus dem Bericht und vergleicht es mit Emilys von der Untersuchung. Scully ist den Tränen nahe, als sie sieht, dass sie identisch sind.) MRS. SCULLY: Dana? Bist du in Ordnung? Es ist zwei Uhr morgens. Wo warst du den ganzen Tag? Wir haben mit dem Mittagessen auf dich gewartet. SCULLY: Mom... setzt dich. (Sie setzt sich.) Die Frau, die Selbstmord begangen hat, hatte eine Adoptivtochter. Sie ist drei Jahre alt und heißt Emily. Ich habe eine Probe von ihrem Blut einem DAN-Test unterzogen. Das nennt man PCR-Test. Das... (Sie reicht das eine Bild hinüber.) ist Emilys. Und das (sie gibt ihr das andere.) ist Melissas. Wir haben es nach ihrer Ermordung anfertigen lassen. Sie stimmen überein. MRS. SCULLY: Was bedeutet, sie stimmen überein? SCULLY: Es bedeutet, dieses Mädchen, die kleine Emily, ist Melissas Tochter. SPÄTER (Mrs. Scully und Scully sind im Esszimmer. Mrs. Scully sitzt am Tisch und Scully beugt sich über sie. Wir sehen das Foto von Emily und das von Melissa von 1966.) MRS. SCULLY: Das ist unmöglich. SCULLY: Du kannst nicht leugnen, dass eine bemerkenswerte Ähnlichkeit besteht. MRS. SCULLY: Melissa war drei Jahre alt, als dieses Bild gemacht wurde. Sie war fast noch ein Baby. Alle Kinder sehen sich in diesem Alter ähnlich. SCULLY: Aber unheimlich ist es doch schon. Emily sieht genauso aus wie Melissa. Deshalb ließ ich den PCR-Test machen. Ihr Aussehen kann sich verändern, aber ihre DNS nicht. MRS. SCULLY: Und der Test ist sicher? SCULLY: Die Wahrscheinlichkeit, dass Melissa Emilys Mutter ist beträgt 60%. Ich werde einen zweiten Test machen lassen. Es wird einige Tage dauern, aber dann wissen wir es genau. MRS. SCULLY: Ich bin sicher, dass deine Schwester kein Kind hatte. Sie hätte es mir gesagt. SCULLY: Mom, weißt du noch, vor vier Jahren, als Melissa weg ging? Sie ist die ganze Zeit an der Westküste umher gereist und wir wussten die meiste Zeit nicht wo sie war. MRS. SCULLY: Willst du sagen, sie war schwanger und wollte nicht, dass wir es wissen? SCULLY: Das war 1994. Emily wurde im September geboren. Sie hätte sie zur Adoption freigeben können und niemand von uns hätte es erfahren. MRS. SCULLY: Dana, hör mir zu. Ich weiss, was du durchmachst. SCULLY: Mom, das hat nichts mit dem zu tun, was ich durchmache. MRS. SCULLY: Ich habe das gleich gemacht. Als dein Vater starb hat es lange gebraucht, bis er mich verließ. Ich sah ihn in meinen Träumen. Das Telefon klingelte und für einen Moment war ich fest überzeugt, es sei seine Stimme. Du machst das gleiche mit Melissa. Du siehst sie in diesem Kind, aber das macht sie nicht zu meiner Enkelin. Wir sind auch nach ihren Tod mit ihnen verbunden. VERGANGENHEIT IN SCULLYS HAUS (Weihnachten. Scully geht als Teenie in das Wohnzimmer.) JUNGE DANA: Sieh dir all die Geschenke an. JUNGE MELISSA: Dana, sei leise, sie hören uns noch. (Sie beide gehen zum Baum und schütteln die Geschenke. Dana hält eins hoch.) JUNGE DANA: Das hier ist für mich. JUNGE MELISSA: Davon träumst du. Das ist für Bill, du Trottel. (Dana hält etwas hoch, das wie eine verpackte LP aussieht.) [für alle jüngeren Leser: eine LP ist eine Langspielschallplatte.] JUNGE DANA: Aber das wird's sein. Es ist bestimmt „Hotel California". JUNGE MELISSA: Pst. Du wirst noch die anderen wecken. (Dana hält ein weiteres Geschenk hoch, es ist lang und schmal.) JUNGE DANA: Ich frage mich, was da drin ist. JUNGE MELISSA: Ich weiss es nicht, aber ich habe auch so eins. MRS. SCULLY: Du brauchst es nicht schütteln, Dana. Ihr dürft sie jetzt schon öffnen. (Die Mädchen lächeln und öffnen sie. Beide bekommen das gleiche Goldkreuzkettchen.) JUNGE MELISSA: Danke, Mom. MRS. SCULLY: Eure Oma hat mir auch eins geschenkt, als ich in eurem Alter war. (Sie zieht Dana eins an.) JUNGE DANA: Es ist hübsch. MRS. SCULLY: Es bedeutet: Gott ist bei euch. Er wacht über euch wohin ihr auch geht. (Die junge Dana sieht hoch und sieht Scully, die sie anlächelt.) SCULLYS SCHLAFZIMMER/ KINDERZIMMER (Es klopft an der Türe. Sie wird von Tara geöffnet.) TARA: Dana? Hi. Es tut mir leid, dass ich dich wecke, aber da ist ein Detective, der dich sehen möchte. SCULLY: Ich komme gleich runter. ESSZIMMER (Tara steht an der Theke. Der Detective sitzt am Tisch. Mrs. Scully bringt ihm eine Tasse Kaffee. Scully kommt hinzu. Sie bemerken, dass sie kommt und der Polizist steht auf und entfernt sich mit Scully.) KRESGE: Ich weiss, dass es früh ist. SCULLY: Das ist kein Problem. KRESGE: Wir haben etwas interessantes über Mr. Sim herausgefunden. SCULLY: Was? KRESGE: Banküberweisungen. Sehr große. $30.000 pro Überweisung. In den letzten drei Monaten. Alle Schecks waren an seine Frau adressiert. Der letzte wurde gestern ausgestellt, nach dem Tod. SCULLY: Von wem? KRESGE: Einer pharmazeutischen Firma in Chula Vista. TRANSGEN PHARMAZIE (Tag. Draußen. Mehrere Leute gehen durch den Garten.) SCULLY: Dr. Calderon? CALDERON: Ja? ( Ein Mann dreht sich um, als Scully und Kresge zu ihm gehen.) SCULLY (streckt ihm die Hand entgegen): Ich bin Agent Dana Scully vom FBI und das ist Detective Kresge vom San Diego Polizeiministerium. CALDERON: Was kann ich für Sie tun? KRESGE: Wir ermitteln den Tod von Roberta Sim. CALDERON: Wann ist es passiert? SCULLY: Sie kannten Mrs. Sim? CALDERON: Ihre Tochter Emily war hier eine Patientin. SCULLY: Weshalb haben Sie sie behandelt? CALDERON: Sie war Bestandteil einer klinischen Studie. Wir entwickeln Therapien mehrere Blutkrankheiten. Emily hat eine sehr seltene Anämie. Sie ist ein sehr krankes kleines Mädchen. SCULLY: Wie sind ihre Prognosen? CALDERON: Ich befürchte, das kann ich nicht sagen. Es sind noch laufende Untersuchungen, es kann ein paar Jahre dauern, bis die ersten Ergebnisse da sind. KRESGE: Haben Sie die Familie dafür bezahlt? CALDERON: Emily ist ein spezieller Fall, wir waren froh, dass wir sie gefunden hatten. KRESGE: Wie fanden Sie sie? CALDERON: Ihr Vater machte sie auf uns aufmerksam. SCULLY: Warum wurden dann die Schecks auf die Mutter ausgestellt? CALDERON: Wie soll ich sagen? Diese Bezahlungen sollten unseren Guten Willen symbolisieren. Sie war von der Behandlung nicht überzeugt. SCULLY: Sie wollte Emily aus dem Programm nehmen? CALDERON: Sie reichte zwar die Papiere ein, aber ihr Mann zog sie zurück. SCULLY: Haben Sie Emily jemals Doritriptanspritzen verschrieben? CALDERON: Nein, ich verschrieb es dem Ehemann. SIM DER SIMS (Tag. Es klopft an der Türe. Mr. Sim kommt Kaffee trinkend um die Ecke. Er öffnet die Türe. Draußen stehen Scully, Kresge und einige uniformierte Polizisten.) KRESGE: Marshal Sim, Sie sind verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen der Mörder von Roberta Sim zu sein. (Kresge legt ihm Handschellen an.) SIM: Was? SCULLY: Wo ist Emily? SIM: Sind Sie noch bei Verstand? KRESGE: Sie haben das Recht zu schweigen... SIM: Ich habe sie nicht umgebracht. (Scully geht durch das Haus.) KRESGE: Alles, was Sie von jetzt an sagen kann und wird bei Gericht gegen Sie verwendet werden. (Scully sieht Emily auf der Treppe.) Sie haben das Recht auf einen Anwalt. Wenn Sie sich keinen leisten können... VOR DEM HAUS (Eine Frau öffnet die Türe eines Minivans. Scully und Emily gehen Hand in Hand vom Haus weg. Scully hilft Emily in den Van und in den Kindersitz.) SCULLY: So, lass uns dich verstauen. (Sie sieht den Kindersitz an.) Wir setzen dich hier schön sicher rein, okay? (Emily sieht ihr Goldkettchen. Emily berührt es, als es nach vorne fällt.) Das gefällt dir, nicht? (Emily lächelt. Scully zieht es aus und Emily an. Die Frau berührt Scullys Schulter.) Ich seh' dich bald wieder, okay? (Emily nickt. Scully steigt aus dem Wagen und schließt die Türe. Scully und Emily sehen sich an, als der Wagen losfährt.) BILL SCULLYS HAUS (Es ist Weihnachtsabend und die Party ist im vollen Gang. Scully sitzt allein am Fenster. Jeder amüsiert sich. Mrs. Scully sitzt mit Tara auf der Couch.) MRS. SCULLY: Jedes Jahr bestand mein Mann darauf, den Engel auf den Baum zusetzen. BILL: Männerarbeit. (Sie lachen. Bill sieht zu Scully, die in einer eigenen Welt scheint.) Dana, hilfst du mir in der Küche? (Sie folgt Bill in ebendiese.) KÜCHE SCULLY: Was gibt's? BILL: Warum sagst du mir nicht, was dich bedrückt? SCULLY: Was meinst du? BILL: Du bist nicht hier, du bist eine Million Meilen entfernt. Ich dachte, du seiest hier, um die Familie zu sehen. SCULLY: Das bin ich. BILL: Ich dachte, die Sache sei erledigt. Ich dachte, ihr habt den Mörder der Frau. SCULLY: Haben wir. BILL: Dann geht's um das kleine Mädchen, nicht wahr? Mom, hat es mir erzählt. Glaubst du wirklich, es sei Melissas Baby? SCULLY: Ja, das glaube ich. BILL: Und sie rief dich aus dem Jenseits an, um dir das zu sagen? Das klingt doch eher nach Mulder. SCULLY: Es ist egal, wer mich anrief. Was wichtig ist, ist dass mich ein kleines Mädchen braucht. BILL: Es geht doch gar nicht um das Mädchen, Dana. Es geht um dich. Es geht um eine,... Leere in dir, die du versuchst zu füllen. SCULLY: Bill, ich erwarte nicht, dass du mich verstehst. (Mrs. Scully unterbricht die beiden.) MRS. SCULLY: Dana, da ist ein Anruf für dich. (Scully verlässt die Küche und geht ans Telefon.) SCULLY: Hallo? KRESGE: Frohe Weihnachten, Agent Scully. Ich habe ein kleines Weihnachtsgeschenk für Sie. Marshall Sim hat gerade gestanden. SCULLY: Er gab zu an dem Morgen im Haus gewesen zu sein? KRESGE: Ich habe ein unterschriebenes Geständnis. SCULLY: Was ist mit den Zeugen, die ihn gesehen haben wollen? KRESGE: Die haben sich wohl vertan. SCULLY: Vielleicht nicht. Wo ist er jetzt. KRESGE: Im Gefängnis. SAN DIEGO BEZIRKSGEFÄNGNIS (Ein Auto hält an, Scully und folgt einem anderen Auto durch das Tor. Sie sieht die zwei Männer, die vor Sims Haus geparkt haben wegfahren.) IM GEFÄNGNIS (Scully, Kresge und ein Hilfssheriff gehen durch die Halle.) SCULLY: Haben sie sich ausgewiesen? HILFSSHERIFF: Sie sagten, sie seien seine Anwälte. SCULLY: Wie lang waren sie hier? HILFSSHERIFF: Zehn, fünfzehn Minuten. (Sie gehen zur Zelle, Sim er hängt mit dem Bettlaken erhängt von der Decke.) Verflucht! (Der Hilfssheriff öffnet die Türe, als Scully in diese hineinsieht. Sim lebt noch, der Hilfssheriff löst das Laken.) BILL SCULLYS HAUS (Scully geht hinein. Die Party ist vorbei. Der Kamin ist noch an. Scully betrachtet die Krippe.) BILL: Wann bist du wiedergekommen? SCULLY: Gerade. BILL: Du kommst noch rechtzeitig. Ich wollte gerade rüber zu den Nachbarn. Mom und Tara sind schon drüben. Was ist? Was ist passiert? SCULLY: Marshall Sim, Emilys Adoptivvater ist tot. Sie haben es nach Selbstmord aussehen lassen, wie bei seiner Frau. BILL: Oh Gott. Weisst du, wer es war? SCULLY: Nein. BILL: Denkst du, es hat etwas mit dem kleinen Mädchen zu tun? SCULLY: Vielleicht. BILL: Dana, ich muss dir etwas zeigen. KINDERZIMMER (Bill öffnet eine Schublade und nimmt ein Foto heraus. Er gibt es Scully. Es ist ein Foto von Melissa, wie sie in Anazie aussah.) BILL: Schau auf die Rückseite. (Scully dreht es um. Oct. 7-94.) Sieht Melissa in deinen Augen schwanger aus? Es ist nur ein paar Wochen, bevor das Mädchen geboren wurde. SCULLY: Bill, das sagt gar nichts. Sie muss nicht schwanger gewesen sein um ein Baby zu haben. Es könnte eine künstliche Befruchtung und eine Leihmutter gewesen sein. BILL: Dana, hör dir doch mal zu. Du malst dir das doch alles in deinen Träumen aus. SCULLY: Was für ein Traum? BILL: Ein Kind zu haben. Schau... Ich verstehe dich. Ich kenne dein Bedürfnis. Tara und ich haben es auch jahrelang probiert. Aber dieses Kind zu Melissas Tochter zu machen ist nicht der richtige Weg. Du tust dir doch nur selber weh. (Es klingelt an der Türe.) FOYER (Bill öffnet die Türe. Es ist die Frau, die Emily mitnahm.) SUSAN CHAMBLISS: Hallo, ist Dana Scully zu sprechen? BILL: Dürfte ich fragen, was... CHAMBLISS: Ich bin Susan Chambliss vom Verwaltungsbezirk. Es geht um die Adoption. SCULLY: Danke, dass Sie am Heiligen Abend kommen konnten. CHAMBLISS: Oh, kein Thema. WOHNZIMMER (Scully ist den Tränen nahe.) SCULLY: Das verstehe ich nicht. Ich finde, ich habe ein Recht zu erfahren, warum Sie meinen Antrag ablehnen. CHAMBLISS: Es ist nicht meine Aufgabe es abzulehnen oder nicht, Dana. Wir geben nur Empfehlungen an die Richter. Aber Sie haben ungünstige Voraussetzung um ein Kind adoptieren zu können. Sie sind alleinstehend und waren nie verheiratet oder hatten eine längere Beziehung. Sie haben einen äußerst stressigen und gefährlichen Beruf. Über Nacht müsste dieser für Sie auf den zweiten Platz rutschen. SCULLY: Ich habe lange darüber nachgedacht. Seit ich an Krebs erkrankte, dachte ich über mein Leben nach. Ob meine Prioritäten richtig sind. (Scully beginnt zu weinen.) Es war wie eine zweite Chance. Seit ich ein Kind war, habe ich mir nie erlaubt Menschen zu nahe zu kommen. Ich habe zwischenmenschliche Beziehungen vermieden. Vielleicht hatte ich solche Angst vor dem Tod und sterben, dass ich jede Verbindung als etwas schlechtes betrachtete. Aber so ist das nicht mehr. CHAMBLISS: Ich weiss, dass Sie Ärztin sind und wissen, wie es um Emily steht. Ich möchte betonen, dass Emily ein Kind ist, das besondere Zuneigung braucht. Die gute Sache ist, Sie haben selber erfahren, wie es ist so krank zu sein. Die schlechte Sache ist, sie müssten es aus den Augen Ihres Kindes noch einmal durchstehen. SCULLY: Das weiss ich. Und ich fühle mich der Sache gewachsen. CHAMBLISS: Ich schreibe jetzt meinen Bericht fertig. Ich wünsche Ihnen Glück. Frohe Weihnachten. SCULLY: Frohe Weihnachten! (Sie geben sich die Hand.) CHAMBLISS: Ich finde selbst raus. (Scully setzt sich auf die Couch, eine Hand berührt ihre Schulter.) STIMME: Dana? (Scully dreht sich um, es ist Melissa.) SCULLY: Melissa? MELISSA: Ich wusste nicht, dass noch jemand auf ist. VERGANGENHEIT SCULLY: Ich konnte nicht schlafen. (Melissa geht um die Couch und setzt sich neben Scully.) MELISSA: Warum nicht? Machst du dir Sorgen um Quantico, oder wer dieses Jahr die meisten Geschenke bekommt. SCULLY: Ich denke, ich mache einen großen Fehler. Jedenfalls redet Dad mir das ein. MELISSA: Ja, aber es ist nicht sein Leben. SCULLY: Das weiss ich. Du weiss, als ich anfing Medizin zu studieren dachte ich, es sei das richtige für mich. Aber als ich fertig war wusste ich, dass es falsch war. Und jetzt denke ich, das FBI ist richtig... aber was, wenn es wieder nicht so ist? MELISSA: Es gibt kein richtig oder falsch. Das Leben ist wie ein Weg und man geht den, der einem vorbestimmt ist. SCULLY: Gott.! Du hörst dich an wie eine Glückwunschkarte. Ich glaube nicht an das Schicksal. Ich denke, wir müssen uns unseren Weg aussuchen. MELISSA: Dann verwechsle den Weg nicht mit dem, was wirklich wichtig in deinem Leben ist. SCULLY: Was ist das? MELISSA: Die Menschen, die du auf dem Weg triffst. Du weisst nicht, wen du beim FBI treffen wirst. Du weisst nicht, wie sich dein Leben verändern wird, oder du das Leben der anderen. TARA: Hey! ERSTER FEIRTAG (Tara geht zur Couch. Dort schläft Scully.) TARA: Guten Morgen Schlafmütze. BILL: War Santa schon hier? TARA: Santa ist gerade hier. BILL: Sie war Weihnachten immer als erstes unten. Konnte es nicht erwarten, all die Geschenke zubekommen. MRS. SCULLY: Hallo, frohe Weihnachten! TARA: Ok, Ok. Genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich sterbe vor Neugier, was hier drin ist. Darauf warte ich seit Monaten. (Bill und Tara gehen zum Baum.) BILL: Dann öffne es. (Scully lehnt sich gegen ihre Mutter, als Bill ihr ein Geschenk zuwirft.) Das hier ist von Charles. (Die Türe klingelt.) Entschuldigung. Ich komme gleich wieder. (Er geht und öffnet die Türe. Scully steht auf und folgt ihm.) KURIER: FBI Kurier. Ich habe eine Lieferung für Agent Dana Scully. BILL: Ich unterschreibe für sie. KURIER: Nein, ich brauche Agent Scullys Unterschrift, Sir. BILL: Wenn das so ist. (Scully geht zur Türe.) KURIER: Bitte unterschreiben Sie hier. (Scully unterschreibt und Bill geht wieder ins Wohnzimmer.) Frohe Weihnachten! (Er geht langsam weg.) SCULLY: Frohe Weihnachten! (Scully öffnet den Umschlag und stolpert ins Wohnzimmer.) MRS. SCULLY: Was ist das? SCULLY: Es ist der DNS-Test von Emilys Blut. BILL: Was sagt er? SCULLY: Er sagt definitiv, dass Melissa nicht Emilys Mutter ist, aber sie fanden heraus, dass sich die beiden DNS sehr ähnelten. So sehr, dass sie ihr Blut mit einer Probe verglichen, die sie schon hatten. MRS. SCULLY: Was für eine Probe? BILL: Was versuchst du uns zu sagen? SCULLY: Demnach zufolge, ... bin ich Emilys Mutter. FORTSETZUNG FOLGT